News zu Pflanzen und Forschung aus dem Netz

20.05.2022 17:00 Uhr

Die Funktion folgt der Form in der Pflanzenimmunität

Wissenschaftler:innen des Max-Planck-Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ) und der Universität zu Köln haben einen Weg entdeckt, der erklärt, wie eine Proteinfamilie Pflanzen gegen mikrobielle Schaderreger verteidigen. Ihre Ergebnisse wurden jetzt in der Zeitschrift Cell veröffentlicht.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

20.05.2022 15:30 Uhr

Wenn Mikroben übers Essen streiten

Man sieht sie mit bloßem Auge nicht, aber unser Waldboden ist übersät mit Mikroorganismen. Sie zersetzen herabfallendes Laub und verbessern damit die Bodenqualität und wirken dem Klimawandel entgegen. Doch wie stimmen diese Einzeller sich über ihre Aufgabenverteilung ab? Diesem bisher wenig verstandenen Prozess ist ein internationales Forschungsteam auf den Grund gegangen. Die Forschenden konnten zeigen, dass Bakterien beim Abbau von Laub chemische Verbindungen herstellen, die die Konkurrenten kontrollieren.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

20.05.2022 05:28 Uhr

Sachsen eröffnet Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau

Das neue Kompetenzzentrum Ökolandbau in Nossen soll umstellungswillige Landwirte beraten, den Bioanbau voran bringen und neue Erkenntnisse in die Praxis tragen.

Quelle: top agrar online

19.05.2022 10:42 Uhr

Ein Blick in die Schatzkammern der deutschen Herbarien: www.herbarium.gbif.de geht online

Mit rund 23 Millionen getrockneten Pflanzen, Pilzen und Algen in über 70 Herbarien verfügt Deutschland über den weltweit drittgrößten Bestand. Das Onlineportal https://herbarium.gbif.de zeigt nun mit einer Million digital vernetzten Belegen, welches Wissen in ihnen schlummert. Die Schätze von 22 bedeutenden deutschen Herbarien können hier erstmals als Gesamtschau eingesehen werden. Kuratiert wird das Virtuelle Herbarium Deutschland vom Botanischen Garten Berlin der Freien Universität Berlin, der gemeinsam mit der internationalen Open Data-Plattform Global Biodiversity Information Facility (GBIF) auch die Software hinter dem Portal entwickelt hat.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

19.05.2022 10:30 Uhr

Berliner Erklärung: Für die Zukunft der Menschheit

Der Verlust der Artenvielfalt und der globale Klimawandel sind die größten und drängendsten Herausforderungen der Zukunft. Nichts weniger als unsere eigene Existenz steht auf dem Spiel. Unter der Federführung der drei Leibniz-Naturforschungsmuseen ruft ein breites Bündnis renommierter Forscher:innen in ihrer heute veröffentlichten „Berliner Erklärung“ Deutschland dazu auf, der besonderen Verantwortung der G7-Präsidentschaft bei der Bekämpfung dieser „Zwillingskrise“ gerecht zu werden. In ihrem Positionspapier präsentieren die Forschenden konkrete Handlungsempfehlungen mit „naturbasierten Lösungen“ als einem wesentlichen Schlüssel zum Erfolg.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

19.05.2022 06:22 Uhr

Großbritannien lockert Gentechnik-Regeln

Mit einem neuen „Genetic Technology (Precision Breeding) Bill“ will England die Forschung, Anwendung und Vermarktung von gentechnischen Verfahren und Produkten erleichtern.

Quelle: top agrar online

18.05.2022 17:02 Uhr

Gärtnern mit heimischen Pflanzen für den Arterhalt

Forschende schlagen Maßnahmen des Conservation Gardenings für Trendwende im Gartenbau vor. Auf urbanen Grünflächen könnten vermehrt rückläufige heimische Arten gepflanzt werden. Wie dieses große Potenzial für den Artenschutz genutzt werden kann, beschreiben Forschende des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Leipzig und anderer Einrichtungen. In ihrer jüngsten Studie, die in der Zeitschrift Nature Sustainability veröffentlicht worden ist, empfehlen sie konkrete Maßnahmen des Conservation Gardenings für eine Trendwende im Gartenbau.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

18.05.2022 17:00 Uhr

Hafer-Referenzgenom: Neue Einblicke in eine einzigartig gesunde Getreidepflanze

Kulturhafer (Avena sativa L.) ist eine alte Kulturpflanze, die vermutlich vor mehr als 3.000 Jahren domestiziert wurde. Damals wuchs sie als Unkraut auf Feldern. Hafer hat einen kleinen CO2-Fußabdruck und bietet viele gesundheitliche Vorteile. Zudem hat die Pflanze das Potenzial, tierische Lebensmittel zu ersetzen. Aufgrund fehlender Genom-Ressourcen war es jedoch bisher nicht möglich, moderne Methoden der Pflanzenzüchtung anzuwenden. Einem internationalen Forschungsteam, dem auch Forschende des IPK Leibniz-Instituts angehören, ist es nun gelungen, ein qualitativ hochwertiges Referenzgenom des Kulturhafers und seiner nächstverwandten Wildarten aus der Gattung Avena zu entschlüsseln.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

18.05.2022 16:33 Uhr

Dem Insektensterben auf der Spur: Landnutzung und Klima stören Kolonieentwicklung der Steinhummel

Bestäubende Insekten sind für die Biodiversität und die landwirtschaftliche Produktion unersetzlich. Doch seit Jahren geht der Bestand an Bienen, Hummeln und weiteren Insekten stark zurück. Mögliche Gründe reichen vom Klimawandel über den Einsatz von Pestiziden bis zum Verlust von Lebensraum. Nun haben Biologinnen und Biologen der Universität Ulm erstmals nachgewiesen, dass die Landnutzungsintensität und klimatische Veränderungen das chemische Duftprofil und die Körpergröße von Steinhummeln beeinflussen. Beide Faktoren könnten mitursächlich für den Insekten-Rückgang sein. Die Forschungsergebnisse sind im Fachjournal PLOS ONE erschienen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

18.05.2022 13:17 Uhr

Beitrag der Vegetation zur Verringerung von Hitzestress in der Stadt

Welche Auswirkungen Bäume auf die Temperatur in der Stadt haben, untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen einer mehrjährigen empirischen Studie. Am Beispiel der Stadt Würzburg zeigen die Forschenden, dass ein Grünflächenanteil von rund 40 Prozent nötig ist, um im Sommer für kühlere Temperaturen zu sorgen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

18.05.2022 11:17 Uhr

Öko-Landbau oder Blühstreifen – was ist besser für Insekten?

Wie wirksam Agrarumweltmaßnahmen für die biologische Vielfalt sind, hängt von verschiedenen Faktoren und dem jeweiligen Blickwinkel ab. Das zeigen Agrarökologen der Universität Göttingen und des Zentrums für ökologische Forschung im ungarischen Vácrátót in einem Artikel in der Fachzeitschrift Basic and Applied Ecology. Die Aussage des Forschungsteams: Je nach Art der Betrachtung sind Biodiversitätsvorteile auf dem Feld (ökologischer Landbau) oder neben dem Feld (Blühstreifen) anders zu beurteilen. Vergleichende Bewertungen von Umweltmaßnahmen könnten deshalb leicht in die Irre führen, so die Wissenschaftler.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

18.05.2022 10:50 Uhr

Substitution von russischem Gas durch Biogas nur begrenzt möglich

DBFZ empfiehlt Sofortprogramm zur Mobilisierung von nachhaltiger Biomasse Welche Rolle kann Biogas bei der Sicherung der Energieversorgung vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine spielen? In einem Positionspapier zeigen Wissenschaftler*innen des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) auf, dass ein Exportstopp von russischem Erdgas nur sehr begrenzt durch Biogas kompensiert werden kann. Zur Sicherung der vorhandenen Beiträge wird vor diesem Hintergrund u.a. eine zügige Umstellung der Biogaserzeugung auf landwirtschaftliche Nebenprodukte, biogene Abfälle und Anbaubiomasse ohne zusätzlichen Flächenbedarf empfohlen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

18.05.2022 03:00 Uhr

Greening hat Rückgang des Dauergrünlands gestoppt

Durch die Verschärfungen beim Grünlandumbruch und das neue Greening in der Agrarpolitik wurde der seit vielen Jahren anhaltende Rückgang des Dauergrünlands in Deutschland gestoppt.

Quelle: top agrar online

18.05.2022 02:10 Uhr

Uni Göttingen: Überweidung kippt komplettes Ökosystem

Ein Forschungsteam mit Göttinger Beteiligung hat Grenzwert für die Beweidung auf mikrobiologischer Basis identifiziert. Dazu wurde ein Plateau in Tibet genau untersucht.

Quelle: top agrar online

17.05.2022 14:42 Uhr

Ökologische Funktionen von Fließgewässern weltweit stark beeinträchtigt / Metastudie zeigt maßgebliche Stressoren

Landwirtschaft, Habitatverlust oder Abwässer – menschgemachte Stressoren wirken sich negativ auf die biologische Vielfalt in Bächen und Flüssen aus. In welchem Maße dabei auch ihr Vermögen zur Selbstreinigung und andere wichtige Ökosystemleistungen in Mitleidenschaft gezogen werden, darüber weiß man noch sehr wenig. Mit einer kürzlich im Fachjournal Global Change Biology veröffentlichten Metastudie hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) den weltweiten Stand der Forschung dazu erfasst – und gibt damit neue Impulse für ein verbessertes Gewässermanagement.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

17.05.2022 06:30 Uhr

Bayern: 600 Mio. € für den Streuobstanbau

Der Freistaat Bayern will bis 2035 über 600 Mio. € in den Streuobstbau investieren. Dabei sollen 1 Mio. neue Streuobstbäume gepflanzt werden.

Quelle: top agrar online