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Eine transgene Pflanze ist eine Pflanze, die mittels gentechnischer Methoden ein oder mehrere Gene aus einer anderen Art in ihr Erbgut übertragen bekommen hat. Diese Gene, die in der Pflanze natürlicherweise nicht vorkommen würden, stammen oft von anderen Pflanzenarten, Tieren, Bakterien oder Pilzen.

 Das neue Gen, das in die Pflanze eingebracht wird, wird als Transgen oder Fremd-Gen bezeichnet. Dieses Gen kann der Pflanze neue Eigenschaften verleihen, wie z. B. Resistenz gegen Schädlinge, Herbizide, Viren oder eine verbesserte Nährstoffzusammensetzung.

 Die Einführung des transgenen Gens erfolgt durch biotechnologische Verfahren, wie die Agrobacterium-vermittelte Transformation oder die Genkanone (Partikelbeschuss), wobei das gewünschte Gen in das Genom der Pflanze integriert wird.

Transgene Pflanzen werden entwickelt, um landwirtschaftliche Probleme zu lösen oder die Effizienz der Nahrungsmittelproduktion zu steigern. Beispiele für transgene Pflanzen sind:

  • Bt-Mais: Enthält ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis, das ein Protein produziert, das für bestimmte Insekten tödlich ist, die Pflanze selbst aber nicht schädigt.
  • Herbizidresistente Sojabohnen: Enthalten Gene, die sie resistent gegen bestimmte Herbizide machen, sodass Unkräuter abgetötet werden können, ohne die Nutzpflanze zu schädigen.​​​​​​​
  • Goldener Reis: Enthält Gene, die die Produktion von Beta-Carotin (einem Vorläufer von Vitamin A) fördern, um Vitamin-A-Mangel in Entwicklungsländern zu bekämpfen.

Regulierung und Akzeptanz: Transgene Pflanzen unterliegen in vielen Ländern strengen Regulierungen und Zulassungsverfahren, um sicherzustellen, dass sie für die Umwelt und den menschlichen Verzehr sicher sind. Die Akzeptanz von transgenen Pflanzen variiert weltweit, und es gibt sowohl Befürworter, die auf die Vorteile für die Landwirtschaft und Ernährungssicherheit hinweisen, als auch Kritiker, die mögliche ökologische und gesundheitliche Risiken betonen.

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