Sachsen

Sachsen legt großen Wert auf seine Schulgärten. Das Portal für Schulgarten- und Schulgeländegestaltung stellt einen Auswahl gelungener Beispielgärten vor. Regelmäßig wird zudem ein Schulgartenwettbewerb ausgeschrieben und ein Jahreszeitenkalender gibt Anregungen, was wann im Garten zu tun ist. Eine Trickkiste hilft bei Problemen: Jeder erfolgreiche Gärtner kann hier Tipps hinterlegen und Gartenneulinge holen sich Rat und Hilfe. Das Portal unterstützt außerdem die Vermittlung von Projekttagen in Gärtnereibetrieben und im Obst- und Gemüsebau.

Der Botanische Garten der Technischen Universität Dresden hat eine Botanikschule eingerichtet, wo Kinder von der Vorschule bis zum Abitur über Anpassungen von Pflanzen im Regenwald bis zu Wüstenpflanzen tiefe Einblicke in die Pflanzenwelt gewinnen. Südlich von Dresden, geht die Waldschule am Schwarzbachtal mit Schülern auf Waldabenteuerspaziergänge und gibt Kräuter-Survival-Kurse. Der Botanische Garten Schellerhau, südlich von Dresden, an der tschechischen Grenze, hat einen Klangerlebnispfad und bietet Kräuterführungen an.

Der Botanische Garten Bad Schandau verbindet Pflanzen und Märchen und lädt zu Erzählführungen ein. Der Nationalpark Sächsische Schweiz hat eine ganze Palette von Angeboten für verschiedene Altersstufen. Ältere Schüler erfahren, wie die Uhr der Natur tickt und wie sich die Natur selbst ausbalanciert. Außerdem probieren Klassen die blitzschnelle Waldhusche aus.

Der Naturpark Erzgebirge-Vogtland veranstaltet ein jährliches Naturparkquiz für vierte Klassen und hat zahlreiche Lehr- und Erlebnispfade durch den Park angelegt.

Die Grüne Schule Grenzenlos in Zethau hat Teichexkusionen und Waldausflüge auf dem Programm. Im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthalts flachsen die Kinder nicht nur mit Worten, sondern sie gewinnen auch echte Pflanzenfasern und verarbeiten diese zu Souvenirs.

Das Naturschutzzentrum Erzgebirge in Schlettau, südlich von Chemnitz, bietet für Schulklassen verschiedene Workshops an z.B. lernen die Kinder Bäume als Häuser kennen, in denen viele andere Lebewesen wohnen. Nebenbei lernen sie die Grundlagen der Photosynthese, Kennzeichen zur Baumbestimmung oder sie suchen ihre Lieblingsblume und erkennen die große Vielfalt, die auf einer Wiese blüht. Sie können auch Gewässer untersuchen, Bodenproben nehmen oder im Wald nach Tierspuren suchen. Sogar Nachtwanderungen und ein Globalisierungsworkshop sind Teil des Programms. Das Zentrum ist auch Ziel von Klassenfahrten.

Der Stadtgarten Connewitz bei Leipzig hat ein vielfältiges Angebot für Grundschulen und Kindergärten: Die Kinder beobachten Tiere und Pflanzen, backen Brot im Lehmofen oder schöpfen Papier. Der Ökolöwe des Umweltbundes Leipzig möchte Kinder und Jugendliche in den Leipziger Auwald mitnehmen und lässt sie in einer Waldralley mit Pflanzenmemory und Balancierrennen wetteifern. Außerdem werden den Schülern die Augen für Tiere und Pflanzen mitten in der Leipziger Innenstadt geöffnet. Auch die Auwaldstation Leipzig zeigt den Schülern das Ökosystem Wald und das Kraftwerk Pflanze.

Der Naturschutztierpark Görlitz bringt den Schülern bei, wie sie Haustiere richtig halten, warum wir alle den Wald brauchen, warum Bienen wirklich fleißig sind und was eine Feuchtwiese ist.

Das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, nördlich von Bautzen, hat sein Umweltbildungsangebot der Bildung für nachhaltige Entwicklung verschrieben. Die Schüler werden aktiv im Umweltmentoring, drehen Filme oder erforschen die Wechselbeziehung von Mensch und Biosphäre.

Der Naturpark Zittauer Gebirge, westlich von Zittau im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck, bietet vierzehn Lehrpfade und Führungen als  Naturerlebnisse für Schulklassen an.