Ein Biofilm ist eine dünne, schleimige Schicht aus Mikroorganismen, die sich an Oberflächen – etwa Wurzeln oder Bodenpartikeln – anlagern und dort in einer Matrix aus selbst gebildeten Polymeren (z. B. Polysacchariden, Proteinen und DNA) eingebettet leben.

In einem Biofilm sind Mikroben besser vor äußeren Einflüssen wie Trockenheit, Sauerstoff oder Schadstoffen geschützt. Innerhalb dieser Gemeinschaft tauschen sie Signalmoleküle und Nährstoffe aus. Für diazotrophe Bakterien schafft der Biofilm zudem sauerstoffarme Mikromilieus, die die Aktivität der Stickstoffase ermöglichen – denn dieses Enzym ist sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff.

Biofilme spielen eine wichtige Rolle in der Rhizosphäre von Pflanzen. Sie fördern Wurzelbesiedlung, Nährstoffaufnahme und Schutz vor Pathogenen. In der Forschung werden sie zunehmend als „Mikrohabitate“ verstanden, die Pflanzen gezielt beeinflussen können, um etwa biologische Stickstofffixierung oder Pflanzenwachstum zu fördern.

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