Hessen

Kaum ein Bundesland ist so bewaldet wie Hessen, 42 Prozent der Landesfläche sind Wälder und Forsten. Ein Forstportal gibt Auskunft über die landesweiten waldpädagogischen Angebote. Auch die Naturparks führen regelmäßige Umweltbildungsveranstaltungen durch, so zum Beispiel der Naturpark Hochtaunus, der Naturpark Hoher Vogelsberg oder der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, dessen Angebote auf der nationalen Naturpark-Webseite aufgelistet sind. Im Naturpark Habichtswald ziehen die Schüler in Entdeckerwesten in den Wald und gucken Wiesenkino.

Am Wassererlebnishaus Fuldatal, nördlich von Kassel, können Schüler lernen, was den Bach zur Lebensader macht und wie sie ihre Schule umweltfreundlicher machen können. Das Gewächshaus für tropische Nutzpflanzen der Universität Kassel öffnet die bedrohte Schatzkammer Regenwald und nimmt die Kinder mit auf tropische Entdeckungsreisen. 

Das Nationalparkzentrum Kellerwald-Edersee in Vöhl-Herzhausen zwischen Kassel und Marburg erklärt das Naturerbe Buchenwälder und führt durch die eigenen Ausstellungsräume, außerdem heißt es „Raus aus der Schule, rein in die Wildnis“. Das Naturerlebnishaus Heideberg in Kirtorf, östlich von Marburg, veranstaltet Nussjagden, Wiesenexpeditionen und experimentiert mit Harz und Teer.  

Weiter westlich, Richtung Siegen, am Schulbiologiezentrum in Biedenkopf kann man an vierzehn Stationen rund um Haus und Hof selber biologische Versuche machen. Nur wenige Kilometer von Siegen entfernt liegt das Forsthaus Hohenroth mit einem Waldinformationszentrum. Auch die biologische Station Wittgenstein-Siegen hat sich viele Natur- und Umweltschutzaktionen für Kinder ausgedacht. Wie aus einem Samen ein Tisch werden kann, demonstriert das Holz- und Technikmuseum in Wettenberg, nördlich von Gießen, mit Führungen durch den Wald und die Ausstellungsräume. 

Die Naturschule Hessen mit Sitz in Frankfurt am Main nimmt die Schüler zum Beispiel mit auf einen alten Flugplatz in Kalbach und zeigt ihnen dort, welche Heilkräfte sich in Pflanzen verbergen. Umweltlernen Frankfurt kommt in die Schulen und hilft beim Energiesparen oder organisiert Ausflüge in den GrünGürtel und macht dort die Lernwerkstatt „Wald und Energie“ auf. Bäume jeder Art gibt es im Arboretum zu entdecken. Im Palmengarten in Frankfurt finden Interessierte die „Grüne Schule“ - die pädagogoische Abteilung des Palmengartens zielt darauf ab, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Wunder der Pflanzenwelt mit allen Sinnen erfahrbar zu machen.

Auch Hanau hat ein Grünes Klassenzimmer, wo die Schüler Auwalderfoschung betreiben, die vernetzte Natur begreifen und Unkraut zu schätzen lernen. Im Wildpark „Alte Fasanarie“ wartet ein Erlebniswald auf spielfreudige Schüler. Von Gewässerökologie bis Streuobstwiese sind Schüler bei der Gesellschaft zur Rekultivierung der Kiesgrubenlandschaft in der Weilbacher Kiesgrube in Flörsheim-Weilbach, südwestlich von Frankfurt, der Natur auf der Spur. 

In Fulda gibt es eine Lernwerkstatt Ökologische Bildung, die mit Schulklassen Projekte zu nachwachsenden Rohstoffen, fairer Schokolade, Boden und Wasser durchführt.