Erhaltungszüchtung

Zucht- und Forschungsbemühungen um die einmal erreichten Ertragsgewinne über die Zeit hinweg zu sichern. Erhaltungszüchtung ist demzufolge darauf ausgerichtet, gegenwärtige Erträge angesichts sich im Zeitablauf verändernder Krankheitserreger und abiotischer Einschränkungen zu erhalten. Auch wenn Arbeit zur Erhaltung eines Status quo nur schwer wahrgenommen wird, leistet die Erhaltungszüchtung im Rahmen der Pflanzenzüchtung einen wertvollen Beitrag zur Sicherung der Erträge in der Landwirtschaft: Die Erfolge der Erhaltungszüchtung müssen daran gemessen werden, welche Ertragsrückgänge es ohne sie gegeben hätte.  In Ländern wie Deutschland, wo es einen Sortenschutz gibt, dient die Erhaltungszüchtung überdies der Sicherung der einmaligen genetische Kombination einer Sorte. Sie trägt somit dazu bei, dass bereits zugelassene Sorten weiterhin dem ursprünglichen Sortenbild und den damit verbundenen Qualitätsmerkmalen entsprechen.  In-situ (vor Ort) Erhaltungszüchtung trägt darüber hinaus dazu bei, alte Pflanzensorten und somit die biologische Vielfalt in der Landwirtschaft zu bewahren. (Vgl. ex-situGenbanken.)

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