Bildquelle: © Shutterstock.com/ATU Studio
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Pflanzenvielfalt züchten

Landwirtschaft ist eine relativ junge Erfindung. Erst seit etwa 11.500 Jahren bestellen die Menschen Felder. Zur gleichen Zeit begann auch die Pflanzenzucht. Keine unserer heutigen Nahrungspflanzen war damals in der freien Natur zu finden. Erst durch Kreuzung und Selektion wurden sie langsam zu dem, was wir heute kennen und essen. 

Inzwischen kommen jedes Jahr neue Sorten auf den Markt, die mehr Ertrag bringen oder Wetterextremen besser widerstehen. Doch die Aufgabe der Züchter bleibt weiterhin enorm, denn während die Anbauflächen stagnieren, wächst die Weltbevölkerung stetig an. 

Bei der Suche nach vielversprechenden Genen schauen die Züchter in alte Landrassen und Wildpflanzen.

Oft sind es die bisher nicht-domestizierten Pflanzen, die sich gegen Krankheitserreger zur Wehr setzen und Wetterextreme aushalten, jedoch keinen nennbaren Ertrag liefern. Molekularbiologen, Genetiker und Züchter arbeiten Hand in Hand, um interessante Gene zu finden und in Hochleistungssorten einzukreuzen. Sie züchten Vielfalt.

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