Deutsche stärken internationale Reisforschung

02.05.2011 | von Redaktion Pflanzenforschung.de

Reis im Blickpunkt der Forschung. (Quelle: © iStockphoto.com/ Svetl)
Reis im Blickpunkt der Forschung. (Quelle: © iStockphoto.com/ Svetl)

Die deutsche Agrarforschung will sich künftig stärker an der internationalen Reisforschung beteiligen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, das zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen, Ministerien, der Privatwirtschaft, der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und dem Internationalen Reisforschungsinstitut (IRRI) stattfand.

Reis ist das global wichtigste Grundnahrungsmittel. Um die Nachfrage in den Hauptverbrauchsländern Asiens zu decken ist in den nächsten zehn Jahren eine jährliche Produktivitätssteigerung von 1,2 bis 1,5 Prozent notwendig. Durch internationale Kooperation soll nun das genetische Potenzial von Reis noch besser nutzbar werden. Ziel ist neben der Züchtung neuer Sorten auch die Entwicklung neuer, angepasster Anbausysteme. 

Neben der Nachfragesteigerung durch eine wachsende Weltbevölkerung stellt vor allem der Klimawandel, die Agronomen vor neue Herausforderungen. Die Ernährungskrise 2008 habe die Bedeutung der Agrarforschung weltweit gestärkt und dieser neuen Auftrieb gegeben. Diesen positiven Effekt für die Stärkung der Pflanzenforschung  will man nun für die Intensivierung der Zusammenarbeit nutzen. Deutschland unterstützte die Arbeit des IRRI, dem internationalen Reisforschungsinstitut, auf den Philippinen seit 1971. Insgesamt wurden Forschungs- und Entwicklungsprojekte am IRRI mit knapp 60 Millionen Euro gefördert. 

Fokus des erweiterten Engagements sollen gemeinsame Forschungsvorhaben zur Erhöhung der Toleranz von Reis gegenüber Stressfaktoren wie Trockenheit, Überflutung, Hitze, Kälte oder Problemböden sein. Nach wie vor sind deutsche Forscher auf diesen Gebieten führend. Aber auch zur Anpassung der Reissorten und Anbauverfahren an wechselnde Klimabedingungen können deutsche Forscher signifikante Beiträge leisten. Zusammen mit dem Africa Rice Center in Benin und dem Centro Internacional de Agricultura Tropical (CIAT): in Kolumbien hat das Internationale Reisforschungsinstitut ein neues internationales Netzwerk (Global Rice Science Partnership, GRiSP) etabliert, dem derzeit etwa 900 Partner weltweit angehören. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) koordiniert die Beratungsgruppe für Entwicklungsorientierte Agrarforschung (BEAF) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die deutsche Förderung der internationalen Agrarforschung und damit auch der Reisforschung. 

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