Hybridisierung

Methode zum Nachweis einer spezifischen DNA-Sequenz.

Eine DNA-Sequenz kann man sich als einen Reißverschluss vorstellen.

Die „Zähne“ dieses Reißverschlusses sind die Basen Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T).Die Information, die die DNA enthält, ist verschlüsselt in der Reihenfolge dieser vier Buchstaben entlang des „Reißverschlusses“.

Gegenüberliegende „Zähne“ bilden dabei immer nur entweder AT- oder GC-Paare. Die Sequenz ACGCT etwa hat als komplementäres Gegenüber die Buchstabenfolge TGCGA.

Bei der Hybridisierung wird der „Reißverschluss“ durch Erhitzen geöffnet, so dass Einzelstränge vorliegen. Kurze, ebenfalls einzelsträngige DNA-Stücke, so genannte Sonden sollen nun ihr passendes Gegenstück auf dem langen Einzelstrang finden. An dieser Stelle schließt sich dann der Reißverschluss beim Abkühlen wieder. Man kann dies anhand von Markierungen (z.B. durch einen Farbstoff) sichtbar machen. Auf diese Weise kann herausgefunden werden, ob spezifische Sequenzen, die z.B. für bestimmte Gene stehen, in der untersuchten DNA vorhanden sind oder nicht.

Das Prinzip der Hybridisierung:

  • Bindung der DNA (einzelsträngig) an einen Filter
  • Zugabe der Sonde
  • Bindung der Sonde an die spezifische DNA-Sequenz


Die DNA wird für die Hybridisierung auf einen „Blot“ genannten Filter gebunden. Damit die Sonde leichter die „passende“ Sequenz finden kann, wird die DNA vorher mit Restriktionsenzymen in kleinere Abschnitte zerschnitten. Der Filter wird dann in eine Lösung gelegt, die die Sonde enthält.

Im Fall der „Dot-Blot-Hybridisierung“ wird die DNA punktförmig („Dot“) auf den Filter aufgetragen.

Bei der „Southern-Hybridisierung“ werden die DNA-Stücke vorher über ein Agarosegel aufgetrennt und dann auf einen Filter übertragen.

Quelle: pflanzenforschung.de/biosicherheit

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