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Die Kraut- und Knollenfäule ist eine der verheerendsten Pflanzenkrankheiten weltweit und historisch berühmt-berüchtigt – sie löste Mitte des 19. Jahrhunderts die irische Hungersnot aus. Verursacher ist Phytophthora infestans, ein Oomycet (umgangssprachlich „Pilzähnlicher Erreger“), der sich besonders bei feucht-warmen Bedingungen explosiv vermehrt.

Die Erkrankung beginnt meist an den Blättern: dunkle, wässrige Flecken breiten sich rasch aus, und bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich ein weißer Sporenrasen. Von dort gelangt der Erreger in die Knollen und sorgt auch nach der Ernte in der Lagerung für Fäulnis. Moderne Kartoffelsorten können zwar einige Resistenzgene tragen – aber immer wieder entstehen neue, aggressive Phytophthora-Stämme, die diese überwinden.

Krautfäule verursacht jährlich mehrere Milliarden Euro wirtschaftlichen Schaden. Deshalb gelten eine nachhaltigere Bekämpfung und der Einsatz resistenter Sorten als Schlüssel für die Kartoffelproduktion der Zukunft.

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