Welcome „ARRIGE“!

Vereinigung zum verantwortlichen Umgang mit Genome Editing gegründet

11.04.2018 | von Redaktion Pflanzenforschung.de

Impression des ersten Treffens der neu gegründeten Vereinigung
Impression des ersten Treffens der neu gegründeten Vereinigung "ARRIGE". (Bildquelle: © INSERM / arrige.org)

Forscherinnen und Forscher haben die internationale „Association for Responsible Research and Innovation in Genome Editing” (ARRIGE) gegründet. Ihr Ziel ist es, weltweit einen verantwortlichen Umgang mit den neuen Technologien zu ermöglichen. Dabei sollen Tools entwickelt werden, um ethische und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen, die durch die rasche Einführung und Weiterentwicklung der Methoden der Genomeditierung entstanden sind.

ARRIGE startete im März 2018 mit einem Kick-Off-Meeting in Paris. Das Thema Genome Editing wird derzeit weltweit lebhaft diskutiert. Wissenschaftlervereinigungen beschäftigen sich mit dem Thema genauso wie die nationalen und europäischen Entscheidungsträger. Daher verwundert es nicht, dass sich Delegationen aus über 35 Ländern in Paris einfanden, um mitzudiskutieren und voneinander zu lernen.

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ARRIGE Kick-Off meeting in Paris: Keynote von Francisco J.M. Mojica. Weitere Videos unter: ARRIGE channel. (Quelle: ARRIGE ORG/youtube.com)

Gesellschaftlichen Konsens erreichen

Die gezielte Veränderung des Genoms von Organismen – sei es von Pflanzen, Tieren oder gar vom Menschen – ist keine Debatte, die nur in wissenschaftlichen Kreisen geführt werden darf. Alle Stakeholder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik müssen einbezogen werden, um alle Interessen und auch Ängste mit einzubeziehen.  

Am Ende soll ein gesellschaftlich akzeptierter Umgang mit den neuen Techniken ermöglicht werden. Dabei müssen ethische Fragen und soziale Realitäten genauso bedacht werden wie die wissenschaftlichen Fakten und die methodischen sowie technischen Fragen. Wichtig ist, dass verschiedene fachliche Disziplinen in Kontakt treten und ihre verschiedenen Sichtweisen auf die neuen Technologien lösungsorientiert diskutieren. Hier will ARRIGE ansetzen.

Aktiv mitgestalten

Doch der Zusammenschluss will es nicht beim Diskutieren belassen. Man will auch aktiv die zukünftigen Entwicklungen mitgestalten. Zum Beispiel könnte ARRIGE Verfahren und Richtlinien für die Bewertung von Genom-Editing-Projekten entwerfen.

Die Vereinigung ARRIGE umfasst sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen. Nicht nur die Wissenschaft ist aktiv involviert, sondern auch Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen oder Patientenvertreter. Zukünftig werden die in der Vereinigung aktiven Wissenschaftler über eine Website, einen gemeinsamen Blog und die sozialen Medien (@ArrigeOrg) nach außen kommunizieren. Damit soll die öffentliche Diskussion und der Austausch von Ideen zum Thema Genome Editing gefördert werden.

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