Genbank

Einrichtung zur Sammlung von Nutzpflanzen bzw. allgemein von gefährdeten Arten mit dem Ziel, genetisches Material für künftige Neuzüchtungen oder gentechnische Anwendungen zu bewahren und dieses nutzbar zu machen. Genbanken dienen damit der ex-situ Erhaltung und der gezielten Nutzung der Artenvielfalt (Biodiversität).

Die deutsche "Genbank-Kulturpflanzen" geht auf eine Gründung im Jahr 1943 in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) zurück. Das Hauptziel war der Schutz und die Erhaltung der genetischen Vielfalt von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzpflanzensorten. 

Das heutige Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben beherbergt heute die zentrale Kulturpflanzengenbank Deutschlands. Dort sind mehr als 150.000 Saat- und Pflanzgutmuster von über 3.000 Nutzpflanzenarten und nahezu 800 Pflanzengattungen in Kühlhäusern sowie durch Nachbau erhalten und werden wissenschaftlich evaluiert, charakterisiert und dokumentiert.

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