Gendrift

Gendrift tritt auf, wenn durch zufällige äußere Einflüsse (Naturkatastrophe, Krankheit) ein Teil der Population weg bricht und mit ihr verschiedene Erbfaktoren. Aus den restlichen Faktoren bildet sich eine neue Population mit einem Genpool, der sich von der Stammpopulation deutlich unterscheiden kann.

Wichtig ist, dass solche Ereignisse kleine Populationen weit stärker treffen als große.

Gendrift ist ein wichtiger Faktor bei der Artbildung, wenn durch ein Großereignis ein zufälliger Teil einer Population vom Rest getrennt wird. Der Genpool dieser Zufallspopulation (Gründerpopulation) ist für gewöhnlich nicht optimal an die Umweltbedingungen angepasst, hat zum Teil sogar negative Anpassungen, die auf einmal weiter gegeben werden. Dieser Genpool wird jetzt neu an die Umweltbedingungen angepasst, kann aber auch durch natürliche Selektion zum Aussterben der Population führen, je nach ’Ausgangsmaterial’. Diesen Effekt nennt man den genetischen Flaschenhalseffekt.

Siehe auch: Gen (Aufbau), Genom, Genexpression, Genregulation, GentransferGenotyp, Gentechnik.

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