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Alles unter einem Dach

Das KoNaRo in Straubing (Quelle: © Scherl)

Das bayerische Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe vereint Grundlagenforschung, Technologietransfer und Lehre. Die Pflanzenforschung ist eng mit anderen Disziplinen vernetzt.

 

Von der Pflanze über das Produkt bis hin zu dessen Nutzung: Das KoNaRo in Straubing hat sich die gesamte Prozesskette energetischer und stofflicher Nutzung von Biomasse zum Thema gemacht. KoNaRo, das ist das bayerische Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. Es bündelt und koordiniert die Aktivitäten des Wissenschaftszentrums Straubing, des Technologie- und Förderzentrums und des Centralen Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerks C.A.R.M.E.N. e.V.

Die Idee zum KoNaRo stammt schon aus dem Jahr 1998. Damals beschloss die bayerische Staatsregierung, alle Aktivitäten zu nachwachsenden Rohstoffen an einem Standort – in Straubing – zusammenzulegen. 2001 entstand aus diesen Plänen das Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. Das Wissenschaftszentrum Straubing befasst sich seitdem mit Grundlagenforschung und Lehre. Das Technologie- und Förderzentrum ergänzt die angewandte Forschung und den Technologietransfer. C.A.R.M.E.N. komplettiert das KoNaRo durch Projektbegutachtung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Koordinierungsrat mit  Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und Politik begleitet die Arbeit des Kompetenzzentrums.

Das bayerische Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe bündelt und koordiniert die Aktivitäten des Wissenschaftszentrums Straubing, des TFZ und des Netzwerks C.A.R.M.E.N. e.V. (Quelle: © Scherl)

Wissenschaftszentrum Straubing

Das Wissenschaftszentrum Straubing (WZS) wird vom bayerischen Wissenschaftsministerium finanziert. Ursprünglich kooperierten hier die Technische Universität München und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Inzwischen beteiligen sich auch die Hochschulen Deggendorf und Regensburg sowie die Universität Regensburg. Insgesamt verteilen sich derzeit etwa 100 Mitarbeiter auf sechs Lehrstühle. Zudem forscht die Projektgruppe BioCat des Fraunhofer Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik am Wissenschaftszentrum zu „katalytischen Verfahren für eine nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe“.

Nicht so sehr die Züchtung, sondern die Extraktion, Analyse und Verwertung der chemischen Bestandteile von Pflanzen stehen am WZS im Fokus, außerdem Marketing, Management und Wirtschaftlichkeit nachwachsender Rohstoffe.

Masterstudiengang Nachwachsende Rohstoffe

Die akademische Ausbildung zählte von Anfang an zu den Aufgaben des WZS. Waren Studenten anfangs vor allem durch Masterarbeiten und Promotionen an den beteiligten Hochschulen in die Forschung des Wissenschaftszentrums eingebunden, so gibt es seit 2008 einen komplett am WZS angesiedelten Master-Studiengang „Nachwachsende Rohstoffe“. Der Studiengang rund um Biogas, Holzpellets und Kraftstoffe aus der Natur verschränkt die grundlagenorientierte Forschung und Lehre der TU München mit dem anwendungsorientiertem Ansatz der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Dabei deckt das Studium die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Züchtung besonders ertragreicher Ölpflanzen und schnell wachsender Bäume über Anbau und Ernte biogener Energieträger bis hin zu ihrer Verwertung und zum Marketing der fertigen Produkte. Auch wirtschaftliche Fragen und ökologische Aspekte werden behandelt.

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