Gefäßpflanzen

Gefäßpflanzen sind aus drei Einheiten aufgebaut: Sie haben Wurzeln, Sprossachsen und Blätter. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu den Moosen ist das Vorhandensein von Tracheiden oder Tracheen (eine Art stabiles Röhrensystem im Inneren der Pflanze für den Wassertransport) in den Leitbündeln der Sprossachse. 

Gefäßsporenpflanzen  

Die Gefäßsporenpflanzen bilden eine Überabteilung in der Gruppe der Gefäßpflanzen. Sie  verbreiten sich über Sporen, im Gegensatz zu den Samenpflanzen. Zu den Gefäßsporenpflanzen gehören nach der klassischen Gliederung die Farne, Bärlappe und Schachtelhalme. 

Samenpflanzen

Die Samenpflanzen stellen eine weitere Überabteilung in der Gruppe der Gefäßpflanzen dar. Unter die Samenpflanzen fallen alle Pflanzen, die wir gemeinhin als Pflanze kennen: Bäume, Sträucher, Blumen, Gräser. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich über Samen verbreiten.

Die Samenpflanzen werden unterteilt in die Gruppen der Nacktsamer (Gymnospermae) und der Bedecktsamer (Angiospermae).

  • Nacktsamer  

Zu den Nacktsamern gehören Holzgewächse, unter anderem unsere Nadelbäume wie Fichte, Kiefer, Lärche, aber auch der Ginkgo. Zu den Bedecktsamern gehören unsere Laubbäume und die Blütenpflanzen im engeren Sinne. Ihr Hauptmerkmal ist die Ausbildung der klassischen „Blüte“, d. h. eines Kurzsprosses, der in seinem Inneren die Fortpflanzungsorgane trägt. Bei Befruchtung entwickelt sich die Blüte zur Frucht, in der der Samen verborgen ist. Auch die Nacktsamer entwickeln ein der Blüte ähnelndes Organ. Dessen fruchtbarer Teil ist allerdings nicht wie bei den Bedecktsamern durch ein Fruchtblatt geschützt, daher der Name „Nacktsamer“. 

  • Bedecktsamer  

Bedecktsamer stellen die wirtschaftlich wichtigste Gruppe und diejenige mit den meisten Arten unter den Pflanzen dar. Man kennt bisher etwa 226.000 verschiedene Arten. Nahezu alle Pflanzen, die vom Menschen verwendet werden, sind Bedecktsamer: Laubbäume, Kräuter, Nutzpflanzen, Süßgräser (wozu auch unsere heimischen Getreidesorten sowie Reis, Mais und Hirse zählen). 

Die Bedecktsamer werden je nach Autor in zwei oder drei Klassen unterteilt: Die Einkeimblättrigen (Liliopsidae oder Monocotyledonae) und die Zweikeimblättrigen (Dicotyledonae), welche nach Strasburger weiter unterteilt werden können in Einfurchenpollen-Zweikeimblättrige (Magnoliopsida) und Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida).

  • Einkeimblättrige Pflanzen haben nur ein Keimblatt. Zu ihnen gehören unter anderem Orchideen, Lauchgewächse (Zwiebeln, Knoblauch, Porree), Lilien, Gräser, Palmen
  • Zweikeimblättrige Pflanzen haben zwei Keimblätter und als zusätzliche Unterteilung eine unterschiedliche Pollenanatomie. Zu ihnen gehören krautige und verholzende Blütenpflanzen wie Korbblütler (z. B. Kornblume, Sonnenblume), Lippenblütler (Lavendel), Schmetterlingsblütler (Bohnen, Klee, Robinie), Laubbäume wie die Fagaceae (Buchen, Eichen) usw.

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