Geowissenschaften

21.10.2010 | von Redaktion Pflanzenforschung.de

Geologe bei der Arbeit. (Quelle: © iStockphoto.com/ mikeuk)
Geologe bei der Arbeit. (Quelle: © iStockphoto.com/ mikeuk)

Im Studium der Geowissenschaften erforscht der Student interdisziplinär, wie sich Ökosysteme, Wasserkreislauf und Klima aufeinander auswirken, welchen Einfluss der Mensch dabei hat und wie sich die Welt verändert.

Steckbrief

Geowissenschaften sind jene Wissenschaften, die die Erde als Ganzes zum Gegenstand haben, darunter die Meteorologie (Wetter, Klima, Umweltveränderungen), die Geologie (erdgeschichtliche Veränderungen der Erdkruste, Fossile), die Hydrologie (hydrologische Systeme, Wasserkreislauf) und die angewandte Geologie (Einfluss des Menschen auf die Geologie, Bodennutzung). Die Geoinformatik entwickelt computergestützte Problemlösungen z.B. für Umweltschutz, Verkehrsmanagement oder Bauwesen, die eine optimale Ausnutzung ortsgebundener Daten ermöglichen (sog. Geoinformationssysteme).

Die Geoökologie oder Biogeowissenschaft ist eine interdisziplinäre, angewandte Wissenschaft. Sie befasst sich mit Umweltproblemen und untersucht Energie- und Stoffkreisläufe zwischen Erdatmosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre. 

In allen Studiengängen werden zunächst geowissenschaftliche, physikalische, biologische, chemische und mathematische Grundlagen vermittelt. Hierzu gehören u.a. die Module Ökologie, Mineralogie, Geoinformatik, Geochemie, Sedimentologie, Hydrogeologie, Geophysik. Je nach Studiengang findet dann eine unterschiedliche Schwerpunktsetzung statt, z.B. auf den Gebieten Geochemie,  Geoinformatik, Geologie, Geophysik, Hydrogeologie/Umweltgeologie, Paläontologie, Petrologie/Lagerstättenforschung. Der Studiengang Geoökologie fokussiert auf die Bereiche Landschaftsökologie, Bodenkunde, Hydrologie, Mineralogie/Geochemie und Bio-/Geoinformatik. 

Wichtiger Bestandteil des Studiums sind Exkursionen (häufig auch ins Ausland), Kartierpraktika und Geländeübungen. Weiterhin können Module zu allgemeinen und fachspezifischen Schlüsselqualifikationen belegt werden. Mehrwöchige Berufspraktika sind empfohlen oder vorgeschrieben. 

Beschäftigungsmöglichkeiten

Geowissenschaftler/innen arbeiten überwiegend im Consultingbereich bei geologischen Beratungsunternehmen sowie bei Ingenieur- und Planungsbüros für den Umweltbereich (z.B. Sanierung von Bodenverunreinigungen, Grundwasser oder Baugrund). Beschäftigungsmöglichkeiten existieren zudem bei Herstellern von geowissenschaftlichen Messeinrichtungen, in der Bauindustrie und bei Software-Herstellern. Im geringen Umfang finden sie Anstellungen im öffentlichen Bereich, z.B. bei Geologischen Landesämtern, bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, im Geophysikalischen Beratungsdienst der Bundeswehr, bei Kommunalen Gebietskörperschaften (Kommunen, Landkreise) sowie bei Bergämtern der Länder. Zudem stellen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen Geowissenschaftler/innen ein. 

Studiengänge

  • Angewandte Geowissenschaften
  • Bio-Geo-Analyse
  • Biogeowissenschaften / Ecological Impact Assessment
  • Geoökologie
  • Geoinformatik
  • Geoinvironmental Engineering
  • Chemie/Umweltchemie
  • Geoinformationsmanagement
  • Ökosystemmanagement
  • Umwelt-Geowissenschaften
  • Umweltnaturwissenschaften
  • Integrated Environmental Studies

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