Gemeinsam handeln heißt gemeinsam Verantwortung übernehmen

13.10.2010 | von Redaktion Pflanzenforschung.de

Der Bericht zum 1. BMBF-Fachforum wurde veröffentlicht. (Quelle: © genius)
Der Bericht zum 1. BMBF-Fachforum wurde veröffentlicht. (Quelle: © genius)

Der zusammenfassende Bericht zur BMBF Denkfabrik „Pflanzenforschung, Klima, Nachhaltigkeit: Interdisziplinäre Konzepte auf dem Weg zu einer zukunftsverantwortlichen Nutzung biologischer Ressourcen“ wurde veröffentlicht.

Das BMBF-Fachforum fand im Februar 2010 in Berlin statt. Die Ergebnisse wurden jetzt in Form eines Berichts veröffentlicht. Die Fachforen sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und werden durch das Forschungsprogramm „Pflanzenbiotechnologie der Zukunft“ (ehemals GABI) und dem BioÖkonomieRat (BÖR) organisiert.

Im ersten Fachforum betonten Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen, Vertreter der Wirtschaft sowie von NGOs, Verbänden und aus der Politik die Schüsselrolle der Pflanzenforschung für die Entwicklung nachhaltiger und gleichzeitig hochproduktiver Agrarsysteme. Ein Innovationsschub, vergleichbar mit dem Raumfahrtprogramm in den 60er Jahren in den USA, ist in der Agrarforschung notwendig, um die Erträge entsprechend der weltweit steigenden Nachfrage und sich ändernden Produktionsbedingungen zu sichern. Nur wenn es gelingt, auf den verfügbaren Flächen dauerhaft mehr zu produzieren, können die weltweiten Bedarfe gedeckt werden, ohne dass weiter Raubbau an sensiblen Ökosystemen betrieben wird. Den Rahmen einer solchen „sanften“ Intensivierung bilden die komplexen Kriterien einer nachhaltigen Pflanzenproduktion. Notwendig sind aber auch Veränderungen im Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher auf globaler Ebene.

Aus einer gemeinsamen Verantwortung, so die Meinung der Teilnehmer, erwachse der Anspruch an eine neue Dimension der Forschung. Hauptkriterien sind neben einer Technologieoffenheit ein systemübergreifendes, globales und vorausschauendes Handeln. Lokal abgestimmte Methoden und Technologien würden zum Markenzeichen einer zunehmend global vernetzten Landwirtschaft beitragen.

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