Ein Nekrotroph ist ein Organismus, der seine Wirtspflanze oder seinen Wirtstierorganismus durch Abtötung von Zellen und Gewebe schädigt, um sich anschließend von den abgestorbenen Zellbestandteilen zu ernähren. Im Gegensatz zu biotrophen Organismen, die lebendes Gewebe für ihre Ernährung benötigen, töten nekrotrophe Organismen ihren Wirt aktiv ab und verwerten dessen Zellinhalte.

Nekrotrophe Pathogene sind häufig unter den Pilzen und Bakterien zu finden, die Pflanzenkrankheiten verursachen. Sie produzieren Toxine oder Enzyme, die Zellwände aufbrechen und den programmierten Zelltod der Wirtszellen auslösen. Ein bekanntes Beispiel ist Botrytis cinerea, der Erreger der Grauschimmelfäule, der eine Vielzahl von Pflanzen befällt und in der Landwirtschaft große Schäden verursacht. Auch bestimmte Bakterien, wie Pectobacterium oder Xanthomonas, gehören zu den nekrotrophen Krankheitserregern, da sie durch Enzymausscheidung Gewebeschäden verursachen.

Das Überleben nekrotropher Organismen hängt nicht von einem lebenden Wirt ab, weshalb sie oft als aggressive und opportunistische Pathogene auftreten. Ihre Fähigkeit, sich an verschiedene Wirte anzupassen, macht sie zu einer ernsthaften Bedrohung für Pflanzen, Tiere und sogar Menschen. In der Landwirtschaft wird die Bekämpfung nekrotropher Pathogene durch Fungizide, resistente Pflanzensorten und biologische Schutzmaßnahmen angestrebt.

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