Arsen

Arsenverbindungen kennt man schon seit dem Altertum. Obwohl sie hochgradig giftig sind, finden sie Verwendung als Bestandteil einzelner Arzneimittel. Dreiwertige lösliche Verbindungen des Arsens sind hoch toxisch. Sie stören zahlreiche biochemische Lebensprozesse. Die Einnahme von 60 bis 170 Milligramm Arsenik gilt für Menschen als tödliche Dosis (LD50 = 1,4 mg/kg Körpergewicht). 

In zahlreichen Entwicklungsländern sind chronische Arsenbelastungen und dadurch hervorgerufene Folgeerkrankungen weit verbreitet. Metallisches Arsen zeigt wegen seiner Unlöslichkeit nur eine geringe Giftigkeit, da es vom Körper kaum aufgenommen wird (LD50 = 763 mg/kg Ratte, oral). Es sollte aber, da es sich an der Luft leicht mit seinen sehr giftigen Oxiden wie dem Arsenik überzieht, stets mit größter Vorsicht behandelt werden. 

In der menschlichen Ernährung gilt Arsen als Spurenelement. Der Bedarf liegt somit im Mikrogrammbereich. Zwischen 5 und 50 µg pro Tag, wobei keine Fälle von Mangelerscheinungen bekannt sind. 

Der Name Arsen rührt wahrscheinlich aus dem Mittelpersischen für „goldfarben“ her. In der Industrie wird Arsen zur Herstellung von Glas- und Keramik, in der Metallverarbeitung z.B. bei Blei- und Kupferlegierungen und der Produktion von Mikrochips eingesetzt. 

Gewonnen wird Arsen als Nebenprodukt in Verhüttungsprozessen. Das weitverbreitete Halbmetall (besitze sowohl metallische als auch nichtmetallische Eigenschaften) lässt sich in nahezu allen Umweltmedien nachweisen. Arsenrückstände in Böden oder Gewässern sind vor allem auf die Verarbeitungen von arsenhaltigen Erzen und Metallen zurückzuführen. 

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