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Die Wildtomate Solanum peruvianum stammt aus den trockenen und halbtrockenen Regionen Perus und Nordchiles und ist eng mit der Kulturtomate (Solanum lycopersicum) verwandt. Sie wächst in Höhenlagen von bis zu 3.000 Metern und ist damit an harsche Umweltbedingungen wie intensive Sonneneinstrahlung, Temperaturschwankungen und Wassermangel angepasst. Diese Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer wertvollen genetischen Ressource für Züchterinnen und Züchter.

Im Vergleich zur Kulturtomate verfügt S. peruvianum über eine besonders ausgeprägte Resistenz gegenüber einer Vielzahl von Krankheitserregern und Fraßinsekten. Sie produziert oft höhere Mengen an Abwehrstoffen und reagiert auf Signalmoleküle wie das Peptidhormon Systemin deutlich sensibler und schneller. Diese erhöhte Abwehrbereitschaft wird in der Forschung gezielt genutzt, um molekulare Mechanismen der pflanzlichen Immunabwehr zu untersuchen.

Darüber hinaus trägt die genetische Vielfalt dieser Wildart zur Entwicklung neuer Tomatensorten bei, die widerstandsfähiger gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren sind. Kreuzungen zwischen Kulturtomaten und S. peruvianum werden beispielsweise genutzt, um Resistenzgene zu übertragen, die gegen Viren, Bakterien, Pilze oder Insekten wirken. Auch in der Grundlagenforschung dient diese Wildtomate als Modellorganismus, da ihre starken Abwehrreaktionen eindeutige experimentelle Signale liefern, die in der Kulturtomate oft schwächer ausgeprägt sind.

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