Diese Darstellung fokussiert auf die klimatischen Gesichtspunkte. Links zu den Darstellungen der sozial-ökonomischen und ökologischen Aspekten finden Sie hier.
Im Juni 2009 fand in Rom ein Expertentreffen unter dem Titel „How to feed the world in 2050“ („Wie kann die Weltbevölkerung im Jahr 2050 ernährt werden“) statt. Dort präsentierte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), vertreten durch Jelle Bruinsma, ihre Studie. Sie führt auf, um wie viel Anbauflächen, Wassermenge und Ernteerträge in den nächsten 40 Jahren wachsen müssen, um die Lebensmittelproduktion der stetig wachsenden Weltbevölkerung anzupassen.
Im September 2009 erschien eine Studie der Deutschen Bank Forschung mit dem Titel „Lebensmittel – eine Welt voller Spannung“. Die Autorin Claire Schaffnit-Chatterjee erläutert darin sowohl ökologische, ökonomische als auch klimatische Lösungsansätze zur Steigerung der Lebensmittelproduktion.
Klimawandel und Bevölkerungsexplosion kommen zeitgleich
Die Weltbevölkerung wird laut dem FAO Bericht bis zum Jahr 2050 von heute 6,5 Milliarden Menschen auf 9,1 Milliarden Menschen anwachsen, was den Gesamtnahrungsmittelbedarf beträchtlich erhöhen wird. Das Ackerland kann weltweit jedoch nur begrenzt vermehrt werden. Als Folge müssen die natürlichen Ökosysteme, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Erzeugnisse dienen, in ihrer Leistungsfähigkeit zunehmen, um die wachsende Weltbevölkerung ausreichend zu ernähren. Zur Leistungsfähigkeit von Ökosystemen gehören Wasser in ausreichender Menge und Qualität, Nährstoffe in den Böden, biologische Vielfalt und atmosphärisches Kohlendioxid für das Pflanzenwachstum. Alle diese Parameter sind direkt wie indirekt durch den Klimawandel berührt. Klimawandel und Landnutzung beeinflussen sich wechselseitig: Einerseits trägt die Landwirtschaft auf mehreren Wegen bedeutend zu Veränderungen des Klimas bei, andererseits wirken sich die zu beobachtenden Klimaveränderungen allgemein ungünstig auf die Landwirtschaft aus.
In Wäldern und stabilen Graslandschaften z.B. können langfristig große Volumina an Kohlendioxid in der Vegetation und im Wurzelsystem gespeichert werden. Werden diese Flächen zu Ackerland umgewandelt, könnte das den Klimawandel durch Treibhausgase beschleunigen.
Ein verändertes Klima kann sich laut dem Weltagrarbericht von 2008 beispielsweise auf die Artenvielfalt auswirken, die die Leistungsfähigkeit natürlicher Ökosysteme aufrechterhält. Der Klimawandel wird nach Meinung der am Weltagrarbericht mitwirkenden Wissenschaftler außerdem einen anderen Blick auf die Bevorratung von Wasser erzwingen. Obwohl der Stand des Wissens um die Veränderung von Niederschlagsmengen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht ausreichend ist, um Detailinformationen vorauszusagen, sind sich die Wissenschaftler einig, dass der Zugang zu Wasser in der Landwirtschaft in Zukunft eine zentrale Rolle spielen wird. Sie prognostizieren eine veränderte Verfügbarkeit von Wasser infolge einer Veränderung der gesamten jährlichen Niederschlagsmengen. Auch der Anstieg der Verdunstungs- und Transpirationsraten, die geänderte Relation zwischen Schnee- und Regenfällen, die verschobenen Zeiten der Verfügbarkeit von Wasser im Jahresverlauf und der Umstands, dass in Berggletschern immer weniger Wasser gespeichert wird, führen zu einer veränderten Verfügbarkeit von Wasser und erfordern ein Umdenken in dessen Bevorratung.
Und wie kann man nun die Weltbevölkerung ernähren? Der Artikel gibt keinerlei Hinweise darauf. Er ist lediglich ein hübsches Stück Lobbyarbeit um den Klimawandel kleinzureden, indem Zahlen genannt werden die inzwischen längst überholt sind und von Wissenschafftlern bereits deutlich nach oben korrigiert wurden. Absolut überflüssig und nicht hilfreich.
Ein typischer Panikbeitrag. Bevölkerung-"Explosion" vs. Verknappung durch drohenden Klimawandel.
Und als rettender Ausweg die Biotechnologie. Wie gut das es die deutschen Forscher und das BMBF gibt das die Gentechnikforschung kräftig finanziert.
Was hier Lebensmittel genannt wird, wird von diesen Forschern und der Industrie aber nur als Rohstoff gesehen. Lebensmittel, also eßbare Nahrungsmittel wachsen auf der Erde auch 2050 sicher bei weitem genug um alle dann vielleicht lebenden Menschen zu ernähren.
Das was Politik eigentlich machen sollte, nämlich Handlungsrahmen vorgeben und Regeln setzen unterbleibt aber seit Jahren. Stattdessen wird dem Götzen Gentechnik nachgejagt.
Welche Regeln brauchen wir?
Lebensmittel sind zum direkten Verzehr für den Menschen da.
Lebensmittel werden nicht an Tiere verfüttert um dann die Tiere zu essen.
Lebensmittel werden nicht zur Energiegewinnung mißbraucht.
Typische "End of the pipe"-Maßnahme: Wiederkäuer sollen anderes Futter oder Zusatzstoffe fressen, damit deren Methanausstoß zurückgeht. Nein! Eßt weniger Fleisch und reduziert die Rinderbestände auf 5% und neben der Nahrungsmittelknappheit wird das Klimaproblem entschärft.
Und den Weltagrarbericht bitte nicht zum Schluß noch irgendwie unterbringen. Zeigt dessen Ergebnisse doch mal prominent und umfassend!
So weiter wie bisher ist keine Option!