Bioökonomie

Der Begriff Bioökonomie (auch biobasierte Wirtschaft genannt), wie er in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion genutzt wird, umfasst alle industriellen und wirtschaftlichen Sektoren und deren zugehörige Dienstleistungen, die biologische Ressourcen produzieren, ver- und bearbeiten oder diese in verschiedenen Formen nutzen.

Europaweit erwirtschaften in den Branchen der Bioökonomie 22 Millionen Beschäftigte rund 1,7 Billionen Euro Jahresumsatz. In Deutschland sind es zwei Millionen Menschen, die zu einer Wertschöpfung von rund 300 Milliarden Euro beitragen. 

Als "wissensbasierte Bioökonomie" (knowledge based bio-economy) werden vor allem die Anwendungsmöglichkeiten der Biotechnologie in diesen Sektoren bezeichnet. Damit kann die wissensbasierte Bioökonomie als Umsetzung des Wissens aus den Lebenswissenschaften in neue, nachhaltige, umweltverträgliche und konkurrenzfähige Produkte“ definiert werden. Die Europäische Union als auch die Bundesrepublik Deutschland aber auch andere EU Mitgliedsstaaten verfolgen abgestimmte Strategien zum Aufbau einer „wissensbasierten Bioökonomie“. 

In der Wissenschaft definiert der Begriff der Bioökonomie hingegen die Ökonomie des Lebendigen. Damit ist dieser eine Fachbezeichnung für die Darstellung des ökonomischen Gehalts lebender Systeme. Die Bioökonomie ist zum technischen Ansatz der Bionik komplementär, indem sie ökonomische Muster des Lebendigen daraufhin untersucht, ob sie als Vorlage für sozioökonomische Entscheidungen dienen könnten.

Sehen Sie hierzu das Video:
"Neue Produkte - Aus Natur gemacht"

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(Quelle: © BMELV, 2013)

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