Agrar- und Forstwissenschaften - ein Überblick

26.08.2010 | von Redaktion Pflanzenforschung.de

Thematisch breit aufgestellt, aber stets mit Fokus auf die Pflanze. (Quelle: © iStockphoto.com/ Dušan Zidar)
Thematisch breit aufgestellt, aber stets mit Fokus auf die Pflanze. (Quelle: © iStockphoto.com/ Dušan Zidar)

So interessant und bedeutend das Forschungsfeld der Agrar- und Forstwissenschaften ist, so breit sollten die Kompetenzen der angehenden Studenten sein: Denn Agrar- und Forstwissenschaften sind eine Kombination aus natur- und ingenieurwissenschaftlichen, ökonomischen und geisteswissenschaftlich-gesellschaftlichen Fächern.

Zentrale Fragen der Welt wie beispielsweise die globale Ernährungssicherung, die Lebensmittelsicherheit, Lebensmittelqualität, Entwicklungsfragen und das Mitgestalten von Lebensräumen und Kulturlandschaften stehen im Fokus der Studienrichtung Agrar- und Forstwissenschaften. Die Studienrichtung ist daher sehr interdisziplinär aufgestellt und hat stets Aspekte der Nachhaltigkeit sowie Klima- und Ernährungsfragen vor Augen.

Die breit angelegte Thematik spiegelt sich auch in der großen Spanne an Fachgebieten der Agrar- und Forstwissenschaften. Es werden daher viele unterschiedliche Fachrichtungen dazugerechnet: Von der Landwirtschaft/Agrarwissenschaft, der Forstwissenschaft, der Gartenbauwissenschaft bis zur Holzwirtschaft/Holztechnik und Landschaftsarchitektur.

Eine wesentliche Rolle spielen bei der Ausbildung naturwissenschaftliche Fächer wie Chemie, Physik, Zoologie oder Botanik. Je nach Studienrichtung unterscheidet sich die jeweilige Schwerpunktsetzung.

Aber auch Sozialwissenschaften bzw. Inhalte aus der Volks- und Betriebswirtschaftslehre gehören zu den Studieninhalten. Ingenieurwissenschaftliches Wissen wie die Vermessungskunde ist beispielsweise in der Landschaftspflege, Holzwirtschaft und Forstwirtschaft von Bedeutung.

Die Fachrichtung Holztechnik fokussiert ihren Studienfokus auf die technische Ausbildung. Den Studenten werden Inhalte aus der Maschinentechnik und der Ingenieurskonstruktion vermittelt. Im Studium der Landschaftsarchitektur ist auch Gestaltungslehre enthalten.

Zunehmende Bedeutung in der Ausbildung gewinnen ökologische Aspekte und die nachhaltige Bewirtschaftung ländlicher Räume. Ingenieurwissenschaftliches Wissen wird aufgrund des Technikeinsatzes in den landwirtschaftlichen Betrieben benötigt, aber auch durch bauliche Anlagen und Technologien wie Be- und Entwässerung.

Grundsätzlich gilt: Wer sich für einen Studiengang im Bereich der Agrar- und Forstwissenschaften entscheidet, sollte einige Kompetenzen mitbringen: Die Studienanfänger sollten neben einem kaufmännischen auch ein mechanisch-technisches Interesse besitzen. Gute Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik sind eine gute Basis für das Studium. Die Fähigkeit zum Planen und Organisieren sowie die Kompetenz, effizient im Team zu arbeiten, gehören ebenso zum Berufsbild. Eine gewisse körperliche Belastbarkeit ist eine gute Voraussetzung, wenn man den praktischen Einsatz in Feld, Stall oder Wald anstrebt.

Agrar- und Forstwissenschaften werden  an Universitäten und auch an Fachhochschulen gelehrt.

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