Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC)
Die Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) ist ein präzises analytisches Trennverfahren, das zur Identifizierung, Quantifizierung und Aufreinigung chemischer Verbindungen eingesetzt wird. Sie gehört zu den wichtigsten Methoden in Chemie, Biochemie, Pharmazie und Umweltanalytik.
Bei der HPLC wird eine flüssige Probe unter hohem Druck durch eine Trennsäule gepumpt, die mit feinen Partikeln (der sogenannten stationären Phase) gefüllt ist. Abhängig von ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften – etwa Polarität, Größe oder Ladung – werden die einzelnen Moleküle unterschiedlich stark zurückgehalten und verlassen die Säule zu verschiedenen Zeiten (Retentionszeiten).
Die getrennten Substanzen werden anschließend mit einem Detektor erfasst, meist über UV-Absorption oder Fluoreszenz, und in einem Chromatogramm dargestellt. So können selbst komplexe Mischungen – etwa Pflanzenextrakte, Zucker, Aminosäuren oder Wirkstoffe – genau analysiert werden.
Varianten wie RP-HPLC (Reversed Phase), Ionenaustausch- oder Größenausschlusschromatographie erweitern den Einsatzbereich der Methode. Moderne HPLC-Systeme sind häufig mit Massenspektrometern (LC-MS) gekoppelt, was eine besonders empfindliche und spezifische Stoffidentifizierung ermöglicht.