Allergie

eine von bestimmten Stoffen ausgelöste Überreaktion des Immunsystems.

Die Symptome allergischer Erkrankungen sind individuell sehr unterschiedlich; in Extremfällen kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen.

Auslöser einer Allergie sind fast immer körperfremde Eiweiße. Die Allergie-auslösenden Stoffe werden vom Körper als fremde und daher potenziell gefährliche Stoffe interpretiert, gegen die sich die körpereigene immunologische Abwehr richtet. Dabei kommt es zu einer Fehlregulation und zu einer starken Ausschüttung pharmakologisch wirksamer Substanzen, vor allem Histaminen. Solche „überschießenden“ Immunreaktionen werden auch als „echte“ Allergien bezeichnet, in Abgrenzung zu den Pseudoallergien.

Jeder „echten“ Allergie geht eine Phase der Sensibilisierung voraus. Das Immunsystem wird zunächst auf die „fremden“ Stoffe eingestimmt und es werden Antikörper gebildet. Erst bei weiteren Kontakten mit dem jeweiligen Allergen kommt es dann zur allergischen Reaktion. So tauchten erst Jahre nach der Markteinführung von Kiwis erste Fälle von Kiwi-Allergien auf.

Eine Nahrungsmittelallergie ist eine allergische Reaktion, die von Nahrungsbestandteilen oder ihren Abbauprodukten, Zusatzstoffen, Rückständen oder mikrobiellen Begleitstoffen (z.B. Pilz- oder Bakterientoxine) ausgelöst wird. Die Aufnahme des jeweiligen Allergens in den Körper erfolgt durch die Schleim- häute in Mund und Darm, aber auch über Haut oder Inhalation (z.B. Mehlstaub). Angaben über die Zahl von Nahrungsmittelallergikern schwanken stark; für Erwachsene wird mit ein bis fünf Prozent gerechnet, bei Kindern unter sechs Jahren mit drei bis zehn Prozent. In Mitteleuropa sind die häufigsten Allergien gegen Erdnuss, Soja, Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Nüsse, Krustentiere und Sellerie. Nahrungsmittelallergien sind weniger häufig als etwa Pollenallergien.

Kreuzallergien treten auf, wenn bestimmte Allergene in verschiedenen Quellen vorkommen. So zeigen z.B. Menschen mit einer Birkenpollenallergie häufig auch Allergien gegen Äpfel oder Nüsse.

Quelle: Biosicherheit.de
 

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