Als Stickstoffkreislauf bezeichnet man den Kreislauf des Stickstoffs in der Biosphäre.

99 Prozent des irdischen Stickstoffs befinden sich in der Atmosphäre. Nur wenige Lebewesen können ihn in der dort vorliegenden, elementaren Form (N2) aufnehmen, doch alle brauchen ihn, um Aminosäuren und DNS zu bilden.

Deshalb sind die meisten Lebewesen auf jene drei Bakteriengruppen angewiesen, die den atmosphärischen Stickstoff verwerten können: Cyanobakterien, Rhizobien und Bakterien der Gattung Frankia. Sie reduzieren den elementaren Stickstoff zu Ammonium (NH4 ), das Pflanzen verwerten können. Ein weiterer Teil des Ammoniums wird von nitrifizierenden Bakterien zu Nitrit (NO2-) und weiter zu Nitrat (NO3-) umgewandelt. Nitrat wird von Pflanzen gegenüber Ammonium bevorzugt verwertet, aber auch von denitrifizierenden Bakterien wieder zu elementarem Stickstoff umgebaut.

Tiere und Menschen erhalten Stickstoff über pflanzliche (bzw. tierische) Nahrung. Pilze und Bakterien zersetzen schließlich abgestorbene Pflanzen und Kadaver, wodurch Ammonium zurück in den Boden gelangt und erneut nitrifiziert werden kann.

Zum Weiterlesen: Leguminosen und Symbiose.
 

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