Hamburg

In der Metropole des Nordens muss kein Stadtkind auf das Lernen im Grünen verzichten. Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung in Hamburg hat verschiedene Umweltbildungsangebote rund um das Thema Vielfalt in Wald, Gewässern und Landwirtschaft zusammengestellt. „Naturerlebnis & Umweltbildung“ bietet naturkundliche Streifzüge durch Hamburgs Naturschutzgebiete und führt Nachhaltigkeitsworkshops zu den Themen Ernährung, Abfallentsorgung oder Artenvielfalt durch. Das Team von „Landschaftsabenteuer“ lässt die Kinder in einer „Draußenschule“ Natur- und Umweltthemen vor Ort lernen. Das Bunthaus der Gesellschaft für ökologische Planung führt Schüler jeder Altersstufe in das Naturschutzgebiet Heuckenlock und zeigt ihnen dort, wie das Schutzgebiet entwickelt und erhalten wird.

Auf der Karlshöhe in Hamburg-Bramfeld hat die Stadt ein großes Umweltzentrum eingerichtet. Bei Kursen wie Kleine Samen, große Pflanzen oder Abenteuer Wald nehmen die Schüler am Ende einen kleinen Keimling mit nach Hause oder werden zu Walddetektiven.

Wer an Pflanzen in Hamburg denkt, der denkt an die große Botanikerin Loki Schmidt, die mit der Stadt stets eng verbunden war. Die Stiftung Naturschutz Hamburg und die Loki Schmidt Stiftung betreiben ein Informationshaus im Naturschutzgebiet Boberger Niederung. Dies ist der Ausgangspunkt für Wanderungen, auf denen die Schüler gefährdete Pflanzen kennenlernen und erfahren, wie aus unbewachsenem Rohboden ein Wald entstehen kann. Im Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung gibt es eine Umweltschule, die Themenkisten verleiht. Im Schulgarten kann man neben praktischen Arbeiten auch Geräte für den eigenen Schulgarten leihen und Pflanzen erwerben. Die Grüne Schule im Botanischen Garten in Klein Flottbek führt den Schülern die jahreszeitlich wechselnde Pflanzenpracht vor, stellt ihnen knifflige Aufgaben wie die Bestimmung der Luftgüte durch die Kartierung von Flechten als Zeigerorganismen und schult Lehrer in gärtnerischen Grundkursen. Außerdem können kostenlos Pflanzen wie etwa Venusfliegenfallen, Duftpelargonien und sogar spezielle Wüstenpflanzen für den Unterricht mitgenommen werden.

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) führt Schüler in das Duvenstedter Brook und den Wohldorfer Wald. Dort ziehen die Schüler mit Stereolupen und Fanggeräten los und erkunden ihre belebte Umwelt.

Am Stadtrand in Hamburg-Rahlstedt betreibt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in die Integrierte Station Höltigbaum. Schulklassen erleben hier je nach Altersgruppe die bunten Früchte im Herbst oder erfahren, was Neophyten als die Fremden im Pflanzenreich auszeichnet. Ein ganz besonderes Angebot gibt es für Grundschulen: Bei der Wilde-Weiden-Olympiade stellen bis zu 300 Kinder klassenübergreifend ihr Können und Wissen rund um Wald, Hof und Wiese unter Beweis.

Ausführlichen Informationen zu Nachhaltigkeit und Umweltbildung in Hamburg gibt es in einer Praxisbroschüre der Umweltbehörde in Zusammenarbeit mit dem BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz). Einerseits werden neue Methoden für den Unterrichtsprojekte zum Thema Nachhaltigkeit vorgeschlagen, andererseits sind geeignete außerschulische Lernorte aufgelistet, Projekte vorgestellt und Materialien für den eigenen Unterricht zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus hat der Hamburger Bildungsserver umfangreiche Informationen zum Thema "Schulgärten" zusammengetragen. Hier ist auch eine Auflistung von Schulgärten in Hamburg zu finden.