Zucht bezeichnet die künstliche Auswahl (künstliche Selektion) und kontrollierte Fortpflanzung von zwei Individuen einer Art, die bestimmte gewünschte Merkmale aufweisen. Damit sollen diese Merkmale verstärkt und unerwünschte unterdrückt werden. Individuen, die nicht die entsprechenden Merkmalskombinationen aufweisen, werden von der Fortpflanzung (Zucht) ausgeschlossen. Die entstehenden Rassen oder Sorten (auf bestimmte Merkmale gezüchtete Populationen innerhalb einer Art) weisen einen vom Menschen bestimmten Genpool auf, der schwerpunktmäßig nicht mehr auf die Anpassung an die Umwelt, sondern auf die Anpassung an den Menschen getrimmt ist.

Um diese gewünschten Merkmale innerhalb einer Rasse zu etablieren, gibt es verschiedene Züchtungsverfahren (Selbst- und Fremdbefruchtung, ungeschlechtliche Vermehrung durch Ableger usw., künstliche Befruchtung). Um den Züchtungserfolg vorhersagen zu können, werden statistische Berechnungen auf der Grundlage der Populationsgenetik und der Vererbungslehre angestellt.

Siehe auch: Pflanzenzüchtung (Geschichte), Pflanzenzüchtung (Ziele), Pflanzenzüchtung (Züchtungsmethoden), Befruchtung.
 

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