Verkleinern Normal Vergrössern
Pflanzenforschung.de - Das Webportal zur deutschen Pflanzenforschung
 

Glossar

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  V  W  X  Z 

A
Abiotische Umweltfaktoren
Alle Umweltfaktoren, an denen Lebewesen nicht erkennbar beteiligt sind.
AFLP (amplified fragment length polymorphisms)
ist eine molekularbiologische Methode, um einen genetischen Fingerabdruck zu erstellen.
Agrobakterien
Bodenbakterium, welches von Natur aus die Fähigkeit besitzt, Teile seines Erbmaterials auf Pflanzenzellen zu übertragen; wird deswegen in der Gentechnik als „Werkzeug“ verwendet.
Algen
Im Wasser lebende, pflanzenartige Lebewesen, die wie Pflanzen Photosynthese betreiben.
Alkane
In der organischen Chemie stellen Alkane die Stoffgruppe der gesättigten Kohlenwasserstoffe dar. Sie bestehen nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff und enthalten keine Mehrfachbindungen. Alkane stellen das Gerüst für viele weitere organische Stoffgruppen.
Allele
Allele sind nahezu identische Gene, die sich an der gleichen Stelle eines Chromosoms (Genort oder Locus) befinden und sich nur um ein Geringes in der Basenabfolge von einander unterscheiden.
Allergene
Als Allergene werden Stoffe bezeichnet, die Allergien auslösen.
Allogamie (Fremdbefruchtung)
Allogamie ist die Übertragung des Pollens (Blütenstaub) mit den darin befindlichen Spermazellen auf die empfänglichen weiblichen Blütenteile einer anderen Blüte.
Allopolyploidie
Bei allopolyploiden Pflanzen liegen die Chromosomensätze mindestens zweier Arten vor, aus deren Kreuzung die Pflanzenart hervorgegangen ist.
Allorhizie (Wurzelsysteme)
Allorhizie nennt man Wurzelsysteme, bei denen eine oder mehrere Hauptwurzeln gebildet werden, von denen Neben- oder Seitenwurzeln abgehen.
Alternatives Spleißen
Alternatives Spleißen von RNA ist ein grundlegender Mechanismus der Genregulation. Er führt dazu, dass viele Proteine in zahllosen Varianten vorkommen.
Aminosäure (essentiell)
sind lebensnotwendige Aminosäuren.
Aminosäuren
Bausteine der Proteine (Eiweiße). Von etwa 20 Aminosäuren, die in der Natur vorkommen, kann der Mensch nur 10 selbst herstellen.Die restlichen muss er über die Nahrung zu sich nehmen.
Amylopektin
ist der (verzweigte) Hauptbestandteil (70–80 %) der natürlichen pflanzlichen Stärke.
Amylose
neben Amylopektin Bestandteil der natürlichen, pflanzlichen Stärke.
Anthocyane
Anthocyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die in nahezu allen höheren Pflanzen vorkommen.
antibiotisch
gegen Mikroorganismen wirkend, das heißt z. B. Bakterien oder Pilze werden gehemmt oder sogar abgetötet
antimikrobiell
Antimikrobielle chemische Substanzen dienen der Pflanze zur Abwehr von Pathogenen
Antinährstoffe
Antinährstoffe oder antinutritive Substanzen sind Stoffe, die eine maximale Verwertung der mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe einschränken.
Antioxidantien
Antioxidantien werden in Lebensmitteln, in Arzneimitteln und in Kunststoffen hinzugefügt, um die Oxidation empfindlicher Moleküle zu verhindern.
Apomixis
Apomixis ist eine ungeschlechtliche Fortpflanzung, bei der keine Meiose stattfindet.
Arabidopsis thaliana
Unscheinbare Pflanze, die in der Forschung als Modellpflanze dient.
Arabinose
Monosaccharid (Einfachzucker) der aus 5 Kohlenstoffatomen (Pentose) besteht.
Arabinosylierung
Arabinosylierung ist eine Form der Glykosylierung.
Archaeen
Archaeen bilden neben Bakterien (Bacteria) und Eukaryoten (Eukaryota) eine der drei Domänen des Lebens. Sie können extreme Biotope besiedeln.
Arginin
Arginin ist eine essentielle Aminosäure, die sowohl über die Nahrung zugeführt als auch bei gesunder enzymatischer Stoffwechseltätigkeit vom Körper selbst hergestellt werden kann
Argonautenproteine
Argonautenproteine spielen bei der Aktivierung und Regulation von Genen eine wichtige Rolle.
Arides Klima
Verdunstung übersteigt in einer Region den Niederschlag. Die Luftfeuchtigkeit ist dadurch sehr niedrig.
Arsen
Arsen ist ein hochgiftiges Halbmetall, das in der Glas-, Keramik- und Metallindustrie sowie vereinzelt auch zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet wird.
Assoziationskartierung
Die Assoziationskartierung ist eine Methode, um genetische und phänotypische Merkmale in einen Zusammenhang zu bringen.
Atemwurzeln
Atemwurzeln sind direkt mit den Interzellularen des Rindengewebes der Wurzel verbunden und ermöglichen es Pflanzen, die im Schlick leben, so genügend Sauerstoff zur Energiegewinnung an die Wurzel zu bringen.
Atmosphäre
Die Atmosphäre umspannt die Erde als dünnen Schutzfilm und grenzt sie gegen den Weltraum ab.
Atmungskette
Die Atmungskette dient der Energiegewinnung. Sie besteht aus einer Kette von nacheinander stattfindenden biochemischen Reaktionen. Bei Pflanzen läuft sie an der inneren Membran der Mitochondrien ab und wird von fünf Proteinkomplexen gesteuert.
ATP (Adenosintriphosphat)
ATP ist ein wichtigstes Energiespeichermolekül und Energielieferant in den Zellen.
Auskreuzung
Auskreuzung oder auskreuzen bezeichnet die Weitergabe einer genetischen Information auf Individuen einer anderen Art oder in einer anderen Population bzw. Sorte der gleichen Art.
Autogamie (Selbstbefruchtung)
Autogamie (oder Selbstbefruchtung) ist eine Form der sexuellen Fortpflanzung, bei der nur ein Elternteil genetisch zur Fortpflanzung beiträgt.
Auxine
Unter Auxinen versteht man eine Gruppe von natürlichen oder synthetischen Wachstumsregulatoren.
AZT
Abkürzung für Azidothymidin.
B
BAC-by-BAC (auch clone-by-clone) Sequenzierung
Sequenzierungsmethode in Pflanzen in zwei Schritten.
Bacterial artificial chromosome (BAC)
Ein BAC ist ein künstliches Chromosom, das aus dem single-copy F-Plasmid des Bakteriums Escherichia coli entwickelt wurde.
Bagasse
Faserige Überreste der Zuckerfabrikation aus Zuckerrohr und Sorghumhirse, das als Nebenprodukt beim auspressen des Pflanzensaftes entsteht.
Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen die aus einer einzelnen Zelle ohne echten Zellkern bestehen.
Basenpaar
Basenpaare sind die Bestandteile der DNA. Sie bestehen aus zwei Nukleobasen, die zueinander komplementär sind und durch Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden.
Beckwith-Wiedemann-Syndrom
seltenes Großwuchs-Syndrom bei Kindern, dass durch genetische Mutation und/oder fehlerhafte genomische Prägung bzw. Imprinting verursacht wird.
Bedecktsamer
Die bedecktsamigen Pflanzen, manchmal auch im engeren Sinne als Blütenpflanzen bezeichnet, stellen die wirtschaftlich wichtigste und größte Klasse der Samenpflanzen dar.
Befruchtung
Befruchtung bezeichnet die Verschmelzung einer Spermazelle mit einer Eizelle.
Bestäubung
Bei der Bestäubung kommt es zur Übertragung eines Pollenkorns auf die Narbe einer anderen Pflanze der gleichen Art. Sie geht der Befruchtung voraus.
Betriebsmittel
Produkte, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, wie Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmittel, Düngemittel, Komposte und Substrate, Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Stallfliegenbekämpfungsmittel.
Biodiversität
Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens auf der Erde.
Bioethanol
Bioethanol bezeichnet Ethanol welches ausschließlich aus Biomasse (nachwachsende Kohlenstoffträger) oder den biologisch abbaubaren Anteilen von Abfällen hergestellt wurde und für die Verwendung als Biokraftstoff bestimmt ist.
Biogasanlage
In Biogasanlagen wird Biomasse vergoren, um daraus Biogas zu gewinnen.
Bioinformatik
Wissenschaft, die sich mit der computergestützten Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten befasst.
Biokontrolle
Biokontrolle bezeichnet die durch spezielle Bodenorganismen (Antagonisten) auf natürliche Weise realisierte Eindämmung pflanzenpathogenen Mikroorganismen.
Biokraftstoff der zweiten Generation
In der zweiten Generation der Biokraftstofferzeugung wird fast die vollständige Pflanze, einschließlich der schwer zugänglichen Zellulose verarbeitet.
Biokunststoff/Bioplastik
Bioplastik bzw. Biokunststoffe sind Materialien, die biologisch abbaubar sind oder aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, bzw. beide Eigenschaften vereinigen.
Biomarker
Biomarker sind messbare biochemische oder molekulare Größen.
Biomasse
Die gesamte organische Substanz, die durch Pflanzen oder Tiere anfällt oder erzeugt wird.
Bionik
Die Bionik beschäftigt sich damit, Problemlösungen der Natur zu verstehen und diese in die Technik zu übertragen.
Bioökonomie
Bioökonomie umfasst alle industriellen und wirtschaftlichen Sektoren und deren zugehörige Dienstleistungen, die biologische Ressourcen produzieren, ver- und bearbeiten oder diese in verschiedenen Formen nutzen.
Bioreaktor
Auch Fermenter genannt. Ein Behälter in dem speziell gezüchtete Mikroorganismen oder tierische oder pflanzliche Zellen in einem Nährmedium kultiviert werden.
Biosicherheitsmaßnahmen
Alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Einschleppung von Krankheiten in gesunde Tierpopulationen, -herden oder -gruppen auf ein Minimum zu reduzieren.
Biota
Sammelbegriff für alle Lebewesen eines Ökosystems, wie Pflanzen, Tiere, Pilze, Bakterien.
Biotechnologie
Querschnittsdisziplin, welche sich auf das Wissen aus vielen Bereichen stützt: Biologie (vor allem Molekularbiologie), (Bio-)Chemie, Physik, Chemie, Verfahrenstechnik, Materialwissenschaften und (Bio-)Informatik. Sie bezeichnet die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebende Organismen.
Biotische Umweltfaktoren
Alle Umweltfaktoren, an denen Lebewesen erkennbar beteiligt sind.
Biotreibstoff
Flüssige oder gasförmige Kraftstoffe auf der Basis von Biomasse.
Biotreibstoff der ersten Generation
Biokraftstoffe der ersten Generation werden entweder aus ölhaltigen (z.B. Raps) oder aus zuckerhaltigen Pflanzen (z.B. Getreide, Mais, Zuckerrüben) hergestellt.
Biotroph
Biotrophe Organismen ernähren sich von lebenden Pflanzen (oder Tieren), ohne diese zu töten.
Bioverfahrenstechnik
Technische Umsetzung im Produktionsmaßstab von Laborversuchen zur Stoffumwandlung durch biologische Prozesse.
Blatt
Das Blatt ist ein Grundorgan der Pflanze mit begrenztem Wachstum und einer definierten Form. Im Blatt findet die Photosynthese statt. Ebenso dient es der Wasserabgabe (Transpiration).
Blatt (Aufbau)
Das Blatt besteht aus einem Oberblatt sowie einem Unterblatt. Das Oberblatt gliedert sich in Blattspreite und Blattstiel, das Unterblatt in Blattgrund und Nebenblätter.
Blattfarbe
Blätter erscheinen grün. Der Grund dafür liegt in der Spezialisierung der Chloroplasten auf bestimmte Wellenlängen des sichtbaren Lichtes. Im grünen Bereich gibt es eine Lücke im Absorptionsspektrum. Dieses Licht wird, ebenso wie dunkelrotes Licht, von den Chloroplasten gestreut und die Blätter erscheinen dem Betrachter grün.
Blattformen (Aufbau)
Man unterscheidet vier Formen von Blättern: bifaziale (die meisten Bedecktsamer), invers bifaziale (Bärlauch), unifaziale (Binsen) sowie äquifaziale Blätter (Nadeln der Nadelbäume).
Blattgrund
Der Blattgrund bezeichnet die Stelle, wo das Blatt im Kontakt mit dem Zweig (der Sprossachse) steht.
Blattlaus
Blattläuse sind kleine Insekten, die in ihrer Rolle als Pflanzensauger großen Schaden bei Kulturpflanzen anrichten können.
Blattmetamorphosen
Als Blattmetamorphosen gelten funktionelle Blattumwandlungen, die genetisch festgelegt sind und an die nachfolgenden Generationen weitergereicht werden. Sie ermöglichen es der Pflanze, in unwirtlichen Umgebungen (Wüste, Sumpf) zu überleben.
Blattnervatur
Die Blattnervatur beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es werden parallel angeordnete (Monokotyledonen), netzartig angeordnete (Dikotyledonen) sowie fächerförmige Nervaturen (insb. bei sehr alten Pflanzen Ginko, Farne) unterschieden.
Blattspreite (Lamina)
Als Blattspreite (Lamina) wird der flächige Teil des Blattes bezeichnet, der oberhalb vom Stiel sitzt. Sie ist unterteilt in die Blattnervatur, bestehend aus den Leitbündeln, und den dazwischen liegenden Interkostalfeldern. Hier findet der Hauptteil der Photosynthese statt.
Blattstellungen (Phyllotaxis)
Blätter befinden sich an den Knoten (Nodien) der Sprossachse. Je nach Position der Blätter am Knoten unterscheidet man verschiedene Blattstellungen.
Blattstiel (Petiolus)
Der Stiel beschreibt den Teil des Blattes, der vom Blattgrund bis zur Blattspreite reicht.
Blattsukkulenz
Blattsukkulenz tritt bei Pflanzen sehr trockener Gebiete auf. Die Blätter werden hier als Speicherorgane für Wasser umgestaltet.
Blühinduktion (Auslösung der Blüte)
Der Zeitpunkt der Blüte einer Pflanze ist überwiegend abhängig vom Alter, aber auch von bestimmten äußeren Faktoren wie der Temperatur oder der Nachtlänge.
Blüte
Blüten dienen den sogenannten Samen- oder Blütenpflanzen (dazu gehören die Nacktsamer im weiteren Sinne und die Bedecktsamer im engeren Sinne) zur Fortpflanzung. In ihr sind die generativen Teile einer Pflanze untergebracht. Auffällige Blütenhüllen sollen Insekten anlocken, die die Blüte befruchten. Als Endprodukt entstehen Samen.
Blütenendfäule
Eine Tomatenkrankheit, bei der sich an den Früchten braun-schwarze verhärtete Flecken an den Blütenansatzstellen bilden.
Blütenformen
Man unterscheidet zwittrige, ein- und zweihäusige Blüten.
Blütenstand
Teil des Sprosses, der der Blütenbildung bei Samenpflanzen dient.
BMI (Bodymassindex)
Der Bodymassindex ist eine Maßzahl für die Bewertung des Gewichts (Körpermasse) eines Menschen.
Brachypodium
Deutscher Name ist Zwenke. Zwenken sind eine Gattung von Süßgräsern.
Brassicaceae
Familie der Kreuzblütengewächse
Brundtland-Bericht
Abschlussbericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung ("Brundlandt-Kommission") der Vereinten Nationen, in dem ein globales Konzept für eine nachhaltige Entwicklung der Staatengemeinschaft entwickelt wird (1987 veröffentlicht).
Bruttoprimärproduktion
Unter Bruttoprimärproduktion versteht man die weltweit von der Vegetation der Landoberfläche aufgenommene CO2-Menge.
Bt-Protein
Ein für Fraßinsekten giftiges Protein, das vom Bodenbakterium Bacillus thuringiensis gebildet wird und seit langem als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt wird.
Bundeslebensmittelschlüssel
Datenbank für den Nährstoffgehalt (z. B. Vitamine, Mineralstoffe, Fett, Kohlenhydrate) von fast 15.000 Lebensmitteln.
C
C-Wert
Der C-Wert oder Chromatin-Wert ist ein Maß für die Größe eines Genoms.
C-Wert-Paradox
Das C-Wert Paradox steht für das Phänomen, dass bei den meisten Organismen deutlich mehr DNA im Zellkern vorhanden ist, als dies für die Speicherung der genetischen Information erforderlich ist.
C3-Pflanzen
C3-Pflanzen betreiben unter normalen Temperatur- und Lichtverhältnissen Photosynthese. Bei heißem und trockenem Wetter schließen sich die Spaltöffnungen, wodurch die Photosyntheseleitung sinkt.
C4-Pflanzen
C4-Pflanzen binden CO2 besser als C3-Pflanzen. Sie haben sich an wärmere Regionen mit höherer Lichteinstrahlung, also tropisches und subtropisches Klima angepasst.
C4-Photosynthese
Der C4-Photosynthese, eine spezielle Art der Photosynthese bei Pflanzen an trockenen Standorten, wird eine andere Art der CO2-Fixierung vorgeschaltet, die in speziellen Zellen, den Mesophyllzellen, stattfindet. Die dort enthaltenen Chloroplasten enthalten die hoch-CO2-affine Phosphoenolpyruvat-Carboxylase, kurz PEP-C. Diese bindet im Gegensatz zur Rubisco nur an CO2.
Callose
Callose ist ein Mehrfachzucker, der in Pflanzen verschiedene Funktionen hat.
Calvin-Zyklus (CO2-Fixierung)
Als Calvin-Zyklus bezeichnet man eine zyklische Folge von chemischen Umsetzungen, bei der Kohlenstoffdioxid (CO2) zu Glucose und Wasser reduziert wird.
CAM-Pflanzen
CAM-Pflanzen vermeiden starke Wasserverluste, indem sie tagsüber ihre Stomata geschlossen halten und nur nachts für die CO2-Fixierung öffen.
CAM-Photosynthese (CAM = Crassulacean Acid Metabolism)
Diese Form der Photosynthese ist an den Tag-Nacht-Rhythmus gekoppelt und findet sich nur bei Sukkulenten, also Pflanzen sehr trockener Standorte. Bei ihr wird das CO2 nachts fixiert, weil dann die Stomata weit geöffnet werden können, ohne dass ein großer Wasserverlust durch Transpiration zu befürchten ist.
Capping
Capping bezeichnet den Prozess zu Beginn der Transkription, bei dem an den Anfang der produzierten RNA ein Molekül aus einem umgebauten Guanosin-Nukleotid gebunden wird. Hierdurch wird der entstehende RNA-Strang stabilisiert.
Capsaicin
Capsaicin ist ein aus Pflanzen der Gattung Capsicum gewonnenes Alkaloid.
Carotine
Carotine sind zu den Carotinoiden gehörige Naturfarbstoffe, die in vielen farbigen Pflanzen vorkommen.
cDNA (complementary DNA)
cDNA ist eine DNA, die mittels des Enzyms reverse Transkriptase aus RNA synthetisiert wird.
Cellulose (oder auch Zellulose)
Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden und damit die häufigste organische Verbindung der Erde.
Chlorophyll
Chlorophylle sind natürliche Farbstoffe, die bei der Photosynthese u.a. für die Lichtabsorption, den Energietransfer und den Elektronentransfer verantwortlich sind.
Chloroplasten
Chloroplasten sind Organellen von Zellen in Pflanzen und Grünalgen, die Photosynthese betreiben.
Chromatin
Als Chromatin bezeichnet man einen speziellen Komplex aus DNA und Proteinen, aus dem die Chromosomen bestehen.
Chromosomen
Chromosomen sind in einer bestimmten Struktur angeordnete Makromoleküle aus DNA, die wie eine schraubig angeordnete Strickleiter aussieht. Diese Struktur wird als Doppelhelix bezeichnet.
Chromosomenaberration (Mutation)
Unter Chromosomenaberration versteht man eine zufällig auftretende Veränderung in der Struktur oder Anzahl der Chromosomen.
Chromosomensatz
Liegen im Erbgut zwei gleiche (homologe) Chromosomen vor, spricht man von einem doppelten bzw. diploiden Chromosomensatz. Liegen mehr als zwei Sätze von Chromosomen vor, spricht man von Polyploidie.
Circadiane Rhythmik
Die Circadiane Rhythmik ist ein Biorhythmus, der Einfluss auf viele Ebenen eines Organismus nehmen kann. Wie eine "innere Uhr" hilft die Rhythmik Organismen, sich auf täglich wiederkehrende Phänomene einzustellen
Cisgen
Cisgenen Ansätze bezeichnen die Neukombination von arteigenen Genen mittels gentechnologischer Methoden.
Citratzyklus und Oxidative Decarboxylierung
Der Citratzyklus ist ein zentraler Kreislauf biochemischer Reaktionen im Zellstoffwechsel, der dem oxidativen Abbau organischer Stoffe (Fette, Zucker und Aminosäuren) zum Zweck der Energiegewinnung dient.
Club of Rome
Zusammenschluss hochrangiger Industrieller, Wissenschaftler, Diplomaten und Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft, der sich über Fachgrenzen hinweg mit den langfristigen Folgen einer zunehmenden globalen Verflechtung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Systeme beschäftigt (1968 gegründet).
Co-Expression
Der Begriff Co-Expression beschreibt den Umstand, wenn zwei oder mehr Gene stets gleichzeitig exprimiert werden.
CO2-Fixierung (Carboxylierung) und Calvin-Zyklus
Als Calvin-Zyklus bezeichnet man eine zyklische Folge von chemischen Umsetzungen, bei der Kohlenstoffdioxid (CO2) zu Glucose und Wasser reduziert wird.
codogen
Der codogene Strang ist derjenige DNA-Einzelstrang der DNA-Doppelhelix eines Protein kodierenden Gens, der für die Transkription genutzt wird.
Codon
Sequenz von drei Basen der DNA oder RNA, die eine Aminosäure kodiert.
Colony Collapse Disorder
Als Colony Collapse Disorder bzw. Völkerkollaps wird das Phänomen des massiven Bienensterbens bezeichnet.
Confinement
bei Pflanzen: Biologische Maßnahmen zur Begrenzung der Ausbreitungsfähigkeit von gentechnisch veränderten Pflanzen.
Contig
Ein Contig ist ein Set sich überlappender DNA-Stücke ("reads"), die von derselben genetischen Quelle stammen.
Crossing over
Als Crossing over bezeichnet man einen Austausch von ganzen Chromosomenteilen bei der Meiose.
Cuticula
Cuticula ist eine ist eine Wachsschicht, die auf der Epidermis der Pflanzenzellen aufliegt und diese stabilisieren bzw. vor Wasserverlust schützen.
Cyanobakterien
Cyanobakterien unterscheiden sich von allen anderen Bakterien durch ihre Fähigkeit zur Photosynthese.
Cycline
Cycline sind Proteine, die Zellvorgänge während des Zellzyklus kontrollieren und diese regulieren.
Cytokinese (Zytokinese)
Cytokinese ist der Fachbegriff für die Zellteilung.
Cytokinin
Cytokinine sind eine Gruppe von Pflanzenhormonen. Sie weisen multiple Wirkungen auf Wachstum und Entwicklung von Pflanzen auf und sind als Phytohormone in jeder Pflanzenzelle vertreten.
Cytoplasma
Das Cytoplasma bezeichnet den Zellinhalt, bestehend aus dem Cytosol, dem Cytoskelett und den darin eingelagerten Organellen.
Cytoplasmatisch-männliche Sterilität (CMS)
bezeichnet bei Pflanzen die männliche Unfruchtbarkeit, die auf einer Veränderung der mitochondrialen DNA beruht.
D
De-differenzierung
Rückentwicklung oder Verlust der Spezialisierung von Zellen.
Defensin
Defensine sind Immunmoleküle in höheren Pflanzen, Tieren und Menschen, die der Abwehr von Krankheitserregern dienen.
Devon
Das Devon ist die vierte geochronologische Periode innerhalb des Paläozoikums (Erdaltertum, ältestes der drei Erdzeitalter). Es begann vor etwa 416 Millionen Jahren und endete vor etwa 359,2 Jahren.
Dissimilation
Bei der Dissimilation werden die aus der Photosynthese aufgebauten Kohlenhydrate in Stärke- und weiter in Glykosemoleküle zerlegt und abgebaut, wobei Energie freigesetzt wird.
DNA (Aufbau)
Die Desoxyribonukleinsäure (DNS, bzw. engl: deoxyribonucleic acid; DNA) ist ein in allen Lebewesen vorkommendes Makromolekül. Es besteht aus Zuckern, Phosphatgruppen (mit negativer Ladung) und sogenannten Nukleinbasen. Die DNA ist der Träger der Erbinformation.
DNA (Replikation)
Die Replikation der DNA findet bei Eukaryoten im Rahmen der Zellteilung (Mitose) statt, und zwar während der Synthese-Phase kurz bevor sich die Zelle teilt. Replikation bedeutet dabei in der Regel eine exakte Verdopplung der DNA, also des Chromosomensatzes, damit die neue Zelle die vollständige Erbinformation erhält.
DNA / Zellkern
Der Zellkern beinhaltet die Erbinformation, die in Genen organisiert und auf den sogenannten Chromosomen festgehalten ist. Die Chromosomen bestehen aus Desoxyribonukleinsäure, kurz: DNS (englisch: DNA).
DNA-Fingerprint
Als genetischer Fingerabdruck bezeichnet man eine molekularbiologische Methode, bei der aus der Erbinformation ein DNA-Profil eines Individuums (genetischer Fingerabdruck) zur Charakterisierung und Identifizierung des Organismus gewonnen wird.
DNA-Mikroarrays
Microarrays dienen der Bestimmung relativer Änderungen der Genexpression, können aber auch zur Genotypisierung eingesetzt werden.
DNA-Reparaturmechanismen
Durch DNA-Reparaturmechanismen können Zellen schadhafte Veränderungen der DNA-Struktur in einer Zelle beseitigen.
DNA-Sequenzierung
Bei der DNA-Sequenzierung wird die Basenabfolge in einem DNA-Strang bestimmt, das heißt die Reihenfolge von Adenin, Guanin,Thymin und Cytosin.
doppelhaploid
Doppelhaploide Pflanzen sind vollständig reinerbig, weil sie aus der Verdoppelung der Chromosomen von Eltern mit nur einem Chromosomensatz entstanden sind.
Dornen
Dornen sind eine Form der Blattumwandlung, bei der die Blattspreite komplett reduziert und der Blattstiel durch Sklerenchymfasern verstärkt ist.
Dosiskompensation
Ausgleich der Aktivität von Genen auf den Geschlechtschromosomen. so dass deren Produktmenge in beiden Geschlechtern gleich ist.
Düngemittel
Sammelbegriff für Stoffe und Stoffgemische, die in der Landwirtschaft und im Gartenbau genutzt werden, um das Nährstoffangebot für die Kulturpflanzen zu erhöhen.
Dunkelreaktion (Photosynthese)
Die Dunkelreaktion ist der lichtunabhängige Teil der Photosynthese, bei dem Kohlenstoffdioxid in Kohlenhydraten assimiliert wird.
E
Ediacarium
Jüngste geochronologische Periode des Proterozoikums (Erdzeitalter, in dem die Entwicklung tierischen Lebens begann). Es begann vor etwa 635 Millionen Jahren und endete vor rund 542 Millionen Jahren. Es wird vom Cryogenium unter- und vom Kambrium überlagert.
Effektorprotein
Ein Effektorprotein ist ein Eiweiß, dass an ein anderes Protein bindet und so dessen Aktivität beeinflusst. Pathogene sondern Effektorproteine ab, um das pflanzliche Immunsystem zu unterwandern.
Elastasen
Elastasen sind Enzyme, die Peptidbindungen spalten können.
Elektrode
Die Elektrode leitet Elektronen im Zusammenspiel mit einer Gegenelektrode.
Elektronen
Das leichteste elektrisch geladene Elementarteilchen.
Elektronenmikroskopie
Elektronenmikroskope projizieren einen feinen Elektronenstrahl auf ein Objekt und stellen ein Bild aus den Reflektionen her.
Elektroporation
Die Elektroporation ist eine Methode zur Erzeugung von Löchern in biologischen Membranen, mit dem Ziel, DNA in lebende Zellen einzuschleusen.
Endodermis
Die Endodermis umschließt als eine Art Schutzschicht den Zentralzylinder der Pflanzenwurzeln.
Endophyt
Lebewesen, die im Inneren des Vegetationskörpers einer Pflanze leben.
Endoplasmatisches Retikulum (ER)
Gangsystem, welches sich durch die gesamte Zelle zieht mit Bedeutung für die Proteinsynthese und Fettsäureproduktion in der Zelle.
Endoreduplikation
Verdopplung der Chromosomen im Zellkern ohne geordneten Mitoseablauf
Endosom
Endosomen sind Vesikel, die aus Einstülpungen der Zellmembran entstehen.
Endosperm
Als Endosperm wird das Nährgewebe der Samen, das den Keimling umgibt, beziehungsweise das Nährgewebe im Embryosack der Samenpflanzen bezeichnet.
Endosymbionten
Endosymbioten sind Symbionten, die innerhalb der Körperzellen eines Wirts leben.
Endosymbiontentheorie
Theorie nach der alle tierischen und pflanzlichen Zellen mit Zellorganellen durch eine Symbiose mit Bakterien entstanden sind.
Endotoxine
Endotoxine sind Zerfallsprodukte von Bakterien, die im Menschen zahlreiche physiologische Reaktionen auslösen können.
Enzyme
Enzyme (Biokatalysator) sind Proteine, die bestimmte biochemische Reaktionen beschleunigen. Aktivierungsenergien für Stoffumsetzungen werden durch Enzyme herabgesetzt.
Epidermis
Primäres Abschlussgewebe der oberirdischen Pflanzenteile bei höheren Pflanzen.
Epigenetik
Spezialgebiet der Biologie, das sich mit Zelleigenschaften befasst, die vererbt werden, aber nicht in der DNA festgelegt sind.
Epimutation
reversible Stilllegung eines Gens ohne Veränderung der DNA-Sequenz; meist durch Methylierung des Promoters.
Epiphyll (Oberblatt)
Das Epiphyll umfasst einen großen Teil des Blattes. Es besteht aus dem Blattstiel und der Blattspreite.
Epiphyt
Epiphyten oder Aufsitzerpflanzen sind Pflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen.
Epistasie
Epistasie beschreibt die Wechselwirkung mehrerer Gene bei der Ausprägung eines Merkmals.
Erbgang
Bei einem Erbgang wird versucht, die genetische Weitergabe eines Merkmals nachzuvollziehen.
Erhaltungszüchtung
Zuchtbemühungen um Ertragszuwächse zu sichern sowie um die Qualitätsmerkmale einer geschützten Sorte zu erhalten.
Escherichia Coli
Gramnegatives, säurebildendes, stäbchenförmiges Bakterium aus der Familie der Enterobacteriaceae.
Eukaryoten
Alle Lebewesen mit Zellkern und Zellmembran.
Euphorbiaceae
Die extrem vielgestaltige Pflanzenfamilie der Wolfsmilchgewächse ist in etwa 240 Gattungen und 6000 Arten unterteilt. Bekannte Arten sind beispielsweise der Weihnachtsstern, Christusdorn, Kautschukbaum, Wunderbaum, Maniok und die Springbohne.
Eutrophierung (Überdüngung)
Eutrophierung bezeichnet die Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem oder Ökosystemteil
Evolution und Evolutionsfaktoren
Evolution beschreibt die Veränderung des Genpools einer Population durch bestimmte Faktoren.
Expressionsplasmid
Expressionsplasmide sind speziell konstruierte Klonierungsvektoren, die nach Einbringen in eine Zelle die Transkription und Translation des in den Vektor klonierten Gens erlauben.
Exprimieren
In einer Zelle werden bestimmte Gene aktiviert, um Proteine für bestimmte Aufgaben innerhalb der Zelle zu synthetisieren.
Extensin
Extensine sind Glykoproteine der pflanzlichen Zellwand und werden mit der Zellstreckung oder Erweiterung (Extension) in Verbindung gebracht.
Extrachromosomale Vererbung
Extrachromosomale Vererbung bedeutet, dass bei einigen Zellorganellen wie Mitochondrien und Plastiden, die ein eigenes Genom besitzen, dieses unabhängig von den Chromosomen im Zellkern durch einfache DNA-Replikation vererbt wird.
F
F2-Generation
Die aus der Kreuzung zwei Elternpflanzen hervorgegangen Populationen werden nach dem Verwandtschaftsabstand zu ihren Eltern bezeichnet: Die direkten Nachkommen bilden die F1-Generation, deren Nachkommen wiederum die F2-Generation, usw.
Fangorgane
Fangorgane sind Fangeinrichtungen verschiedener Form (Kannen, Trichter, Fallen), mit denen Pflanzen Insekten anlocken, fangen und verdauen. Viele Epiphyten können in ihren Blättern auch Niederschlag in Form von Nebel oder Tau sammeln. Fangorgane dienen somit der Nährstoff- und Wassergewinnung.
Feldforschung
Empirische Methode der Erforschung von Organismen in ihrem natürlichen Lebensraum.
Fermenter
In einem Fermenter oder Bioreaktor werden bestimmte Mikroorganismen, Zellen oder kleinere Pflanzen unter möglichst optimalen, gesteuerten Bedingungen kultiviert oder fermentiert, d.h. mit Hilfe von Bakterien, Pilzen oder beigefügten Enzymen vergoren.
Fischer-Tropsch-Synthese
Großtechnisches Verfahren zur synthetischen Gewinnung von Treibstoff.
Flavonoide
Die Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Ihnen wird eine gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben.
Florigen
Florigen ist ein Pflanzenhormon, das abhängig von der Tageslänge in Blättern produziert und anschließend zur Spitze der Sprossachse transportiert wird, um dort die Blütenbildung einzuleiten.
Fluorescence activated cell sorting (FACS)
Das Prinzip beruht auf der Durchflusszytometrie, bei der in Lösung befindliche Zellen durch Kapillare gepresst werden, so dass sich nach großer Wahrscheinlichkeit in einem Tropfen jeweils eine Zelle befindet.
Fluoreszenz
Als Fluoreszenz wird die spontane Emission von Licht bezeichnet, die beim Übergang eines elektronisch angeregten Systems zurück in einen Zustand niedrigerer Energie erfolgt.
Förster-Resonanzenergietransfer (FRET)
Im Rahmen des nach Theodor Förster benannten Förster-Resonanzenergietransfers wird die Energie eines angeregten Farbstoffes, auch Donor genannt, auf einen zweiten Farbstoff, auch Akzeptor genannt, übertragen.
Fosmid
Fosmid ist ein bakterielles F-Plasmid. Wie Plasmide ist auch ein Fosmid eine zirkuläre DNA Struktur.
Fremdbefruchtung (Allogamie)
Fremdbefruchtung (Allogamie) ist die Übertragung des Pollens mit den darin befindlichen Spermazellen auf die empfänglichen weiblichen Blütenteile einer anderen Blüte.
Frucht
Als Frucht wird die Blüte im Zustand der Samenreife bezeichnet. Sie schützt die Samen bis zu ihrer Freisetzung und dient der Verbreitung der Samen, indem sie die Samen bei Reife verstreut oder zusammen mit den Samen verbreitet wird.
Fruchtfolge
Reihenfolge der auf einer landwirtschaftlichen Fläche angebauten Nutzpflanzenarten in aufeinanderfolgenden Jahren
funktionelle Lebensmittel
Lebensmittel mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen
Funktionelle Pflanzengruppe
Gruppe einer Pflanzenart, die ihre Nahrungsenergie auf ähnliche Weise gewinnt und daher im Ökosystem eine bestimmte Rolle einnimmt. In der Regel ist auch die Wuchsform vergleichbar.
Fusarien
sind eine Schimmelpilz-Gattung.
G
Gain-of-function-Mutation
Eine „Gain-of-function“-Mutation verändert das Genprodukt so, dass es eine neue, abnormale Funktion erhält.
Gameten
Gameten (bzw. Geschlechtszellen oder Keimzellen) stehen für den zusammenfassenden Begriff von Samenzellen und Eizellen.
Gametophyt
Gametotypen erzeugen Geschlechtszellen (Gameten). Sie sind eine Erscheinungsform von Pflanzen mit Generationswechsel. Pflanzenarten mit Generationswechsel existieren in mindestens zwei Erscheinungsformen: dem Gametophyt und dem Sporophyt.
Gärung
Gärung bezeichnet die Fähigkeit von Pflanzen und Mikroorganismen, auch bei Sauerstoffmangel Energie aus Kohlenhydraten zu gewinnen.
Gaschromatographie
Die Gaschromatographie (GC) ist eine Analysenmethode zum Auftrennen von Gemischen in einzelne chemische Verbindungen.
Gefäßpflanzen
Gefäßpflanzen bestehen aus Wurzeln, Sprossachsen und Blättern. Sie unterscheiden sich gegenüber Moosen durch ihr stabiles Röhrensystem für den Wassertransport in den Leitbündeln der Sprossachse.
Gelelektrophorese
Die Geleketrophorese dient dazu, unterschiedliche Moleküle voneinander zu trennen.
Gen (Aufbau)
Ein Gen ist ein definierter Abschnitt des DNA-Stranges, der ein Protein (Eiweiß) beschreibt.
Genannotation
Computergestützte Vorhersage der Genfunktionen zuvor analysierter Gensequenzen.
Genbank
Einrichtung zur Sammlung von Nutzpflanzen bzw. allgemein von gefährdeten Arten mit dem Ziel, genetisches Material für künftige Neuzüchtungen oder gentechnische Anwendungen zu bewahren und dieses nutzbar zu machen.
Gendrift
Gendrift tritt auf, wenn durch zufällige äußere Einflüsse (Naturkatastrophe, Krankheit) ein Teil der Population weg bricht und mit ihr verschiedene Erbfaktoren.
Genetic Imprinting (genetische Prägung)
Elternspezifische Ausprägung von Genen. Die Expression (Link Wissen) der Genen hängt vom elterlichen Ursprung ab.
genetische Variabilität (Varianz)
Die genetische Variabilität (Varianz) beschreibt die Bandbreite der phänotypischen Ausprägungen eines Gens bei Lebewesen.
genetischer Fingerabdruck
Als genetischer Fingerabdruck bezeichnet man eine molekularbiologische Methode, bei der aus der Erbinformation ein DNA-Profil eines Individuums (genetischer Fingerabdruck) zur Charakterisierung und Identifizierung des Organismus gewonnen wird.
Genexpression
Die Genexpression (oder Proteinbiosynthese) ist die Herstellung eines Proteins oder Polypeptids in Lebewesen durch die Umsetzung der in der DNA gespeicherten Informationen.
Genkanone
Mit einer Genkanone kann DNA in Zellen eingeschleust werden.
Genkarte
Einer Genkarte ist die lineare Anordnung der Gene im Genom eines Organismus zu entnehmen.
Genkopplung
Werden zwei oder mehr Gene meist gemeinsam vererbt, spricht man davon, dass sie gekoppelt sind.
Genlocus / Locus
Der Locus oder Genlocus ist die physische Position eines Gens im Genom.
Genom (Erbgut)
Das Genom eines Organismus bezeichnet die Gesamtheit aller vererbbaren Informationen einer Zelle, die für die jeweilige Art typisch sind.
Genomweite Assoziationsstudien
Assoziationsstudien stellen eine Verbindung zwischen bestimmten Krankheiten oder anderen Merkmalen und Chromosomen-Abschnitten her.
Genotyp
Der Genotyp stellt die Gesamtheit der Gene eines Organismus dar.
Genpool
Die Gesamtheit der Erbanlagen aller Individuen einer Population.
Genregulation
Genregulation kontrolliert, welches Gen wann, wo und in welchem Umfang exprimiert (abgelesen) wird.
Gentechnik
Gentechnik bezeichnet Verfahren, mit denen gezielt in das Erbgut eines Lebewesens eingegriffen wird.
Gentechnisch veränderter Organismus (GVO)
"Gentechnisch verändert“ ist ein Organismus, dessen genetisches Material in einer Weise verändert worden ist, wie sie unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt.
Gentechnische Verfahren
Methoden und Verfahren, die auf den Kenntnissen der Molekularbiologie und Genetik aufbauen und so gezielte Eingriffe in das Erbgut von Lebewesen ermöglichen.
Gentherapie
Gentherapie bezeichnet das Einfügen von Genen in Zellen eines Individuums zur Behandlung von Erbkrankheiten bzw. Gendefekten.
Gentransfer
Als Gentransfer wird die Übertragung von Genen von einem Organismus auf einen anderen bezeichnet. Man unterscheidet zwischen horizontalem Gentransfer und vertikalem Gentransfer.
Glaucophyta
Die Glaucophyta sind eine Gruppe einzelliger, begeißelter Süßwasseralgen.
Glucosinolate (Senfölglycoside)
sind schwefel- und stickstoffhaltige chemische Verbindungen, die aus Aminosäuren gebildet werden.
Glykolyse
Als Glykolyse bezeichnet man den schrittweisen Abbau von Monosacchariden wie der D-Glucose (Traubenzucker). Sie ist ein zentraler Prozess beim Abbau von Kohlenhydraten im Organismus von Pflanzen, Tieren und Pilzen.
Glykoprotein
ist ein Eiweiß, an das ein oder mehrere Zuckergruppen bivalent gebunden sind.
Glykosylierung
Enzymatische oder chemischen Reaktionen, bei denen langkettige Zuckermoleküle an Proteine oder Lipide gebunden werden.
Glykosyltransferasen
Glykosyltransferasen sind Enzyme (Katalysatoren biochemischer Reaktionen), die Zucker auf andere Moleküle übertragen.
Goldener Reis
Goldener Reis (Golden Rice) ist Reis, der mit Betakarotin (Provitamin A) angereichert wurde, um Vitamin A-Mangel zu lindern.
Golgi-Apparat
Der Golgi-Apparat ist ein membranumschlossener Hohlraum im Cytoplasma, der wichtige Funktionen beim Zellstoffwechsel übernimmt: Er empfängt Proteine vom ER und baut diese um und ist an der Zelluloseproduktion beteiligt.
Grundlagenforschung
Die erkenntnisorientierte und zweckfreie Forschung legt die Grundlagen für weitergehende Forschung. Sie hat keine wirtschaftlichen Zielsetzungen.
Grundnahrungspflanzen
Grundnahrungspflanzen sind Kulturpflanzen die von Menschen typischerweise als Grundnahrungsmittel gegessen werden um einen Großteil ihres Energiebedarfs zu decken.
Grüne Blattduftstoffe
Grüne Blattduftstoffe sind flüchtige chemische Verbindungen, die bei mechanischer Verletzung von Pflanzenteilen frei werden und als Abwehrmechanismen für die Pflanze fungieren.
Grüne Revolution
Die Grüne Revolution wurde in den 1960iger Jahren eingeläutet, um die Ernährung der stark wachsenden Bevölkerung sicherzustellen. Vor allem erfolgte eine Umstellung auf Monokulturen und auf Hochleistungssaatgut.
Gurkenmosaikvirus
Das Gurkenmosaikvirus (Cucumber mosaic virus, CMV) ist ein sehr häufig auftretendes Pflanzenvirus.
H
Haare (Trichome)
Als Trichome bezeichnet man haarähnliche Strukturen bei Pflanzen, die sehr unterschiedliche Funktionen ausüben können.
Habitat/Habitatverlust
Habitat ist ein charakteristischer Wohn- oder Standort, den eine Art besiedelt.
Haftwurzeln
Haftwurzeln dienen der Pflanze zum Erklimmen und zur Befestigung an senkrechten Flächen.
Haplotyp
Abkürzung für „haploider Genotyp“. Der Haplotyp ist die Variante einer Nukleotidsequenz auf ein und demselben Chromosom im Erbgut eines Lebewesens.
Haustorium
Ist ein Saugorgan zur Nährstoffaufnahme bei Pflanzen oder Pilzen.
Hefe
Hefen sind einzellige Pilze, die sich durch Sprossung oder Teilung (Spaltung) vermehren
Helferzellen
Zusätzliche Zellen bei Blütenpflanzen innerhalb des Embryosacks.
Hemicellulose
Hemicellulose ist ein in pflanzlicher Biomasse vorkommender Vielfachzucker
Herbizid
Chemisches Mittel, mit dem in der Landwirtschaft Unkräuter oder uner-wünschte Konkurrenzpflanzen bekämpft werden.
Heritabilität
Die Heritabilität beschreibt, welche Anteile innerhalb der phänotypischen Ausprägung einer Population durch genetische Faktoren bestimmt wurde.
Heterodimer
Ein Heterodimer ist ein Molekül oder ein Molekülverbund, der aus zwei unterschiedlichen Untereinheiten, den sog. Monomeren, besteht.
Heterosis
Besondere Leistungsfähigkeit von Nachkommen, welche über dem Niveau der Eltern liegt.
Heterosiseffekt
bezeichnet die ausgeprägte Leistungsfähigkeit von Hybriden, d.h. von Mischlingen zweier Inzuchtlinien.
Heterozygotie/Homozygotie
Als Heterozygotie bezeichnet man die Mischerbigkeit in Bezug auf ein genetisches Merkmal. Ein Individuum, das zwei Chromosomensätze (diploid) besitzt, ist heterozygot in Bezug auf ein Merkmal, wenn ein Gen in diesen Chromosomensätzen in zwei verschiedenen Allelen vorliegt.
Histone
Histone sind Proteine, die als Bestandteile des Chromatins für die „Verpackung“ der DNA zuständig sind. Sie sind auch essentiell für die Expression mancher auf ihr codierter Gene.
Hochblätter (Brakteen)
Hochblätter sind Blätter, die zur Anlockung von Insekten farbig ausgestaltet sind.
Homologe Gene
Gene, die in der Sequenz ihrer Basenpaare eine hohe Übereinstimmung aufweisen und mutmaßlich aus einer Ursequenz hervorgegangen sind.
Homologe Rekombination
Als homologe Rekombination bezeichnet man einen Mechanismus, mit dem Organismen Brüche in homologen, doppelsträngigen DNA-Molekülen reparieren können.
homöotisch
Als homöotisch werden Gene bezeichnet, die im Falle ihrer Mutation dazu führen, das Organstrukturen teilweise oder vollständig umgewandelt werden.
Homorrhizie (Wurzelsysteme)
Homorrhizie meint ein faseriges, dichtes Netz gleichrangiger Wurzeln
Horizontaler Gentransfer
Als Horizontaler Gentransfer oder auch Lateraler Gentransfer wird eine Übertragung von Genen außerhalb der geschlechtlichen Fortpflanzung bzw. über Artgrenzen hinweg bezeichnet
HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie)
ist eine sensitive, analytische Methode aus der Chemie zur Identifizierung und Quantifizierung von Stoffen.
Hybridzüchtung (Züchtungsmethode)
Hybridzüchtung meint die Kreuzung von Individuen nah verwandter Zuchtlinien bzw. Arten
Hydathoden
Hydathoden sind Drüsenzellen, die in der Lage sind, aktiv Wasser abzuscheiden, um den Transpirationsstrom aufrecht zu erhalten.
hygromorphe Blätter
Hygromorphe Blätter erleichtern der Pflanze an immerfeuchten Standorten die Transpiration
Hyphe
Hyphen sind fadenförmige Zellen von Pilzen, die der Nährstoff- und Wasseraufnahme dienen.
Hyponastie
Hyponastie bezeichnet des verstärkte Wachstum eines Pflanzenteils an der Unterseite.
Hypophyll (Unterblatt)
Das Unterblatt ist der Teil des Blattes, der in Kontakt zur Sprossachse bzw. zum Zweig steht.
I
in vitro
organische Vorgänge oder Experimente, die außerhalb des lebenden Organismus stattfinden oder durchgeführt werden.
in vivo
organische Vorgänge oder Experimente, im lebenden Organismus stattfinden oder durchgeführt werden.
Inhibitor
Hemmstoff, also eine Substanz, die eine oder mehrere Reaktionen so beeinflusst, dass sie verlangsamt, gehemmt oder verhindert werden. In der Biochemie hemmen Inhibitoren vor allem Enzymreaktionen. In der Regel sind solche Hemmungen reversibel. Bei Vergiftungen können die Hemmungen jedoch irreversibel sein und damit zu entsprechenden Spätfolgen bis hin zum Tod führen.
Insektizide
Substanzen, die Insekten und deren Entwicklungsstadien abtöten sollen und sowohl in der Landwirtschaft als auch zum Vorrats- und Materialschutz sowie im Hygienebereich angewendet werden.
Insertionslinien
Mutanten, in denen ein bestimmtes Gen aufgrund des Einbaus (Insertion) eines Fremdgens nicht mehr funktional ist (Knock-out Mutanten).
Instandsetzungslinie
Eine Instandsetzungslinie oder Restorer-Linie dient in der Hybridzüchtung dazu, die Fruchtbarkeit in Linien mit cytoplasmatischer männlicher Sterilität wiederherzustellen.
Insulinempfindlichkeit
Empfindlichkeit der Körperzellen bzw. der Insulinrezeptoren gegenüber Insulin. Eine geringe Insulinempfindlichkeit wird als Insulinresistenz bezeichnet.
Interaktom
Gesamtnetzwerk aller molekularen Wechselwirkungen in einer Zelle. Meist wird dieses jedoch speziell auf Proteine bezogen.
Intron
Als Introns werden die nicht codierenden Abschnitte der DNA innerhalb eines Gens bezeichnet.
Inverted repeat
Als einen inverted repeat (or IR) bezeichnet man eine Nukleotidsequenz, die entgegengesetzt komplementär zu einer weiter unten im Genom liegenden Nukleotidsequenz ist.
Inzuchtdepression
Inzuchtdepression beschreibt den Verlust genetischer Fitness durch fortwährendes Einkreuzen von Individuen der gleichen Abstammungslinie.
Inzuchtlinie
Eine Inzuchtlinie ist die aus Inzucht hervorgegangene nahezu reinerbige Nachkommenschaft einer Pflanze, deren reinerbige Vermehrung möglich ist, so dass ihre Merkmale auch in den Folgegenerationen erhalten bleiben.
Ionen
Elektrisch geladene Atome oder Moleküle
Isotope
Nuklide, deren Atomkerne gleich viele Protonen haben, aber deren Anzahl an Neutronen unterschiedlich ist.
J
Jasmonsäure
Phytohormon, also eine biochemisch wirkende, pflanzeneigene organische Verbindung, die als Botenstoff Wachstum und Entwicklung der Pflanzen steuert und koordiniert.
Joint Linkage Association Mapping
Das Joint Linkage Association Mapping vereint zwei unterschiedliche Kartierungstechniken für Gene: das Linkage Mapping und das Association Mapping.
Jungpaläolithikum
Späte Frühsteinzeit, dauerte etwa von 40.000 bis 8.000 Jahre v. Chr.
K
Kalium-Ionen-Kanal
Transmembranprotein, das speziell Kaliumionen das Durchqueren einer Biomembran ermöglicht. Sie werden von den Transportproteinen unterschieden, die aktiv unter Energieverbrauch den Ionentransport über Ionenkanäle ermöglichen. Der Transport von Kaliumionen erfolgt passiv durch Difussion.
Kambium
Wachstumsschicht im Spross aus teilungsfähigen Zellen bzw. Bildungsgewebe in pflanzlichen Stängeln und Wurzeln.
Katalysator
Katalysatoren beschleunigen die Reaktionsgeschwindigkeit von chemischen Reaktionen. Ohne Katalysatoren würden diese Reaktionen nicht oder nur stark verlangsamt ablaufen.
Keimruhe (Dormanz)
Der Begriff Keimruhe bezeichnet eine Form der Entwicklungsverzögerung bei Pflanzen, die das vorzeitige Keimen der Samen unter ungünstigen Bedingungen verhindert.
Keimung (der Samen)
Als Keimung bezeichnet man den Beginn der Entwicklung des Samens. Sie umfasst den Wachstumsprozess des im fruchtbaren Samen befindlichen Embryos vom Austritt der Keimwurzel bis zur vollständigen Ausbildung des Keimlings.
Kelchblätter
Kelchblätter (Sepalen) sind die äußeren Blütenhüllblätter
Kinase
Gruppe von Enzymen (Biokatalysatoren), die Phosphat-Moleküle übertragen.
Klee
Klee (Trifolium) zählt zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).
Kleistogamie
Kleistogamie ist eine Form der pflanzlichen Selbstbestäubung in noch geschlossenen Blüten.
Klimaszenarien
Klimaszenarien sind Versuche, das künftige Klima auf Basis statistischer Durchschittswerte über größere Räume und Zeitabschnitte abzuschätzen
Klimmsprosse
Klimmsprosse sind lange Triebe, mit deren Hilfe sich Pflanzen wie z.B. Bromeeren und Kletterrosen an Stützen wie Felsen, Gebäuden, Zäunen verankert
Klone
Als Klone bezeichnet man genetisch identische Nachkommen, die natürlich oder künstlich erzeugt werden und nicht durch geschlechtliche Fortpflanzung entstehen
Klonzüchtung (Züchtungsmethode)
Klonzüchtung ist eine Züchtungsmethode, bei der Pflanzen vegetativ, d.h. ungeschlechtlich z.B. durch Setzlinge, vermehrt werden.
Knock-out-Mutation
Als Knockout-Mutation bezeichnet man die dauerhafte Veränderung des Erbguts eines Organismus durch die gezielte vollständige Abschaltung eines oder mehrerer Gene.
Koevolution
evolutionärer Prozess der wechselseitigen Anpassung zweier stark interagierender Organismen
Koexistenz
Nebeneinander von landwirtschaftlichem Anbau mit und ohne gentechnisch veränderte Pflanzen.
Kohlenhydrate
große Gruppe organischer Verbindungen, die durch die Photosynthese in Pflanzen gebildet wird.
Kombinationsfähigkeit
Kombinationsfähigkeit bezeichnet in der Pflanzenzüchtung die Fähigkeit von Elternpflanzen, sich zu kreuzen und vorteilhafte Gene und Eigenschaften an ihre Nachkommen weiterzugeben.
Kombinationszüchtung (Züchtungsmethode)
die heutzutage häufigste Zuchtform und eine Weiterführung der Selektionszüchtung.
Komplexe Proteine
Der räumliche Aufbau von Proteinen wird von der Primärstruktur, die von der Abfolge der einzelnen Aminosäuren gekennzeichnet ist, über die Sekundär- bis hin zur Tertiärstruktur immer komplexer.
Konventioneller Landbau
Der konventionelle Landbau ist die am weitesten verbreite Wirtschafsform in der Landwirtschaft.
Kornfüllungsphase
Einlagerung von Stärke während der Kornreife
Kortex
bezeichnet die Rinde einer Pflanze.
Kreuzungszüchtung
Bei der Kreuzungszüchtung werden Pflanzen verschiedener Linien miteinander gepaart.
Kriechsprosse (Stolonen)
Stolonen sind Ausläufer oder Kriechsprosse einer Pflanze, die aus Seitensprossen hervor gehen. Sie können ober- oder unterirdisch liegen und dienen der Pflanze zur vegetativen Vermehrung.
Kronblatt
Blatt der inneren Blütenhülle in der Blüte von bedecktsamigen Pflanzen
Kulturpflanze
Im Gegensatz zur Wildpflanze, eine vom Menschen angebaute, gepflegte und gezüchtete Pflanze.
L
Lamarckismus
Theorie, dass Organismen Eigenschaften vererben können, die sie im Laufe ihres Lebens erworben haben.
Landsorte
Genetisch uneinheitlicher Formenkreis einer Kulturpflanze.
Lebenszyklus einer Pflanze
Der Generationswechsel ist eine spezielle Form der Fortpflanzung, bei der sich geschlechtliche Phase und ungeschlechtliche Phase miteinander abwechseln.
Leguminosen
Die Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae), auch Leguminosen genannt, sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien und gehören zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales).
Leitbündel
Die Leitbündel sind für den Ferntransport von Wasser und/oder Nährstoffen zuständig und reichen von der Wurzel über die Sprossachse bis hin zu den Blättern.
Licht
Die energiereiche Lichtteilchen der Sonne sind eine Grundlage jeden Lebens auf der Erde. Sie werden von grünen Pflanzen mittels Photosynthese als chemische Verbindungen gespeichert. Zudem sind für einige chemische Prozesse bestimmten Temperaturen notwendig.
Lichtreaktion (Photosynthese)
Die Lichtreaktion ist der Teil der Photosysteme, bei dem die Chlorophyllmoleküle durch Lichtabsorption in einen höheren energetischen Zustand gebracht werden, der in der Aussendung eines Elektrons resultiert.
Lignin
Bei Ligninen handelt es sich um feste Stoffe, die in die pflanzliche Zellwand eingelagert werden.
Lignocellulose
Lignocellulose bildet die Zellwand verholzter Pflanzen und dient ihnen als Strukturgerüst.
Limabohne
Phaseolus lunatus, auch Mondbohne genannt, ist genetisch mit der wilden Form der grünen Gartenbohne aus dem Amazonasgebiet verwandt.
Linkage Mapping
Das Linkage Mapping ist eine Technik zur Kartierung von Genen. Es beschreibt, wie häufig zwei Merkmale gemeinsam vererbt werden.
Lipoproteine niedriger Dichte
LDL dienen als Transportvehikel im Blutplasma für wasserunlösliche Substanzen, darunter Cholesterin.
Locus / Genlocus
Der Locus oder Genlocus ist die physische Position eines Gens im Genom.
Luftwurzeln
Luftwurzeln dienen Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) zur Wasser- und Nährstoffaufnahme aus der Luft sowie teilweise auch zur Fixierung auf dem Substrat.
Lupinen
sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae).
Lymphozyten
Lymphozyten sind die kleinsten weißen Blutkörperchen (Leukozyten).
M
Maiszünsler
Der Maiszünsler ist ein Kleinschmetterling. Er gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Maisschädlingen weltweit.
Marker gestützte Selektion
MAS ist eine Methode der Pflanzenzüchtung, bei der Pflanzen mit den gewünschten Eigenschaften genetisch untersucht und dann gezielt selektiert und miteinander gekreuzt werden.
Massenspektrometrie
Die Massenspektrometrie bestimmt die Masse von Teilchen, wodurch sie näher bestimmt werden können.
Megabasenpaare
Längeneinheit für größere DNA-Abschnitte (1.000 Basenpaare).
Meganukleasen
Meganukleasen sind Restriktionsenzyme, die auf einen einzelnen Ort im Genom einer Pflanzenzelle gerichtet werden können.
Meiose
Die Meiose ist eine Form der Zellkernteilung, bei der die Chromatiden nicht dupliziert werden. Sie ist Voraussetzung für die geschlechtliche Fortpflanzung.
Membranen
Membranen dienen als Trennschicht zwischen verschiedenen Bereichen innerhalb einer lebendigen Zelle oder auch zwischen dem Inneren einer Zelle und dem Zellaußenraum (Zellmembran).
Mendelsche Regeln
Die mendelschen Regeln beschreiben, wie die Vererbung von Merkmalen abläuft, deren Ausprägung von (nur) einem Gen bestimmt wird.
Meristem
Bildungsgewebe, das aus undifferenzierten Zellen besteht. An diesen Stellen findet Wachstum statt. Meristeme finden sich an am äußersten Ende der Sprossspitzen (Sprossapikalmeristeme), am äußersten Ende der Seitensprossen (Subkutalmeristem) sowie an den wurzelspitzen (Wurzelapikalmeristeme).
Mesophyll
Mesophyll bezeichnet die Gesamtheit des zwischen der oberen und unteren Oberhaut liegenden Grundgewebes der pflanzlichen Blätter, mit Ausnahme der Leitbündel.
messenger RNA
Messenger RNA verschlüsseln die Erbinformation einzelner Gene und werden aus dem Zellkern zum Ort der Proteinsynthese getragen.
Metabolismus
Fachbegriff für Stoffwechsel, steht für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus sowie die Abgabe von Stoffwechselprodukten an die Umgebung.
Metabolit
Ein Metabolit ist ein Zwischenprodukt in einem, meist biochemischen Stoffwechselvorgang.
Metabolom/Metabolomik
Ein Metabolom verzeichnet alle kleinen Moleküle (im Gegensatz zu DNA, RNA oder Proteinen) eines Organismus bzw. eines bestimmten Gewebes eines Organismus.
Metagenomik
Mit molekularbiologischen Methoden soll die Gesamtheit der Mikroorganismen eine Biotops zu erfasset werden.
Methylierung
Regulatorischer Prozess, welcher die Aktivität von Genen steuert.
MicroRNA (miRNA)
MicroRNAs sind kleine RNA-Moleküle, die nicht aus einer auseinander geschnipselten Fremd-RNA entstanden, sondern extra codiert werden.
Mikrohabitat
Als Mikrohabitat wird ein kleinräumig oder speziell abgegrenzter charakteristischer Lebensraum einer Art bezeichnet.
Mikronährstoffe
Mikronährstoffe sind essentielle Stoffe, die pflanzliche und tierische Organismen aufnehmen müssen, ohne dass sie Energie liefern.
Mikroorganismen
Ein Sammelbegriff für Kleinstlebewesen wie Bakterien, Mikroalgen, Pilze oder Viren; auch "Mikroben" genannt.
Mikrosom
Mikrosome sind etwa 100 Nanometer durchmessende, membranumhüllte Vesikel in der Zelle, die vom endoplasmatischen Retikulum her stammen.
Mineraldünger
Mineraldünger sind Düngemittel, welche einen oder mehrere Pflanzennährstoffe wie Stickstoff, Phosphat, Kali, Kalk oder Magnesium aus mineralischem oder synthetischem Ursprung in anorganischer Bindung enthalten.
Minimal Tiling Path (MTP)
BACs, die bei minimaler Überlappung ausreichen, um ein Contig abzudecken.
Mischkultur
Bei einer Mischkultur handelt es sich um den gleichzeitigen Aufwuchs mehrerer Nutzpflanzenarten auf gleicher Fläche.
Mitochondrien
Kraftwerke der Zelle, in denen ein Großteil der Atmungskette abläuft.
Mitose
Mitose bezeichnet die der Zellteilung bei Eukaryoten vorausgehende Teilung des Zellkerns. Sie hat die Aufgabe, die genetische Information der Zelle in unveränderter Form an beide Tochterzellen weiterzugeben.
Modifikation
Der Begriff Modifikation beschreibt phänotypische Veränderungen aufgrund von Umwelteinflüssen (also genotypunabhängig).
Molecular Pharming (oder Molecular Farming)
Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen als Produktionsplattform für z.B. nachwachsende Rohstoffe, Feinchemikalien oder Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimitteln.
Molekulare Marker
Molekulare Marker sind eindeutig identifizierbare, kurze DNA-Abschnitte, deren Ort im Genom bekannt ist.
Molybdän
Chemisches Element mit dem Elementensymbol Mo und der Ordnungszahl 42. Es zählt zu den Übergangsmetallen.
Monoklonale Antikörper
Antikörper sind Proteine, die im Immunsystem körperfremde Stoffe, sogenannte Antigene erkennen und an diese binden können, so dass der Organismus diese gezielt bekämpfen kann.
Monokultur
Unter Monokultur versteht man die regionale Konzentration der Markterzeugung in der Landwirtschaft auf ein Produkt.
mRNA (messenger RNA)
mRNA (messenger RNA) verschlüsseln die Erbinformation einzelner Gene und werden aus dem Zellkern zum Ort der Proteinsynthese getragen.
Mutante
Genetisch verändertes Lebewesen, hervorgerufen durch eine Mutation.
Mutation
Mutation beschreibt die zufällige, strukturelle Veränderung eines Gens oder Chromosoms.
Mutationszüchtung (Züchtungsmethode)
Bei der Mutationszüchtung wird Saatgut gezielt Röntgenstrahlung ausgesetzt, um durch die zufällig entstehenden Mutationen neue Genvariationen mit eventuell neuen, positiven Eigenschaften hervorzubringen.
Mutualismus
Mutualismus bezeichnet eine Wechselbeziehung zwischen Lebeweisen zweier Arten zum beiderseitigen Nutzen.
Mykorrhiza
Mykorrhiza bezeichnet eine Form der Symbiose von Pilzen und Pflanzen, bei der ein Pilz mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Kontakt steht.
Mykorrhizapilz
Bodenpilz, der den Wurzelraum von Nutz- und Wildpflanzen besiedelt, wobei es zu einem Stoffaustausch kommt.
Mykotoxine
Mykotoxine sind sekundäre Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze.
Myzel
Die Gesamtheit der fadenförmigen Zellen eines Pilzes.
N
Nachhaltige Entwicklung
Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.
Nachtschattengewächse
Die Nachtschattengewächse (Solanaceae) sind eine Familie der Bedecktsamigen Pflanzen.
Nachwachsende Rohstoffe
Biomasse die stofflich oder energetisch genutzt wird.
NADPH
In lebenden Zellen liefert Adenosintriphosphat (ATP) die Energie für die Photosynthese und die CO2-Reduktion. Das Koenzym Nicotinamidadenindinukleotidphosphat (NADPH) fungiert dabei als Wasserstoffspender und wird zu NADP+ oxidiert.
Nährstoff- / Wasseraufnahme und -transport
Die Nährstoff- / Wasseraufnahme und der -transport in Pflanzen erfolgt über ein Leitungssystem.
Naturwaldreservat
begrenztes Waldgebiet, das forstwirtschaftlich nicht mehr verändert wird, sondern seiner natürlichen Entwicklung überlassen bleibt
NDVI
NDVI steht für "normalized difference vegetation index" (auch „normalized density vegetation index), zu Deutsch: „normalisierter differenzierter Vegetationsindex“. Er ist der wohl am häufigsten angewandte Vegetationsindex und wird auf der Basis von Satellitenbilddaten errechnet. Mit seiner Hilfe lassen sich schnell mit Vegetation bedeckte Bereiche auf der Erdoberfläche und deren Beschaffenheit identifizieren.
Nekrotroph
Nekrotrophe Pilze oder Bakterien ernähren sich parasitär von den abgestorbenen Zellen ihres Wirtes
Nektarium
Drüsengewebe von Blütenpflanzen, das den Blütennektar ausscheidet.
Neophyten
Pflanzen, die unter bewusster oder unbewusster, direkter oder indirekter Mithilfe des Menschen nach 1492 (Jahr der Entdeckung Amerikas) in ein Gebiet gelangt sind, in dem sie natürlicherweise nicht vorkommen.
Neotropen/Neotropis
Die Tropen der „Neuen Welt“ umfassen das Festlandsgebiet Mittel- und Südamerikas einschließlich der südlichen außertropischen Gebiete sowie Westindien.
Nicht-Zielorganismen
Tiere und Pflanzen, die keine Zielorganismen für bestimmte Pflanzenschutzmaßnahmen sind.
Nozizeptor
Ein Nozizeptor ist ein Rezeptor, welcher auf drohende oder eingetretene Verletzungen des Körpergewebes reagiert.
Nukleotid
Grundbaustein der Nukleinsäuren DNA und RNA
O
Ökologischer Landbau
Ökologischer Landbau ist eine besonders umwelt- und ressourcenschonende Form der Landwirtschaft.
Ökosystem
Mehr oder weniger abgegrenzte ökologische Funktionseinheit aus belebten und unbelebten Komponenten.
Ökosystem-Dienstleistung
Funktionen in Ökosystemen können auch einen Nutzen für den Menschen haben. Dann werden sie Dienstleitungen genannt.
Ökosystem-Funktion
Die Funktion, die ein Ökosystem durch seine komplexe Struktur für sich und seine Umwelt erfüllt.
Ökotyp
Durch Selektion an besondere ökologische Lebensbedingungen angepasste Population einer Art.
Oligomere
Sind Moleküle, die aus mehreren strukturell gleichen oder ähnlichen Einheiten aufgebaut sind.
Oligonukleotide
sind aus wenigen Nukleotiden aufgebaute Oligomere.
Ontogenie
Ontogenese oder Ontogenie bezeichnet im Gegensatz zur universellen Stammesgeschichte (Phylogenese), die individuelle Entwicklung, also die Entwicklung des einzelnen Lebewesens von der befruchteten Eizelle zum erwachsenen Lebewesen.
Operon
Funktionseinheit der DNA aus Promoter, Operator und mehreren Genen, die für funktionsverwandte Proteine kodieren; kommt vor allem bei Prokaryoten vor.
Organell
Strukturell abgrenzbarer Bereich einer Zelle mit einer besonderen Funktion.
Organogenese
Organogenese ist der Prozess der Organbildung.
Orthologe Gene
Orthologe Gene sind Gene die in verschiedenen Organismen (z.B. Mensch, Fliege, Maus, Sonnenblume) vorkommen und deren Basenabfolge hoch konserviert ist.
Osmose
Der Fluss von Molekülen durch eine semipermeable Membran.
Ovulum
das weibliche Fortpflanzungsorgan, das sich im Fruchtblatt oder auf der Samenschuppe befindet, und aus dem sich nach der Befruchtung der Same entwickelt.
Oxidative Decarboxylierung und Citratzyklus
In der oxidativen Decarboxylierung wird das entstandene Pyruvat, neben Stoffwechselprodukten aus anderen Stoffwechselwegen weiterverarbeitet.
Ozon
Ozon ist ein aus drei Sauerstoffatomen bestehendes Molekül, dass zu Reizungen der Atemwege führen kann. Die Ozonschicht in der Stratosphäre schützt die Lebewesen auf der Erde vor der ultravioletten Strahlung der Sonne.
P
Paired end reads
Paired end reads sind eine Sequenzierungsstrategie, bei der zwei verschiedene Regionen, die räumlich getrennt voneinander aber auf einem DNA-Abschnitt liegen, abgelesen werden.
Paleoklimatologie
Interdisziplinäres Forschungsgebiet, welches versucht die klimatischen Verhältnisse der Vergangenheit, die Klimageschichte, aufzuklären.
Pansen
Größter von insgesamt drei Vormägen bei Wiederkäuern.
Paraloge Gene
Sind Gene, welche eine hohe Übereinstimmung in ihrer Basensequenz zeigen und eine Genfamilie innerhalb eines Organismus bilden.
Parasitismus
Parasitismus bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus.
Parthenokarpie
Fruchtentwicklung ohne vorherige Befruchtung und Samenbildung, beispielsweise durch mechanische Reizung
Pathogen
Pathogen bedeutet krankheitserregend oder krankheitsauslösend
Peroxisomen
Peroxisomen sind kleine Zellorganellen mit einfacher Membran, die Sauerstoff verbrauchen und daher primär zur Entgiftung der Zelle dienen. Sie sind im Cytoplasma lokalisiert.
Pestizide
Pestizide sind Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel in vor allem in der Land- und Forstwirtschaft bzw. in der Lagerhaltung zum Einsatz kommen.
Pflanze
Pflanzen sind ortsgebundene Lebewesen, die aus einer Wurzel, Stängeln, Stamm und Blättern sowie häufig Blüten bestehen und durch den Blattfarbstoff Chlorophyll meist grün sind.
Pflanzenzelle
Pflanzenzellen sind die kleinste Organisationseinheit von Pflanzen. In ihnen laufen elementare Prozesse ab: sie können Nährstoffe aufnehmen, Energie umwandeln und sich selbst durch Zellteilung vermehren. Pflanzenzellen haben gegenüber anderen Zellen einige Besonderheiten: sie besitzen bspw. eine Zellwand aus Zellulose, Cloroplasten und eine Vakuole.
Pflanzenzüchtung (Geschichte)
Die Entwicklung des Anbaus von Pflanzen als gezieltem Prozess, der Pflanzen einer Art auswählt und unter kontrollierten Bedingungen anbaut.
Pflanzenzüchtung (Ziele)
Gezüchtet wird generell, um möglichst viele Individuen einer Art mit einem weitgehend einheitlichen Genom zu bekommen, das die gewünschten Eigenschaften enthält.
Pflanzenzüchtung (Züchtungsmethoden)
Züchtung bedeutet eine bewusste Auswahl und Kreuzung zweier Individuen (hier: Pflanzen) mit erwünschten Eigenschaften.
Pfropfung
Als Pfropfung wird eine Technik der Pflanzenveredlung bezeichnet, bei der ein Teilstück einer Pflanze (Edelreis) mit einer anderen Pflanze (Unterlage) zusammengefügt wird.
pH-Wert
Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine Lösung ist, oder ob sie neutral ist: pH 0: extrem sauer, pH 7: neutral, pH 14: extrem basisch.
Phagozytose
Die Aufnahme von Nahrungspartikeln oder kleineren Zellen in eine einzelne eukaryotische Zelle.
Phänotyp
Das Erscheinungsbild eines Organismus.
phänotypische Plastizität
Die phänotypische Plastizität beschreibt das Maß, in dem der Phänotyp eines Organismus durch seinen Genotyp vorherbestimmt ist.
phänotypische Varianz
Die phänotypische Varianz beschreibt die Gesamtheit der genetischen Variabilität und der hinzukommenden Umwelteinflüsse.
Phaseolus vulgaris
Phaseolus vulgaris ist der wissenschaftliche Name der grünen Gartenbohne.
Phenole
Bezeichnung für zumeist aromatische und wohlriechende Verbindungen, die aus einem Benzolring und einer oder mehrerer daran gebundener Hydroxylgruppen bestehen.
Phloem
Unter dem Phloem versteht man die Nährstoffleitbahn von Pflanzen.
Phosphatase
Gruppe von Enzymen (Biokatalysatoren), die Phosphatester spalten.
Photobioreaktor
Ein Photobioreaktor ist ein Behälter, in dem Algen, Cyanobakterien, Moospflanzen oder pflanzliche Zellkulturen unter möglichst optimalen Bedingungen kultiviert und produziert werden, z.B. um aus deren Fähigkeit zur Photosynthese Energie zu gewinnen.
Photophosphorylierung
Bildung von ATP.
Photorespiration
Die Photorespiration ist ein Stoffwechselprozess in Pflanzen, bei der in einer lichtabhängigen Reaktion Kohlenstoffdioxid freigesetzt und Sauerstoff verbraucht wird.
Photorezeptoren
Photorezeptoren sind lichtempfindliche Proteine mit unterschiedlichen Farben in Pflanzen, Algen, Cyanobakterien und Pilzen. Sie vermitteln der Pflanze Informationen über die Lichtqualität und -quantität der Umwelt.
Photosynthese
Photosynthese ist ein biochemischer Vorgang, bei dem durch die Absorption von Lichtquanten Kohlenhydrate hergestellt werden. Sie wird von Pflanzen, Algen- und einigen Bakteriengruppen betrieben.
Photosynthese (Ablauf)
Bei der Photosynthese unterscheidet man Licht- und Dunkelreaktion, also die Abläufe, die Licht benötigen (Lichtreaktion) oder auch im Dunkeln stattfinden können (Dunkelreaktion).
Photosystem
Durch Photosysteme aus Proteinen und Pigmenten wandeln Pflanzen Lichtenergie in chemische Energie um.
Phototaxis
Phototaxis bezeichnet eine durch Unterschiede in der Beleuchtungsstärke in ihrer Richtung beeinflusste Fortbewegung von Organismen.
Phototropismus
Phototropismus bezeichnet die Fähigkeit von Pflanzen, auf Licht mit Bewegung zu reagieren.
Phyllodien
Man spricht von Phyllodien, wenn bei Blättern der Blattstiel verbreitert ist und die Funktion der Blattspreite übernimmt.
Phyllokladien
Phyllokladien sind Umgestaltungen der Sprossachse zu flächig verbreiterten Kurztrieben, die die Funktion von Blättern übernehmen und so den Prozess der Photosynthese unterstützen.
Phylogenie
Phylogenese bezeichnet sowohl die Evolutionsgeschichte der Gesamtheit aller Lebewesen als auch bestimmter Verwandtschaftsgruppen auf allen Ebenen der biologischen Systematik.
Physikalische Karte
Das Ziel der physikalischen Kartierung ist es, vollständige Sequenzen eines Genoms zu erstellen, die aus technischen Gründen bisher nicht am Stück gelesen werden können.
Phytat
Phytat bzw. Phytinsäure dient in Pflanzen als Speicher für Phosphat, das sie u.a. für die Photosynthese benötigen. Beim Menschen führt der Verzehr von phytatreichen Nahrungsmitteln hingegen dazu, dass Mineralien nicht aufgenommen werden können.
Phytoalexine
Phytoalexine sind antimikrobiell wirkenden Substanzen, die der Pflanze zur Abwehr von Pathogenen dienen
Phytochromsystem
Bei vielen Pflanzen ist die Samenkeimung lichtabhängig. Für die Lichtabsorption bei der Samenkeimung ist das Phytochrom, ein Photorezeptor-Protein, zuständig. Während hellrotes Licht die Keimung fördert, wird sie durch dunkelrotes Licht gehemmt. Dieses System wird Phytochromsystem genannt.
Phytohormone
Phytohormone sind biochemisch wirkende pflanzeneigene organische Verbindungen, die als Signalmoleküle Wachstum und Entwicklung der Pflanzen regulieren.
Phytoplankton
Phytoplankton oder auch „pflanzliches Plankton“ sind einzellige Pflanzen, die in den Oberflächengewässern der Ozeane leben.
Phytotoxin
Phytotoxine sind Gifte pflanzlicher Herkunft.
Plasmid
Die kleinen, ringförmigen DNA-Moleküle kommen in Bakterien vor und werden unter natürlichen Bedingungen zwischen verschiedenen Zellen ausgetauscht.
Plasmodesmos
Plasmodesmen sind Zell-zu-Zell-Verbindungen der Pflanzen.
Plastiden
Plastiden sind Zellorganellen in Pflanzen und Algen, die durch die Aufnahme von lebenden Zellen in die Mutterzelle entstanden sind. Sie haben ein eigenes Genom (Plastom) und eigene Ribosomen.
Platykladien
Platykladien sind flächig verbreiterte Langsprosse, die eine größere Oberfläche für die Photosynthese schaffen.
Pleiotropie
Pleiotropie bedeutet, dass ein einzelnes Gen für verschiedene phänotypische Eigenschaften eines Organismus verantwortlich ist.
Pollen
Als Pollen oder Blütenstaub werden die in den Staubblättern (Antheren) enthaltenden Träger der männlichen Erbanlagen bei Samenpflanzen bezeichnet.
Pollenkorn
Als Pollenkorn bezeichnet der Botaniker den eigentlichen Pollen- bzw. Blütenstaub einer Pflanze.
Pollenschlauch
Schlauchförmiges Gebilde, das durch Auswachsen der inneren Wand (Intine) eines Pollenkorns entsteht.
Polymer
Als Polymere werden große Moleküle (Makromoleküle) bezeichnet, die aus vielen kleineren Molekülbausteinen, sogenannten Monomeren, bestehen.
Polymerase-Kettenreaktion (PCR)
Als Polymerase-Kettenreaktion bezeichnet man eine künstlich herbeigeführte Vervielfältigung von bewusst ausgewählten DNA-Sequenzen.
Polyploidie
Als Polyploidie bezeichnet man das Phänomen, mehr als zwei Sätze von Chromosomen in den Zellen zu besitzen.
Polysaccharide
Auch "Mehrfachzucker" genannte Kohlenhydrate, die aus einer großen Anzahl von Monosacchariden (Einfachzuckern) bestehen.
Population
Eine Population wird als eine Gruppe der gleichen Art definiert, die eine Fortpflanzungsgemeinschaft bildet und in demselben Areal anzutreffen ist.
Populationsgenetik
Die Populationsgenetik befasst sich mit der Entwicklung der genetischen Ressourcen einer Population.
Positionseffekt
Als Positionseffekt bezeichnet man die Auswirkung der molekularen Position bzw. Umgebung eines Gens (oder Transgens) im Chromosom auf dessen Expression. Die Folge sind verschiedene Ausprägungen von Merkmalen in Nutzpflanzen.
Posttranslational(e) Modifikation
Sammelbegriff für nach der Translation ablaufende Proteinveränderungen.
ppm (parts per million)
Bezeichnet den millionsten Teil. Zu Deutsch bedeutet ppm „Teile von einer Million“ oder als Zahl 10−6 bzw. 0,000001.
Präzisionslandwirtschaft („Precision Farming“)
Präzisionslandwirtschaft ist ein Sammelbegriff für neue Produktions- und Managementtechniken im Pflanzenbau, die intensiv Daten über den jeweiligen Standort und Pflanzenbestand nutzen.
Präzisionszucht - smart breeding (Züchtungsmethode)
Hier wird anhand des entschlüsselten Genoms analysiert, welcher Partner der passende ist, um auf kürzestem Wege zu der Pflanze mit den gewünschten Eigenschaften zu kommen.
Primärer Stoffwechsel
Grundstoffwechsel der Zelle, der für das Überleben der Zelle notwendig ist.
Primer
kurze DNA-Stücke, die als Startpunkt für DNA-replizierende Enzyme wie die DNA-Polymerase dienen.
Programmierter Zelltod
Als programmierten Zelltod bezeichnet man einen Mechanismus mehrzelliger Organismen, bei dem einzelne Zellen gezielt absterben, weil sie unnötig oder sogar schädlich sind. Die häufigste Form des programmierten Zelltods ist die Apoptose.
Prokaryoten
Prokaryoten sind zelluläre Lebewesen, die keinen Zellkern besitzen. Zu ihnen zählen Bakterien und Archaeen, während Pflanzen, Tiere und Pilze zu den Eukaryoten gehören.
Prolin
Prolin ist eine zyklische Aminosäure, die Pflanzen besonders bei Wassermangel bilden.
Promoter
Der Promoter (Starter) liegt vor dem abzulesenden Bereich des jeweiligen Gens (er gehört selbst nicht mehr dazu und wird auch nicht mit abgelesen). Er regelt, wann und wo das entsprechende Gen abgelesen werden soll. Den meisten Genen ist ein Promoter vorgeschaltet.
Proof-reading
Die DNA-Polymerase der Eukaryoten besitzt eine eingebaute Korrekturlesefunktion (engl. proof reading). Dadurch können falsch eingebaute Nukleotide erkannt und eliminiert, bzw. durch die passende Base ersetzt werden, wodurch Ablesefehler minimiert werden.
Proteasom
Proteinkomplex, der im Cytoplasma und im Zellkern von Eukaryoten Proteine zu kleineren Fragmenten abbaut.
Protein, auch: Eiweiß
aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die Struktur und Funktion jeder lebenden Zelle bedingen.
Proteinbiosynthese
Die Proteinbiosynthese (oder Genexpression) ist die Herstellung eines Proteins oder Polypeptids in Lebewesen durch die Umsetzung der in der DNA gespeicherten Informationen.
Proteom
Die Gesamtheit aller Proteine in einem Lebewesen, einem Gewebe, einer Zelle oder einem Zellkompartiment, unter exakt definierten Bedingungen und zu einem bestimmten Zeitpunkt, wird als Proteom bezeichnet.
Protoplast
Die kleinste selbstständig lebensfähige morphologische Einheit einer Zelle mit Zellwänden.
Protoplastenfusion
Als Protoplastenfusion bezeichnet man die Verschmelzung zweier Zellen, deren Zellwände zuvor durch Enzyme aufgelöst wurden.
Protozoen
Protozoen werden auch als Urtierchen bezeichnet.
Pseudogen
Ein Pseudogen ist ein DNA-Abschnitt, der zwar wie ein Gen aufgebaut ist, aber nicht als Vorlage für ein funktionales Produkt wie ein Protein dient.
Punktmutation
Als Punktmutation wird in der Biologie eine Genmutation bezeichnet, wenn durch die Veränderung nur eine einzelne Nukleinbase der DNA betroffen ist. Sie stellt damit einen Spezialfall der Genmutation dar.
Q
Q-PCR
Q-PCR ist ein Verfahren zur effizienten und genauen Bestimmung der Resistenzausprägung nach dem Befall mit einem Schadorganismus.
Quantitative Trait Locus
Der Quantitative Trait Locus (kurz: QTL) ist ein Genomabschnitt, der die Ausprägung eines quantitativen phänotypischen Merkmals beeinflusst.
R
Radikale
Als Radikale bezeichnet man reaktionsfreudige Atome oder Moleküle.
Radikalfänger
Radikalfänger oder Anioxidantien sind leicht oxidierbare Stoffe.
Ranken
Ranken sind umgebildete Blattorgane mit deren Hilfe sich eine Pflanze "festhalten" kann.
Reaktionsnorm
Die Reaktionsnorm beschreibt die Ausprägung von Merkmalen eines Lebenwesens aufgrund von Umwelteinflüssen.
Realtime-PCR
Realtime-PCR ist eine Messmethode für die Anzahl der DNA-Stränge in der Phase der Vervielfältigung.
Rekombinante Proteine
Eiweiße, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten (Mikro-)Organismen hergestellt werden.
Rekombination
Rekombination ist die Vermischung und Rekombination von Erbinformation.
Rekurrente Selektion
Die rekurrente Selektion ist eine Züchtungsmethode bei Fremdbefruchtern.
Repititive DNA
DNA-Bereiche im Erbgut, deren Sequenz aus sich wiederholenden Abschnitten besteht.
Resistenz
Die Widerstandskraft eines Organismus gegen äußere Einflüsse.
Restriktionsenzym
Restriktionsenzyme, genauer Restriktionsendonukleasen, sind bakterielle Enzyme, welche DNA an bestimmten Positionen schneiden können.
Retrotransposons
Klasse der transponierbaren DNA-Sequenz mit RNA als mobile Zwischenstufe.
Rezeptorkinase
Rezeptorkinasen sind Enzyme, die durch die Übertragung eines Phosphatrests von einem Nucleosidtriphosphat auf ein anderes Substrat bestimmte Prozesse der Zelle regulieren.
Rhizobien
Rhizobien sind weit verbreitete Bodenbakterien, die auch Knöllchenbakterien genannt werden.
Rhizome
Rhizome sind unterirdisch gelagerte Sprossachsen.
Rhizosphäre
Die Rhizosphäre ist der unmittelbar durch eine lebende Wurzel beeinflussten Raum im Boden.
Ribosomen
Ribsomen produzieren entsprechend der Basensequenz der DNA Proteine.
RNA
Die Ribonukleinsäure (RNA) ist eine wichtige Substanz für die Umsetzung der Erbinformation.
RNA-Interferenz
Mit RNA-Interferenz bezeichnet man eine Unterbrechung bei der Übersetzung der mRNA in ein Protein.
RNA-Profil
bezeichnet die Gesamtheit der aktiven RNA-Moleküle einer Zelle oder eines Gewebes während eines bestimmten Entwicklungszustandes.
rRNA
Die rRNA ist am Aufbau und der Funktion der Ribosomen beteiligt. Anhand der Größe der rRNA kann man Verwandtschaftsverhältnisse bei unterschiedlichen Organismen feststellen, da die rRNA in jeder lebenden Zelle vorkommt und in allen Lebewesen die gleiche Funktion hat.
S
Samen
Der Samen enthält alle Anlagen, damit sich unter günstigen Keimungsbedingungen eine neue Pflanze bildet.
Saponine
Saponine sind Pflanzeninhaltsstoffe, die wie Seifen mit Wasser gelöst einen haltbaren Schaum ergeben.
Schattenvermeidungssyndrom
Als Schattenvermeidungssyndrom bezeichnen Botaniker die Prozesse in einer Pflanze, die aktiviert werden, wenn andere Pflanzen ihr den Zugang zum Licht nehmen und so ihre Energieversorgung gefährden.
Schwertliliengewächse
Iridaceae (Schwertliliengewächse) bilden eine weltweit verbreitete Familie aus der Ordnung der Spargelartigen.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe sind chemische Verbindungen, die weder im Energiestoffwechsel noch im aufbauenden oder abbauenden Pflanzenstoffwechsel produziert, sondern nur in speziellen Zelltypen der Pflanze hergestellt werden und für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind.
Selbstbefruchtung (Autogamie)
Selbstbefruchtung ist eine Form der eingeschlechtlichen Fortpflanzung bei der nur ein Elter vorhanden ist.
Selektion
Selektion beschreibt die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe von genetischer Information an die Tochtergeneration.
Selektive Züchtung (Züchtungsmethode)
Bei der selektiven Züchtung werden Pflanzen mit verschiedenen Eigenschaften gemeinsam angebaut, sodass eine natürliche Fortpflanzung möglich ist.
Seneszenz
Die Seneszenz ein genetisch gesteuerter und energieabhängiger Alterungsprozess, der die ganze Pflanze, einzelne Organe wie Blüten, Früchte und Blätter oder einzelne Zellen wie Trichome, Tracheiden und Gefäßelemente betreffen kann.
Sequenzierung - 454 Sequencer von Roche
Die Sequenziermethode basiert auf der Pyrosequenzierung.
Sequenzierung - Die Pyrosequenzierung
ein Hochdurchsatzverfahren, mit dem sich die DNA viel schneller und billiger sequenzieren lässt als mit der Methode nach Sanger.
Sequenzierung - Genome Analyzer (Solexa) von Illumina
Die Sequenziertecknik von Illumina basiert auf der Anheftung zufällig fragmentierter, genomischer DNA-Stücke an eine planare, optische Oberfläche (sog. Flow Cell) und einer anschließenden Festphasen-PCR
Sequenzierung - HeliScope von Helicos Bioscience
Das Heliscope-Sequenziergerät ist in der Lage, einzelne DNA-Moleküle zu sequenzieren.
Sequenzierung - Kettenabbruchsynthese nach Sanger
Die sogenannte Kettenabbruchsynthese, die 1975 vom britischen Biochemiker Frederick Sanger erfunden wurde, bildet auch heute noch häufig die Grundlage moderner Sequenzierungstechniken. Seine Methode beruht hauptsächlich auf einer enzymatischen Reaktion.
Sequenzierung - Sequenzierung nach Maxam und Gilbert
Im Jahr 1977 revolutionierten die beiden Chemiker Allan Maxam und Walter Gilbert die Molekularbiologie, indem sie durch spezifische chemische Spaltung die Basenabfolge (Sequenz) eines DNA Moleküls entschlüsselten („sequenzierten“).
Sequenzierung - SMRT (Single Molecule Real Time) - DNA Sequezer von Pacific Biosciences
neuartiges Sequenziergerät, das einzelne DNA-Moleküle während der Replikation durch die DNA-Polymerase sequenziert, ohne diese vorher durch einen PCR-Schritt zu amplifizieren.
Sequenzierung - SOLiD System von Applied Biosystems
Das SOLiD System ähnelt dem 454-Sequenziersystem in der Matrizen-Aufarbeitung und der Sequenzierung. Es beruht jedoch auf der Sequenzierung durch Ligation.
Signaltransduktion
biochemischer Prozess, bei dem ein meist extrazellulärer Reiz von einem Rezeptor wahrgenommen und als Signal von einem Botenmolekül in das Zellinnere transportiert wird.
SILAC
SILAC (stable isotope labeling by amino acids in cell culture) ist eine Methode, um die Proteome verschiedener Zellzustände quantitativ zu vergleichen.
Silur
Das Erdzeitalter Silur dauerte von vor 444 Millionen bis vor 416 Millionen Jahren. Das Silur folgt auf das Ordovizium und wurde vom Devon (Link Wissen ) abgelöst.
Single Nucleotide Polymorphism
Single Nucleotide Polymorphisms (kurz: SNP) sind Punktmutationen, die sich im Genpool einer Population etabliert haben.
siRNA
Small interfering RNAs (siRNAs) sind ca. 25 Nukleotide lange RNAs, die aus langen doppelsträngigen RNAs herausgeschnitten werden.
SMART Breeding
(engl.: „Selection with Markers and Advanced Reproductive Technologies“) bezeichnet die „Präzisionszüchtung durch markergestützte Selektion“.
SNP - Single Nucleotide Polymorphism
Single Nucleotide Polymorphisms (kurz: SNP) sind Punktmutationen, die sich im Genpool einer Population etabliert haben.
Solanin
Solanin, ist ein schwaches Gift, das vor allem in Nachtschattengewächsen, wie Kartoffeln und Tomaten vorkommt.
Somaklonale Veränderung (Variation)
Veränderungen von Eigenschaften, die bei in vitro-Kulturen von Zellen, Kalli oder Organen auftreten.
Sortenschutz
Der Sortenschutz schützt das geistige Eigentum eines Züchters an einer Pflanzensorte.
Spaltblättling
Der Spaltblättling ist ein weltweit verbreiteter Weißfäulepilz.
Speicherwurzeln
Speicherwurzeln sind eine verdickte Wurzel, die der Nährstoffspeicherung dienen.
Speziation
Speziation ist die Entstehung einer neuen biologischen Art.
Spitzenbrand
Mangelerkrankung bei Salat und Gemüse, welche die Spitzen braun verfärbt.
Splicing (Spleißen)
Beim Splicing werden nach der Transkription die nicht codierten Bereiche (Introns) aus dem RNA-Strang herausgeschnitten.
Sporen
Sporen werden vor allem von niederen Lebewesen, wie Bakterien, Pilze, Algen, Moose oder Farne, gebildet. Sie dienen der ungeschlechtlichen Vermehrung, und der Ausbreitung.
Sporophyt
Sporophyt nennt man die Erscheinungsform von Pflanzen mit Generationswechsel, die Sporen erzeugen, also Zellen, die der ungeschlechtlichen Vermehrung dienen.
Sprossachse
Die Sprossachse verbindet die Wurzel mit den Blättern.
Sprossachse (Aufbau)
Die Sprossachse besteht aus dem unteren Bereich zwischen Wurzelhals und den Keimblättern und aus einem oberen Bereich zwischen den Keimblättern und den ersten Laubblättern.
Sprossachse (Metamorphosen)
Die Sprossachse wandelt sich je nach Anpassung der Pflanze an ihre Umgebung zu verschiedenen Metamorphosen.
Sprossdornen
Sprossdornen dienen zur Abwehr von Pflanzenfressern sowie zur Verbesserung der Kletterstrategie durch Festhaken.
Sprossknolle
Eine Sprossknolle geht aus der Umbildung der Sprossachse hervor.
Sprossranken
Sprossranken dienen den Pflanzen zum Verankern beim Klettern.
Stacheln
Stacheln sind ein stechender Vorsprung an der Sprossachse oder am Blatt.
Stammsukkulenz
Als Stammsukkulenz bezeichnet man eine Sprossachse, die zur Wasserspeicherung umgebildet wurde.
Stammzellen
Tierische oder Pflanzliche Zellen, die keine oder nur eine geringe Differenzierung (zunehmende Spezialisierung) aufweisen. Daher sind sie noch nicht auf eine Funktion im späteren Organismus festgelegt.
Stärke
Stärke ist ein Mehrfachzucker und einer der wichtigsten Speich- und Reservestoffe pflanzlicher Zellen.
Staubblatt
das Pollen erzeugende Organ in der Blüte der Bedecktsamer.
Stelzwurzeln
Stelzwurzeln werden von unterschiedlichen Baumarten ausgebildet und haben eine Stützfunktion.
Stickstoff-Fixierung
Umwandlung von molekularem Stickstoff (N2) in reduzierte Verbindungen, die von Organismen verwertet werden können.
Stickstoffkreislauf
Als Stickstoffkreislauf bezeichnet man den Kreislauf des Stickstoffs in der Biosphäre.
Stippe
Ein Mangelerscheinung, die bei Äpfeln zu braunen Flecken an Schale und Fruchtfleisch führt.
Stoffaustausch
Unter Stoffaustausch versteht man Diffusionsprozesse über eine Grenzfläche hinweg.
Stoffliche Nutzung
Nutzung von Biomasse als Rohstoff für die industrielle Produktion.
Stofftransport
Stofftransport ist die Beförderung von Wasser, Salzen, organischen Stoffwechselprodukten und Gasen innerhalb Organismen als Voraussetzung für den abgestimmten Stoffwechselablauf.
Stolonen (Kriechsprosse)
Stolonen sind Ausläufer oder Kriechsprosse einer Pflanze, die aus Seitensprossen hervorgehen.
Stomata
Stomata sind Spaltöffnungen der Epidermis, die zum internen und externen Gasaustausch einer Pflanze dienen.
Strigolakton
Strigolaktone sind Pflanzenhormone, die die Bildung von Symbiosen mit Mykorrhiza-Pilzen einleiten.
Subepidermale Ausstülpungen
Subepidermale Ausstülpungen sind Auswüchse der Epidermis.
Substantielle Äquivalenz
Das Konzept der Substanziellen Äquivalenz oder der stofflichen Entsprechung dient der Risikoabschätzung und -bewertung neuer, gentechnisch veränderter Lebensmittel.
Süßgras (Poaceae)
Weltweit in allen Klimazonen verbreitete Pflanzenfamilie, gekennzeichnet durch eine typische grasartige Gestalt der einzelnen Arten.
Symbiont
Als Symbiont bezeichnet man die kleinere der beiden an einer Symbiose beteiligten Arten. Den Lebenspartner mit dem größeren Körper nennt man auch Wirt.
Symbiose
Symbiose bedeutet das Zusammenleben von Individuen verschiedener Arten zum gegenseitigen Nutzen bzw. in gegenseitiger Abhängigkeit.
Syntenie
Gemeinsamkeiten in der Reihenfolge von Genen oder Gensegmenten beim Vergleich von Genomen verschiedener Arten.
Synthesegas (CO/H2)
Synthesegas (Syngas, Oxogas) ist ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff.
T
Tailing (Polyadenylierung)
Zu Beginn der Transkription wird am 3'-Ende eines entstehenden RNA-Stranges ein Polyadenylschwanz angehangen, um die RNA zu stabilisieren.
Taxonomie
Klassifikationsschema zur exakten und nachvollziehbaren Einteilung von Organismen.
Taxonomische Effektivität
Die taxonomische Effektivität gibt an, wie häufig ein Artenexperte neue Arten gefunden hat.
Terpene
Terpene sind flüchtige organische Substanzen, die seit dem Altertum aus zahlreichen Pflanzen, wie z.B. Eucalyptus, Pfefferminz, Lemongras, Zitronenbaum, Thymian gewonnen werden.
Thigmomorphogenese
Eine durch Berührungsreize ausgelöste Veränderung des pflanzlichen Wachstums (Phänotyp).
Tilling
Tilling steht für Targeting Induced Local Lesions in Genomes und ist eine molekularbiologische Methode, um gezielt Punktmutationen in einem bekannten DNS-Abschnitt zu identifizieren.
Tonoplast
Selektivpermeable Biomembran, die die Zentralvakuole einer pflanzlichen Zelle vom Cytoplasma abgrenzt.
Trade-off
Abwägung zwischen konkurrierenden Eigenschaften zur optimalen Sicherung des Überlebens.
Transformation
Transformation ist der Vorgang, bei dem eine Zelle durch Aufnahme oder Einschleusen von Erbsubtanz (DNA) genetisch verändert wird.
Transgene Pflanzen
Lebewesen, bei denen das Erbgut zielgerichtet verändert wird, werden als transgen bezeichnet.
Transkription
Als Transkription wird das Ablesen der DNA durch die RNA-Polymerase II bezeichnet.
Transkriptionsfaktoren (trans-Elemente)
Transkriptionsfaktoren sind Proteine, das für die Initiation der RNA-Polymerase bei der Transkription von Bedeutung ist.
Transkriptom
Das Transkriptom ist die Summe der zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Zelle transkribierten, das heißt von der DNA in RNA umgeschriebenen Gene, also die Gesamtheit aller in einer Zelle hergestellten RNA-Moleküle.
Translation
Bei der Translation wird die von der DNA abgelesene und als mRNA zusammengesetzte Sequenz in eine Polypeptidkette umgewandelt.
Transpiration
Als Transpiration bezeichnet man die Verdunstung von Wasser über die Spaltöffnungen in den Blättern der Pflanzen.
Transposons
Als Transposons bezeichnet man codierende DNA-Sequenzen, die innerhalb der DNA ihren Standort wechseln können. Transposons kommen in allen Organismen vor.
Treibhausgase
Treibhausgase sind strahlungsbeeinflussende gasförmige Stoffe in der Luft, die zum Treibhauseffekt beitragen.
Trichome (Haare)
Als Trichome bezeichnet man haarähnliche Strukturen bei Pflanzen, die sehr unterschiedliche Funktionen ausüben können.
tRNA
Die Transfer-RNA liefert die passenden Aminosäuren, um während der Translation (http://pflanzenforschung.de/wissen/forschung/translation) von der DNA abgelesene Sequenzen in Polypeptidketten umzuwandeln.
Tumorsuppressor-Gene
Tumorsuppressor-Gene sind Gene, deren Proteine die Zellvermehrung hemmen.
Turgor
Osmotische Druck oder Zellinnendruck, d.h. der Druck des Zellsafts (Cytosol) auf die Zellwand.
V
Vakuole
Die Vakuole ist eine Zellorganelle, dessen Hauptfunktion die Erzeugung des sogenannten Turgors ist.
Vegetationskegel
Zonen der Pflanzen, in denen die meisten Zellteilungen statt finden.
Vegetative Fortpflanzung
Die vegetative Fortpflanzung beruht ausschließlich auf Zellteilung.
Vektor, viral
Als Virale Vektoren werden gezielt veränderte Viruspartikel bezeichnet, die in der Gentechnik dafür verwendet werden, genetisches Material in Zielzellen zu schleusen.
Vererbung
Als Vererbung bezeichnet man die Weitergabe von Erbinformation an die nachfolgenden Generationen einer Art
Verzweigungstypen
Es gibt drei verschiedene Verzweigungstypen (dichotome, monopodiale, sympodiale), die während des Längenwachstums eines Sprosses angelegt werden können.
Virus
Infektiöses Partikel, das aus einer Proteinhülle besteht und entweder DNA oder RNA als Erbinformation enthält.
W
Weidengewächse
Zu den Weidengewächsen (Salicales) gehören Pappel und Weide.
Weißfäule
Als Form der Holzfäule zerstören die Weißfäulepilze meist feuchtes Holz.
Whole Genome Shotgun (WGS) Sequenzierungsmethode
Bei der Whole-Genome-Shutgun-Methode (dt. Schrotschussverfahren) wird die gesamte Genomsequenz in einer großen Zahl zufällig platzierter Reads sequenziert.
Wildtyp
Natürliche Erscheinungsform eines Organismus oder Gens. Also die Ausprägung, die durch die Evolution entstanden ist.
Wirt
Als Wirt bezeichnet man die größere der beiden an einer Symbiose beteiligten Arten. Den Lebenspartner mit dem kleineren Körper nennt man Symbiont.
Wirtschaftsdünger
Als Wirtschaftsdünger werden organische Substanzen bezeichnet, die in der Land- und Forstwirtschaft anfallen und zur Düngung eingesetzt werden.
World Checklist of Selected Plant Families
Liste der wissenschaftlichen Namen ausgewählter Pflanzenarten und deren Synonyme.
Wurzel
Die Wurzel ist das Grundorgan einer Pflanze.
Wurzel (Aufbau)
Der Aufbau einer Wurzel teilt sich in verschiedene Sektoren auf, die alle unterschiedliche Funktionen aufweisen.
Wurzel (Metamorphosen)
Bei der Wurzel gibt es verschiedene Umbildungen, die unterschiedlichen Umweltbedingungen angepasst sind
Wurzelsysteme
Je nach Pflanzenklassen treten verschiedene Wurzelsysteme auf.
X
Xeromorphe Blätter
Xeromorphe sind trockenheitsangepasste Blätter, die sich durch verschiedene „Wassersparmechanismen“ auszeichnen.
Z
Zellkern / DNA
Der Zellkern beinhaltet die Erbsubstanz.
Zellkernteilung (Mitose)
Die Zellteilung dient zur Vermehrung von Zellen.
Zellkulturen
Die Vermehrung differenzierungsfähiger Zellen in einem Nährmedium außerhalb des Organismus in einer künstlichen Umgebung. Auch In-vitro-Kultur.
Zellmembran
Diese Biomembran umgibt die lebende Zelle.
Zellpotenz
Spezialisierungsfähigkeit von Zellen.
Zellulose (fachsprachlich Cellulose)
Zellulose ist der Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden und damit die häufigste organische Verbindung der Erde.
Zellwand
Die Zellwand stabilisiert und schützt das Innenleben der Zelle.
Zellzyklus
Der Zellzyklus beschreibt die Entwicklungsstufen einer Zelle. Er teilt sich in zwei Phasen: Der Mitose (Zellkernteilung) folgt die Interphase (Zwischenphase).
Zink
Zink ist ein Mineralstoff der sowohl von Pflanzen wie auch von Mensch und Tier für die Funktion von Enzymen, für Stoffwechselreaktionen und für das allgemeine Wachstum benötigt wird.
Zinkfingernukleasen
sind künstlich hergestellte Restriktionsenzyme.
Zooplankton
Die heterotrophen Zooplankter ernähren sich als Primär- und Sekundärkonsumenten direkt oder indirekt vom Phytoplankton.
Zucht
Zucht bezeichnet die künstliche Auswahl (künstliche Selektion) und kontrollierte Fortpflanzung von zwei Individuen einer Art, die bestimmte gewünschte Merkmale aufweisen.
Zuckerrübe
Die Zuckerrübe (Beta vulgaris) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).
Zugwurzeln
Zugwurzeln ziehen Erdsprosse durch Wurzelkontraktionen tiefer in den Boden.
Zweikeimblättrige
Zweikeimblättrige, sind neben den Einkeimblättrigen eine der beiden Klassen von Bedecktsamern.
Zwiebeln
Zwiebeln sind zu Speicherorganen umgebildete Blätter
Zwischenfrucht
Die Zwischenfrucht ist eine Feldfrucht, deren Anbau in der Fruchtfolge zwischen den Anbau der eigentlichen Hauptfrucht fällt und der natürlichen Düngung des Ackers oder der Tierfütterung dient.
Quiz

Testen Sie Ihr Wissen.

Jetzt Quiz starten
Newsletter

Aktuelle Meldungen per E-Mail.

Jetzt Newsletter bestellen
Biotechnologie.de
Zuletzt angesehen