Baden-Württemberg

In Deutschlands Südwesten gibt es seit 2002 jedes Jahr zur Landesgartenschau eine Grüne Schule, ein offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dort lernen Schüler jeden Alters lehrplanrelevantes Wissen über das Imkern, den Wald, die Nutzung von Holz, über grüne Berufe, Satellitennavigation oder Energiepflanzen. Kehl und Heidenheim führen ihre Grünen Klassenzimmer sogar dauerhaft weiter und ergänzen sie durch einen deutsch-französischen Naturerlebnispfad.

Einen landesweiten Service bietet das Schulgarten Dachportal, auf dem alle an der Initiative Schulgärten Baden-Württemberg beteiligten Schulgärten und Projekte vorgestellt werden. Wer also Rat oder Anregungen von aktiven Schulgärtnern sucht, wird hier fündig.

Einen breiteren Fokus hat das Landesschulzentrum für Umwelterziehung im nordbadischen Adelsheim. Es bietet Unterrichtswochen für Schulklassen aller Altersstufen zu Themen wie Holz, Textilien, bewusster Ernährung, ökologisches Bauen und Energiesparen sowie Lehrerfortbildungen. Die Ökostation Freiburg stellt Schülern in eineinhalbstündigen Workshops Themen wie Abfallrecycling, Papierherstellung, Gehölze und Gewässer als Lebensräume, Artenreichtum oder auch Tofu vor.

In der Landeshauptstadt Stuttgart steht das Haus des Waldes, eines der walpädagogischen Angebote der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Baden-Württemberg. In Karlsruhe wird ebenfalls im Wald gelernt. Im Waldklassenzimmer wird gewerkelt, gestaunt und ausprobiert.

Die Naturparks des Landes warten mit einer Vielzahl von Angeboten auf: Der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald südöstlich von Heilbronn macht Führungen zu  historischen Themen, der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord hat sein eigenes Naturschutzzentrum und Infozentrum zwischen Baden-Baden und Offenburg und der Naturpark Stromberg-Heuchelberg zwischen Heilbronn und Karlsruhe ist mit dem Forschermobil unterwegs.