Forstwissenschaft & Forstwirtschaft

26.08.2010 | von Redaktion Pflanzenforschung.de

Man sieht den Wald vor lauter Büchern nicht. (Quelle: ©iStockphoto.com/ Vitaly Raduntsev)
Man sieht den Wald vor lauter Büchern nicht. (Quelle: ©iStockphoto.com/ Vitaly Raduntsev)

Die Forstwissenschaft oder Forstwirtschaft ist fächerübergreifend. Die Studienrichtung definiert sich aus vielfältigen Beziehungen zwischen dem Ökosystem Wald und der umgebenden Gesellschaft.

Steckbrief

Es zeichnen sich folgende Wissenschaften als feste Eckpunkte des Studiums ab: Naturwissenschaft, Agrarwissenschaft, Sozialwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft.Grundsätzlich befasst sich die Forstwissenschaft/Forstwirtschaft mit der Nutzbarmachung des Waldes. Die Bedürfnisse der menschlichen Gesellschaft werden hierbei stets im Blick gehalten.

Es geht nicht nur um den ökonomischen Nutzen des Holzes. Die Bedeutung für die Umwelt steht ebenfalls im Fokus. Diese definiert sich aus dem Landschaftsbild, der Bodenfruchtbarkeit, der Infrastruktur, der Reinhaltung der Luft und aus dem Wasserhaushalt. Ebenso spielen Erholungsflächen für die Bevölkerung eine große Rolle.
Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Für die Volkswirtschaft ergibt sich daraus eine große Bedeutung: Im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe spielt Holz die wirtschaftlich wichtigste Rolle, um vor allem die heimische Holz- und Papierindustrie zu versorgen.

Weiterhin sind Fragen des tropischen Regenwaldes und des globalen Ökosystems Bestandteile der Studienrichtung Forstwissenschaft und Forstwirtschaft.
Insgesamt betrachtet strebt die Forstwirtschaft auf ökologischer Grundlage nach einer optimalen Holzproduktion bei gleichzeitiger Gewährleistung der Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes.

Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler in den Aufgaben von Forstwirtinnen und Forstwirten ist ein fundiertes Verständnis in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft, Marketing und Jura. Auch sind umfangreiche Fähigkeiten in Verwaltung und Buchhaltung von Vorteil.

Im Gegensatz zum eher theoretisch geprägten Studium an Universitäten, zeigt sich das Studium der Forstwirtschaft an einer Fachhochschule als praktischer. Forstliche Maßnahmen werden praktisch, vor Ort erlernt.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Traditionell stellen öffentlich-rechtliche Arbeitgeber wie Forstämter, Landesforstverwaltungen, Forstabteilungen bei Ministerien, Forschungsanstalten, Behörden und Anstalten aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz bzw. Landschaftspflege die größte Zahl an Beschäftigungsmöglichkeiten von Forstwirtinnen und Forstwirten.
Aber auch im privatwirtschaftlichen Sektor lassen sich folgende potenzielle Arbeitgeber finden: Holzindustrie, Ingenieurbüros, Beratungsunternehmen, Privatforstbetrieben, Naturparks oder auch bei Interessensverbänden.

Zunehmend gewinnt auch der Dienstleistungssektor an Attraktivität für Ingenieurinnen und Ingenieure aus der Forstwirtschaft/Forstwissenschaft. Hier können Gutachten erstellt, Bauprojekte und Wiederaufforstungsprojekte geplant werden.

Studiengänge

  • Forest Information Technology               
  • Forest, Ecology and Management               
  • Forst- und Holzwissenschaft           
  • Forstingenieurwesen           
  • Forstwirtschaft       
  • Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement                       
  • Forstwissenschaft und Ressourcenmangement
  • Forstwissenschaften
  • Forstwissenschaften und Waldökologie
  • Waldwirtschaft und Umwelt

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