Protoplastenfusion

Die kleinste selbstständig lebensfähige morphologische Einheit einer Zelle mit Zellwänden, also den plasmatischen Inhalt einer Zelle, bezeichnet man als Protoplast.

Als Protoplastenfusion bezeichnet man die Verschmelzung zweier Zellen, deren Zellwände zuvor durch Enzyme aufgelöst wurden. Diese in-vitro Verschmelzung wird induziert durch elektrischen Strom oder durch Polyethylenglykol.

Nach der Verschmelzung der Zellen, der sogenannten Zellfusion, kommt es zumeist auch zu einer Verschmelzung der Zellkerne, der sogenannten Karyogamie. So kann man Hybride (sogenannte somatische Hybride) selbst aus solchen Ausgangslinien erzeugen, die nicht miteinander kreuzbar sind. Durch die Karyogamie kommt es zu einer Polyploidisierung in den entstehenden Hybriden.

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