GABI FUTURE

PROTECT

Identifizierung und Charakterisierung neuer chemoprotektiver Substanzen für Pflanzenschutz und Medizin

Koordinator: Dr. Ulf-Ingo Flügge –  Universität zu Köln

Projektbeschreibung

Viele Sekundärmetabolite übernehmen wichtige Funktionen bei der Pflanzenabwehr und in der Krebsprävention. Durch die Induktion entgiftender Enzyme wird die Tumorentwicklung in tierischen Zellen inhibiert, da diese Enzyme eine zentrale Rolle im Abwehrsystem von Zellen spielen. Diese Enzyme, z.B. die Glutathion-S-Transferase, die UDP-Glucuronosyltransferase oder die NAD(P)H-Quinon-Oxidoreduktase werden auch als Phase 2 Enzyme bezeichnet, da sie während der zweiten Phase der Karzinogenese, d.h. der Promotion wirken. Die Regulation dieser Genexpression und somit der entgiftenden Enzyme durch schützende Bestandteile aus Nahrung und Pflanzen wird durch eine regulatorische Sequenz in der genomischen DNA vermittelt (EpRE, Electrophile-Responsive Element, auch ARE - Antioxidant Responsive Element genannt). Diese Sequenz koordiniert die transkriptionelle Aktivierung von Genen, welche mit der Phase 2 Biotransformation und dem damit verbundenen Schutz gegen Umweltstress in Verbindung stehen.

Unter Einsatz einer Population von activation-getaggten Arabidopsis thaliana Transposon Mutanten und kultivierten EpRE-GFP Hepatoma-Zellen wird diese Aktivierung in einem high-throughput screening genutzt, um neue und schützende Sekundärmetabolite und die entsprechenden Biosynthesegene zu identifizieren, die durch die Induktion von Phase 2 Enzymen möglicherweise zur Krebsprävention beitragen können.

Eckdaten
G

GABI FUTURE

PROTECT

Projektlaufzeit

01.09.2007 - 31.08.2010

Fördersumme

Öffentlich: 1.077.031,00 €
Privat: 0,00 €
Gesamt: 1.077.031,00 €