Silur

Das Silur dauerte von vor 444 Millionen bis vor 416 Millionen Jahren. Es folgt auf das Ordovizium und wurde vom Devon abgelöst.

Die Anordnung der Kontinente änderte sich im Silur grundlegend. Es kam zur Kollision großer Kontinentalplatten und in Folge zur Bildung eines Faltengürtels. Das Klima wird als warm vermutet. Im Silur wird der heutige Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre erreicht.

Der Wasserstand war relativ hoch, so dass zu Beginn des Silurs der vom Meer bedeckte Raum beträchtlich zunahm. Riffbildungen führten jedoch auch zur Bildung von Flachmeeren. Gegen Ende des Silurs nimmt die Fläche des Festlandes zu. Flora und Fauna entwickelten sich weiter und erreichten eine beachtliche Diversität. Die ersten kiefertragenden Wirbeltiere kamen auf.

Im Silur „gingen“ die ersten Pflanzen an Land. Ob sich diese im Salz- oder Süßwasser entwickelten wird kontrovers diskutiert. Neuere Funde deuten auf eine Süßwasserentstehung hin. Im Verlauf des Silurs entwickelten sich die Landpflanzen weiter und breiteten sich stark aus. Die ersten Gefäßpflanzen (Xylem und Phloem) sind für den Mittelsilur nachweisbar.

Bei typischen Vertretern der damaligen Flora waren Spaltöffnungen (Stomata) zum Gasaustausch, über die gesamte Pflanzenoberfläche verteilt. Sporen zur Vermehrung waren gebräuchlich. Urfarne und einfache Bärlapppflanzen, die ihre eigentliche Entwicklung im Devon hatten, haben vermutlich im Silur ihren Ursprung. Flechten (symbiotische Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz und einem oder mehreren Photosynthese betreibenden Partner/n) sind ebenfalls erstmals im Silur nachgewiesen.

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