„Back to the roots“ nach Heidelberg

Nina Tonn - eine junge Doktorandin stellt sich vor

27.03.2017 | von Redaktion Pflanzenforschung.de

Doktorandin Nina Tonn in den Gewächshäusern des Centre for Organismal Studies (COS) an der Universität Heidelberg. (Bildquelle: Nina Tonn)
Doktorandin Nina Tonn in den Gewächshäusern des Centre for Organismal Studies (COS) an der Universität Heidelberg. (Bildquelle: Nina Tonn)

Nina Tonn, Doktorandin am Centre for Organismal Studies (COS) an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg hat Pflanzenforschung.de nicht nur die Vorzüge des GreenGate-Klonierungs-Systems erklärt. In einem kurzen Interview erzählte die junge Wissenschaftlerin auch von ihrem ganz persönlichen Weg in die Pflanzenforschung.

Pflanzenforschung.de: Frau Tonn, Sie haben im letzten Jahr mit Ihrer Doktorarbeit am Centre for Organismal Studies begonnen. Wenn Sie auf Ihren Werdegang zurückblicken, unter welchem Motto ließe dieser sich am besten zusammenfassen?

Nina Tonn: „Back to the roots“ – Zurück zu den Wurzeln, dieses Sprichwort passt auf mich in mehrerer Hinsicht. Als ich vor acht Jahren mein Abitur gemacht habe, war ich zunächst Feuer und Flamme für molekulare Biologie und Biotechnologie. Im Bachelorstudium an der Universität Heidelberg habe ich einen tieferen Einblick in die moderne Gentechnik, Hirnforschung, Immunbiologie und Krebsforschung bekommen. Dabei ging es primär um die Entwicklung neuer Medikamente und innovative Methoden, damit wir Menschen länger und besser leben können.

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"GreenGate – Klonieren leicht gemacht"

GreenGate ist ein relativ neues Klonierungssystem speziell für den Gentransfer in Pflanzen. Nina Tonn, Doktorandin am Centre for Organismal Studies (COS) an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, hat Pflanzenforschung.de die Vorzüge des Systems erklärt.

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Quelle: © Seb951/ wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0

Mit weitaus „klassischeren“ Methoden, also der Bestimmung und Gruppierung von Pflanzen und Tieren, beschäftigte ich mich dann im Masterstudium. Über Umwege nach Kanada (Hamilton), Italien (Elba) und Portugal (Peniche) inklusive Ausflüge in das Reich der Meerestiere kam ich schließlich zurück nach Heidelberg, wo ich meine Masterarbeit über die Evolution von Pflanzenblüten schrieb. Ein Jahr später entschied ich mich dazu, meine Doktorarbeit anzufangen, und jetzt arbeite ich an der Entwicklung von Pflanzen(wurzeln) im Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg – „back to the roots“.

Pflanzenforschung.de: Was reizt Sie am Arbeitsalltag einer Pflanzen-Forscherin besonders?

Nina Tonn: In der Forschung gleicht kaum ein Tag dem anderen. Fast jeder Arbeitsplan wird auf kurz oder lang umgewandelt oder verworfen, und selten funktionieren meine Experimente beim allerersten Mal. Dafür lebt die Forschung, und meine Gruppe im Speziellen, vom gegenseitigen Ideenaustausch, von praktischen Tipps an der Werkbank, und aufmunternden Worten nach wiederholten Fehlversuchen. Als Forscherin begleitet mich meine Arbeit auch mit nach Hause und besucht mich in meinen Träumen. Manchmal realisiere ich dann, dass ich etwas ganz Neues untersuche, was sich bisher noch keiner angeschaut hat. Das ist ein großartiges Gefühl.

Pflanzenforschung.de: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Werden Sie der Forschung treu bleiben?

Nina Tonn: Ob ich später mal meine eigene Gruppe leiten werde? Dafür stehe ich noch zu sehr am Beginn meiner Laufbahn. Erstmal ist mir wichtig, meine Doktorarbeit erfolgreich durchzuführen und die Welt um ein Häppchen Pflanzenwissen reicher zu machen. Um neue Fragestellungen werde ich auch in Zukunft nicht verlegen sein.

Pflanzenforschung.de: Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Doktorarbeit!

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