Die Populationsgenetik befasst sich mit der Entwicklung der genetischen Ressourcen einer Population. Sie erforscht vor allem die Genfrequenzen oder Allelfrequenzen einer Population. Genfrequenzen beschreiben dabei die Häufigkeit eines in einer Population vorkommenden Gens und die Veränderung dieser Häufigkeit (Evolution).

Eine Population wird dabei als eine Gruppe der gleichen Art definiert, die eine Fortpflanzungsgemeinschaft bildet und in demselben Areal anzutreffen ist. Beispiel: Hirschrudel.

Die Veränderung der Genfrequenz wird durch vier Evolutionsfaktoren (Gendrift, Selektion, Mutation, Rekombination) bestimmt. In einer idealen Population treten diese Faktoren nicht oder nur in unbedeutendem Maße auf, so dass sich der Genpool (Gesamtheit aller Allele einer Population, die diese zur Verfügung hat, um sich anzupassen) nicht verändert.

Kennzeichen einer idealen, stabilen Population sind außerdem: Eine große Individuenzahl, so dass beim Verlust eines Individuums keine große Schmälerung des Genpools eintritt, sowie die Fähigkeit aller Individuen, sich untereinander erfolgreich fortzupflanzen.

Eine ideale Population ist in der realen Welt nicht zu finden, da mindestens einer der Evolutionsfaktoren vorkommt. Evolution kann also nur dann stattfinden, wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht gelten.

Mit der Hardy-Weinberg-Regel (Hardy-Weinberg-Gleichgewicht) kann man die Häufigkeit eines Allels (Allelfrequenzen) einer sich annähernd im Gleichgewicht befindlichen (stabilen) Population beschreiben und berechnen. Die Regel besagt, dass bei einer Population, die sich im genetischen Gleichgewicht befindet, die Genfrequenzen (und Genotypfrequenzen) über mehrere Generationen stabil bleiben.

Siehe auch: Populationsdynamik

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