Heterologe Enkapsidierung (Transkapsidierung)


Bildung "neuer" Viren durch die Umhüllung eines Virus mit dem Hüllprotein eines anderen Virus.

Die heterologe Enkapsidierung (Transkapsidierung) ist ein natürlicher Vorgang und kann bei der Mischinfektion von Pflanzen mit verschiedenen Virusstämmen auftreten.

Dieser Vorgang konnte auch bei transgenen virusresistenten Pflanzen, die virale Hüllproteine bilden, unter Laborbedingungen nachgewiesen werden.

Da die Hüllproteine für die Übertragungsart eines Virus verantwortlich sind – Viren werden u.a. durch Insekten wie Blattläuse übertragen – kann im Fall einer heterologen Enkapsidierung die Übertragungsart verändert werden. So könnten z.B. Viren, die bisher nicht durch tierische Überträger weitergegeben wurden, jetzt durch solche übertragen werden.

Die heterologe Enkapsidierung tritt nur während einer Virusgeneration auf. Da das Virusgenom nicht verändert wird, sondern nur die Virushülle ausgetauscht wird, werden bei der nächsten Virusgeneration wieder die arteigenen Hüllproteine gebildet.

Quelle: pflanzenforschung.de/biosicherheit

Siehe auch: Transgene Pflanzen, Virusresistenz, Protein.

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