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Arsenophonus ist eine Gattung von Bakterien, die in vielen Insektenarten natürlich vorkommt. Einige Vertreter sind harmlose Mitbewohner, andere können jedoch Pflanzen infizieren und schwere Schäden verursachen. In der Kartoffel führt ein Befall zu einem Krankheitsbild, das dem von Stolbur ähnelt: Triebe welken, Blätter verfärben sich und Knollen verlieren ihre Festigkeit – sie werden glasig, gummiartig und sind für die Vermarktung nicht mehr geeignet.

Wie auch Stolbur-Erreger wird Arsenophonus durch Insekten übertragen – insbesondere durch die Schilf-Glasflügelzikade, die beim Nahrungsentzug Bakterien in die Leitbahnen der Kartoffel einbringt. Da diese Erreger im Pflanzeninneren leben, gut versteckt vor Pflanzenschutzmitteln, stehen Landwirt:innen oft vor einem Totalausfall.

Die Bedeutung von Arsenophonus für den Kartoffelanbau wächst, weil:

  1. es noch keine resistenten Sorten gibt
  2. chemische Bekämpfung kaum greift
  3. neue Erregerstämme auftreten
  4. der Klimawandel die Vektorpopulationen fördert

Die Züchtungsforschung setzt deshalb auch hier auf genetische Vielfalt aus Genbanken – in der Hoffnung, natürliche Resistenzmechanismen zu entdecken.

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