News zu Pflanzen und Forschung aus dem Netz
Wie viele Menschen ernährt ein Landwirt?
Gegenüber den vergangenen Jahrzehnten versorgt ein Landwirt heute deutlich mehr Bürger. Allein seit 1990 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, seit 1960 sogar verneunfacht.
Quelle: top agrar online
Kakao anbauen im Klimawandel
Forschende untersuchen Wirkung von schattenspendenden Bäumen in Kakaoplantagen in Ghana In Afrika südlich der Sahara sind die Menschen besonders auf Regen angewiesen. Der Klimawandel bedroht zunehmend ihre Landwirtschaft. Für den Anbau von Kakao ist Agroforstwirtschaft ein möglicher Weg zur Anpassung: Bäume, die auf den Plantagen zwischen den Kakaopflanzen wachsen, spenden dabei Schatten. Das kann die Erträge in trockeneren Zeiten retten, wie eine Studie von Forschenden der Universität Göttingen und des Joint Research Centre der Europäischen Kommission zeigt.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Wenn Salzwiesen zu Klimahelden werden
Während die Welt über Windräder und Solarparks diskutiert, rückten auf der COP30 die stillen Helden der Küsten ins Rampenlicht: Mangroven und Salzwiesen. Mit insgesamt 9 Milliarden Dollar an Finanzierungszielen und dem Versprechen, eine halbe Million Hektar wiederherzustellen, zeigte die Klimakonferenz, dass die Natur selbst oft die beste Technologie ist. Doch die Zeit drängt – Salzwiesen verschwinden dreimal schneller als Wälder.
Quelle: UmweltDialog
Giftige Metalle im Weizenkorn: Stammen sie aus dem Boden oder dem Dünger?
Pflanzen nehmen über ihre Wurzeln nicht nur Nährstoffe auf, sondern auch giftige Metalle. Unklar war bislang, ob sie aus dem Boden oder den ausgebrachten Düngemitteln stammen. Unter Federführung des UFZ und der Duke University (USA) hat ein Forschungsteam zur Klärung der Frage Weizenkörner untersucht und anhand einer speziellen Isotopensignatur herausgefunden, dass der Großteil der giftigen Metalle aus dem mineralischen Dünger kommt. Eine Kombination aus mineralischer und organischer Düngung würde nicht nur den Gehalt an giftigen Metallen reduzieren, sondern auch den Gehalt an Metallen erhöhen, die für die menschliche Ernährung wichtig sind.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Meer auf dem Teller: Fünf essbare Makroalgen im Vergleich
Forschende des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) und der Universität Bremen haben den Nährstoffgehalt von fünf essbaren, teils wenig bekannten Meeresalgen analysiert und ihr Potenzial für eine nachhaltige Ernährung untersucht. Ihre Studie im Fachmagazin Discover Food zeigt, dass die untersuchten Arten reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind und starke antioxidative Eigenschaften sowie hohe Protein- und Mineralstoffgehalte besitzen.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Was unsere Wiesen über die Zukunft verraten
Wiesen, die früher voller summender Insekten und bunter Pflanzen waren, verlieren still und leise ihre Vielfalt. Doch wie schnell passiert dieser Wandel und lässt er sich erkennen, bevor Arten verschwinden? Unter Leitung von Professorin Dr. Lena Neuenkamp von der Universität Bielefeld hat ein deutsch-schweizerisches Forschungsteam darauf eine Antwort gefunden. Die Studie, erschienen im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution, zeigt: Räumliche Daten können erstaunlich gut vorhersagen, wie sich die Artenvielfalt über die Zeit verändert.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Was zählt in Brüssel? Studie zeigt: EU-Agrarpolitik sieht Natur vor allem als Ressource
Wenn es um Natur geht, denken viele an Wälder, Wiesen, Artenvielfalt – doch was ist Natur uns eigentlich wert? Eine aktuelle Studie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in der Fachzeitschrift People and Nature hat untersucht, welche Werte von Natur sich in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union wiederfinden – und welche nicht. Die Ergebnisse zeigen: Ökonomische Argumente stehen im Vordergrund, während andere Wertvorstellungen wie Natur als Lebensraum oder als Teil kultureller Identität deutlich weniger Beachtung finden. Das könnte Auswirkungen auf den Erfolg von Naturschutzmaßnahmen und der dahinterstehenden Agrarpolitik haben.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Künstlicher Torf aus dem Schnellkochtopf: ATB in Potsdam erzielt Durchbruch bei Torfersatz
Torf ist ein Multitalent und wird in Kultursubstraten zur Bodenverbesserung eingesetzt. Um natürlichen Torf zu gewinnen, müssen Moorgebiete trockengelegt werden – mit verheerenden Auswirkungen auf das Ökosystem. Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) hat nun zwei Patente für innovative Technologien zur schnellen und skalierbaren Herstellung von künstlichem Torf eingereicht. Diese nachhaltige Alternative zu natürlichem Torf kann innerhalb von Minuten statt Jahrtausenden hergestellt werden.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Digitalisierte Anbausysteme für die Stadt: Forschungsraum an der FH Wedel stärkt städtische Landwirtschaft der Zukunft
Die Fachhochschule Wedel startet „Urban Farming 4.0“ und eröffnet ein Testlabor mit Hydroponik, automatisierten Beeten, Aquaponik, klassischen Beeten, Gewächshäusern und Bienenvölkern. KI-gestützte Biodiversitätserkennung und digitale Zwillinge sollen die Effizienz und Nachhaltigkeit urbaner Anbausysteme bewerten und verbessern. Der Forschungsraum dient Lehre, Praxis und Wissenstransfer, ergänzt durch eine internationale Summerschool. Unterstützt wird das Projekt von Expertinnen und Experten der Leuphana Universität, der Universität Hamburg sowie regionalen Garten-, Imker- und Landwirtschaftsverbänden.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Weinbau mit Bäumen
Einen Abend zum Thema Vitiforst (Bäume und Sträucher im Weinbau zur Anpassung an den Klimawandel) bot die VHS Nürtingen, unterstützt von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) - NÜRTINGEN (hfwu). Der Klimawandel stellt auch den Weinbau vor große Herausforderungen. „Vitiforst“ ist ein Ansatz, darauf zu reagieren. Dabei werden Bäume und Sträucher in die Weinberge integriert. Eine Veranstaltung im Programm der VHS Nürtingen mit Unterstützung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) stellte den aktuellen Stand eines Vitiforst-Forschungsprojekts vor. Vom beteiligten Weingut Singer-Bader gab es Weine zur Verkostung.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Ideas Award 2025 der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT): Vielfalt an Ideen begeistert Jury
Der HSWT Ideas Award 2025 würdigte kreative Projekte aus unterschiedlichen Fachgebieten. Von nachhaltigem Bauen bis Vertical Farming – die Gewinnerinnen und Gewinner zeigten eine enorme Bandbreite an Ideen.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Baumaterialien aus Pilzen
Ein neuer und ein bestehender Sonderforschungsbereich der TU Berlin bewilligt / 20 Millionen Euro für Pilzbiotechnologie und Raumsoziologie / Beteiligung an einem weiteren SFB im Bereich Physik
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Den Bergwald klimafit machen: INTERREG-Projekt WINALP 21 zeigt Wege auf!
80 Teilnehmende aus Forstpraxis und Naturschutz informierten sich in Benediktbeuern über die Ergebnisse des INTERREG-Forschungsprojekts „WINALP 21 – Bergwälder fit im Klimawandel“ https://www.hswt.de/forschung/projekt/1929-winalp-21. Das bayerisch-österreichische Projekt wird seit Januar 2023 bis Ende 2025 von der Europäischen Union und den Forstverwaltungen Vorarlberg, Tirol, Bayern und Oberösterreich mit insgesamt 1,6 Mio. Euro gefördert. Am 11. November 2025 wurden die Ergebnisse im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern präsentiert und lebhaft diskutiert.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Hyperspektrale Erdbeobachtung aus dem All
Innovative Filter-on-Chip-Technologie des Fraunhofer IST ermöglicht hochaufgelöste Daten für nachhaltige Landwirtschaft und Smart-Farming-Anwendungen. Der Klimawandel, häufigere Wetterextreme und der wachsende Bedarf an hochwertigen Lebensmitteln stellen die Landwirtschaft weltweit vor große Herausforderungen. Um Erträge zu sichern und gleichzeitig Ressourcen wie Wasser, Dünger und Energie effizient einzusetzen, benötigen Landwirtinnen und Landwirte immer genauere Informationen über den Zustand von Pflanzen und Böden. Hyperspektrale Fernerkundung kann hier entscheidend unterstützen, war bislang jedoch nur mit großen, komplexen und kostenintensiven Systemen möglich.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Statuskonferenz Bioenergie: Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren Potenziale von Biomasse
Die vielfältigen Potenziale der Bioenergie bringen die Energiewende an komplizierten Schlüsselstellen entscheidend voran und tragen wesentlich dazu bei, das Energiesystem resilient und zukunftssicher aufzustellen. Auf der Statuskonferenz Bioenergie des Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“ haben sich am 20./21. November 2025 vor diesem Hintergrund rund 120 Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu den Potenzialen der Bioenergie ausgetauscht und wissenschaftliche Forschungsansätze weiterentwickelt.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Schutzgebiete sind Orte der Verbundenheit
Forschungsteam untersucht Narrative von Mensch-Natur-Beziehungen Schutzgebiete gelten als Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen. Sie sind aber auch Orte, an denen Menschen leben, arbeiten und sich erholen. Wie vielfältig und eng diese Beziehungen sind, zeigt eine neue Studie der Universitäten Göttingen, Kassel, Jyväskylä (Finnland) und Stockholm (Schweden). Das Forschungsteam analysierte Erzählungen von Menschen, die in oder nahe geschützter Landschaften im Landkreis Göttingen leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)