Die Vermehrung differenzierungsfähiger tierischer oder pflanzlicher Zellen in einem Nährmedium außerhalb des Organismus in einer sterilen, künstlichen Umgebung. Auch In-vitro-Kultur.

Durch das Kultivieren von speziellen, meristematischen Gewebeteilen können ganze Pflanzen regeneriert werden. Im Labor können so sehr schnell aus einer Pflanze bis zu 10.000 Nachkommen gezogen werden, die alle dieselben Eigenschaften besitzen. 

Durch Freilegung des Zellinneren (Protoplast) einer Pflanzenzelle kann diese mit dem Protoplasten einer anderen Zelle verbunden und die genetischen Eigenschaften so kombiniert werden (Protoplastenfusion). Das macht man sich vor allem bei schwer kreuzbaren Arten zunutze.

Über Zellkulturen lassen sich homozygote, diploide Pflanzen aus dem haploiden Chromosomensatz von generativen Pflanzenzellen (Zygoten, Pollen) ziehen, indem man die Chromosomen durch DNA-Replikation  verdoppelt. Vorteil: Die aufwändige Züchtung einer homozygoten Sorte wird deutlich verkürzt.

Siehe auch: Heterozygotie/Homozygotie.

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