Eiche

Quercus sp.

Eiche - Quercus sp.
Eiche
Quercus sp.
Wissenschaftlicher Name Quercus sp.
Deutscher Name Eiche
Englischer Name oak
Familie Fagaceae (Buchengewächse)
Genomgröße (Basenpaare) 740 Mb (bei Quercus robur)
Chromosomen diploid (2n = 24 bei Quercus robur)

Weltverbreitung

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Beschreibung

Die Eichen bilden eine Gattung von Laubgehölzen innerhalb der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Der deutsche Name leitet sich aus dem Lateinischen ab (esca = Speise). Die Gattung Quercus umfasst rund 600 Arten, davon 450 in der Untergattung Quercus und 150 in der Untergattung Cyclobalanopsis.

Eichen sind sommergrüne oder immergrüne Bäume. Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind gelappt oder ungelappt. Die Blattränder sind glatt oder gezähnt. Die Nebenblätter fallen früh ab. Eichen sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die männlichen Blüten sind in hängenden Blütenständen zusammengefasst. Die weiblichen Blüten enthalten meist 3 (- 6) Fruchtblätter und Stempel. Eichen sind an ihrer charakteristischen Frucht, der Eichel, zu erkennen und zu unterscheiden. Die Eichel ist eine Nuss, die im ersten oder zweiten Jahr nach der Befruchtung heranreift. Jede Nuss sitzt in der beschuppten becherförmigen Cupula.

Ursprung und Verbreitung

Quercus ist die wichtigste Laubbaumgattung der nördlichen Hemisphäre. Eichen finden sich in Nord-, Zentral- und Südamerika, Mexiko, Eurasien und Nordafrika. In Nordamerika liegt der Schwerpunkt der Eichenartenvielfalt. In Deutschland ist die Eiche vor allem in Mischwäldern weit verbreitet. Von den einheimischen Arten ist die Stieleiche (Q. robur) über den größten Teil Europas (von Irland bis in die südrussische Waldsteppe) zu finden. Die Trauben-Eiche (Q. petraea) hat ein wesentlich kleineres Verbreitungsgebiet.

Wirtschaftliche Bedeutung

Eichenholz ist durch einen hohen Gerbsäuregehalt besonders resistent gegenüber Insektenfraß. Aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit und der Dichte des Holzes, gilt Eichenholz als ein wertvolles Bau- und Schreinerholz.

Die Kultivierung der Korkeiche (Q. suber) führte zur Entstehung der sehr charakteristischen Kulturlandschaft im westlichen Mittelmeergebiet. Historisch wurde die Eichenrinde auch zur Herstellung der Gerberlohe genutzt.

Eicheln wurden früher als Kaffee- und Mehlersatz verwendet. Durch die Eichelmast soll ein besonderer Geschmack von Schweinefleisches erreicht werden. Eichengallen war im Mittelalter Bestandteil der dokumentenechten Gallustinte.

Publikationen

Plomion et al. (2016) Decoding the oak genome: public release of sequence data, assembly, annotation and publication strategies. Molecular Ecology Resources 16(1): 254–265

Quellen

  • W. Franke (1992) Nutzpflanzenkunde, Thieme-Verlag, 5. Auflage
  • P. Sitte, H. Ziegler, F. Ehrendorfer, A. Bresinsky (1991) Strasburger - Lehrbuch der Botanik, Gustav Fischer Verlag, 33. Auflage
  • National Center for Biotechnology Information, U.S. National Library of Medicine
  • Seite "Eichen" In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Januar 2013, 23:56 UTC; Abgerufen: 5. Februar 2013, 09:18 UTC