Neonicotinoide, Neonikotinoide

Unter Neonicotinoiden fasst man eine Gruppe von Wirkstoffen zusammen, die als Insektizide eingesetzt werden. Es sind synthetische Pflanzenschutzmittel, die als Nervengift gegen Schadinsekten wirken. Neonicotinoide werden entweder direkt auf die Pflanzen gesprüht oder auf den Boden appliziert. Darüber hinaus kann das Saatgut von Pflanzen prophylaktisch mit den Pestiziden behandelt werden (Saatgutbeize).

Einige Neonicotinoide stehen im Verdacht, für Bienen und andere Tiere, sogenannte Nicht-Zielorganismen, schädlich zu sein. Die EU-Kommission schränkte zum vorsorglichen Schutz der Bienen im Jahr 2013 die Nutzung für die Neonicotinoide „Clothianidin“, „Imidacloprid“ und „Thiametoxam“ stark ein, bzw. verbot einige Anwendungen ganz. Diese Verordnung gilt zunächst befristet für zwei Jahre, bis weitere wissenschaftliche Daten vorliegen. In Deutschland gilt neben diesem Beschluss auch eine im Juli 2015 von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt unterzeichnete Eilverordnung, die zusätzlich den Handel mit und das Aussäen von Wintergetreide-Saatgut verbietet, das mit bestimmten Neonikotinoiden behandelt wurde.

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