News zu Pflanzen und Forschung aus dem Netz

11.12.2025 10:53 Uhr

Von der Kläranlage zur Kreislaufwirtschaft

Mit dem Start des Forschungsprojekts BiAlDüB („Algenbiofilmsystem für Nährstoffrecycling aus Abwasser mit Verwertung zu landwirtschaftlichem Dünger und grünem Biogas“) will die Universität Bielefeld gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich neue Wege der nachhaltigen Abwasseraufbereitung eröffnen. Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Nachhaltige Bioökonomie“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit rund 800.000 Euro gefördert.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

11.12.2025 10:24 Uhr

Konflikte um den Wald der Zukunft: Wie konstruktive Lösungen gelingen

Wälder müssen fit für den Klimawandel werden – doch Konflikte zwischen verschiedenen Interessengruppen erschweren diese Entwicklung vielerorts. Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) hat in einem Forschungsprojekt gezeigt, wie Dialog und Mediation bei der Konfliktlösung helfen können. Die Ergebnisse haben die Forschenden nun in einem Leitfaden für Kommunen zusammengefasst und für eine KI-gestützte Dialoganwendung aufbereitet. Diese orientiert sich an den Wissensbedarfen der unterschiedlichen Interessengruppen, wie Kommunalverantwortliche, Förster*innen oder Naturschützer*innen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

10.12.2025 12:22 Uhr

Bundesforschungsministerium unterstützt Kieler Pflanzenforschung zur Klimaanpassung mit 2,25 Millionen Euro

CAU-Postdoc Dr. Farooq Ahmad erhält umfangreiche BMFTR-Förderung, um mit dem Konzept der unterstützten Baumwanderung forstwirtschaftliche Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu untersuchen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

10.12.2025 11:00 Uhr

Mehr Leistung durch Heterosis: IPK-Forschungsteam entschlüsselt das Zusammenspiel der Gene

Ein internationales Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat eine Methode entwickelt, die erklärt, warum Kreuzungen zwischen homozygoten Elternpflanzen - sogenannte Hybride - oft deutlich produktiver sind als ihre Eltern. Dieses als Heterosis bekannte Phänomen ist entscheidend für die Steigerung des Ertrags wichtiger Nutzpflanzen wie Weizen oder Mais. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

10.12.2025 09:12 Uhr

Neue Bestandsaufnahme zeigt: Deutschlands Gentechnikforschung steht unter Druck - bietet aber enormes Potenzial 

Die neue Broschüre „Im Fokus: Forschungshemmnisse und -chancen in Deutschland“ der Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) zeigt, dass zahlreiche gesetzliche und administrative Hürden die Entwicklung moderner Gentechnik und Biotechnologie in Deutschland bremsen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Forschung hierzulande über enorme wissenschaftliche Stärken verfügt, die durch gezielte politische Reformen erheblich besser genutzt werden könnten. 

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

10.12.2025 05:11 Uhr

Deutsche Hopfenernte schrumpft spürbar

Die deutschen Hopfenbauern haben 2025 nur 43.141 t Rohhopfen geerntet (- 7 %). Wetter, Schädlinge und fehlende Pflanzenschutzmittel setzten den Produzenten zu. Die Branche steht vor einem Umbruch.

Quelle: top agrar online

10.12.2025 00:00 Uhr

Biokraftstoffproduktion 2024 gesunken

2024 wurden auf dem deutschen Biokraftstoffmarkt 10 % weniger Biokraftstoffe eingesetzt als im Vorjahr. Hergestellt wurden sie hauptsächlich aus Abfällen und Reststoffen.

Quelle: top agrar online

09.12.2025 17:03 Uhr

Nadelbäume zwischen Adventsglanz und Asphalt

Was der Klimawandel für unseren Weihnachtsbaum bedeutet und weshalb Nadelbäume Chancen für die Straßenbepflanzung bieten. Pflanzenforscher Norbert Kühn im Interview

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

09.12.2025 15:41 Uhr

Artenreiche Saatmischungen steigern Futtererträge und mindern Düngerbedarf

Internationale Studie mit Kieler Beteiligung in Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Eine höhere Pflanzenvielfalt auf landwirtschaftlich genutztem Grasland kann Erträge deutlich steigern – und das bei einem geringeren Einsatz von Stickstoffdünger. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlichte internationale Studie, an der auch die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) maßgeblich beteiligt war. Die Ergebnisse weisen auf einen zentralen Baustein für eine nachhaltigere Landwirtschaft hin.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

09.12.2025 14:54 Uhr

„Perspectives from the Global South“ Team veröffentlicht „Executive Report on Regenerative Agriculture” während COP30

Das Team „Perspectives from the Global South” des Max-Planck-Instituts veröffentlichte auf der COP30 in Belém den Executive Report, in dem regenerative Landwirtschaft und resiliente Ernährungssysteme vorgestellt werden. Der Bericht hebt indigenes Wissen, Landrenaturierung und Klimaanpassung hervor und fordert politische Entscheidungsträger dazu auf, sich an den lokalen Gegebenheiten zu orientieren. Er enthält Erkenntnisse aus Gemeinschaften des Globalen Südens und unterstützt nachhaltige Lösungen für die Landwirtschaft.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

09.12.2025 12:21 Uhr

ERC Grant: Eine Geschichte und Philosophie von Pflanzensammlungen

Hunderte Jahre alte Sammlungen von getrockneten Pflanzen, sogenannte Herbarien, beschäftigen Forschende weltweit. Ihnen lassen sich nicht nur Informationen über die klimatischen Verhältnisse und CO2-Konzentrationen der vergangenen Jahrhunderte entlocken. Sie könnten auch Schlüssel enthalten, um heutige Nutzpflanzen resistenter gegen den Klimawandel zu machen und um Biodiversität besser zu erhalten. Aber wer waren die Menschen, die die Pflanzen sammelten? Und wie wählten sie diese aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Jan Baedke von der Ruhr-Universität Bochum.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

09.12.2025 12:13 Uhr

Neuer Dreh für einen alten Stoff: Yu Ogawas ERC-Projekt spürt das Spinnen von Cellulose auf und bildet es im Labor nach

Die Geschichte der Menschheit wäre ohne Zellulose–das Gerüst pflanzlicher Zellwände– kaum vorstellbar. Wir verstehen jedoch nicht vollständig, wie die Natur lange Zuckerketten zu jener geordneten Architektur verspinnt, die Zellulose ihre Stärke verleiht, und wir können diese Struktur industriell nicht nachbilden. Mit einem ERC Consolidator Grant untersucht Yu Ogawa, wie Proteine in Pflanzen, Algen und Bakterien Zuckerketten zu ultradünnen, hochgeordneten Fasern ausrichten und bildet zentrale Schritte dieses Prozesses im Labor nach. Das Projekt soll einen Bauplan liefern, um Zellulose von Grund auf herzustellen und ihre Architektur gezielt für eine biobasierte Wirtschaft zu gestalten.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

09.12.2025 11:59 Uhr

Gießener Forschende züchten ozonresistente Reissorten

Wichtiger Beitrag zur Ernährungssicherung in Zeiten des globalen Wandels – Reisanbau in in Ländern wie Bangladesch durch steigende Ozonbelastung gefährdet

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

09.12.2025 10:56 Uhr

Kleine Proteine, große Wirkung: Warum SUMO-Proteine für Chromosomen so wichtig sind

Der Kinetochor-Proteinkomplex spielt eine Schlüsselrolle für die Funktion der Chromosomen und ist daher für die Zellteilung unerlässlich. Ein Forschungsteam am IPK Leibniz-Institut hat nun herausgefunden, dass kleine Proteine aus der SUMO-Familie für den Kinetochor der Modellpflanze Arabidopsis thaliana von besonderer Bedeutung sind. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift „Plant Communications“ veröffentlicht.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

08.12.2025 15:06 Uhr

Nachhaltiger Pflanzenschutz hätte global positive Effekte

Was würde passieren, wenn die Landwirtschaft rund um den Globus auf nachhaltigen Pflanzenschutz umstellen würden? Eine internationale Studie unter Leitung der Universität Bonn und der ETH Zürich ist dieser Frage nachgegangen. Die Arbeit stützt sich auf die Einschätzung von weltweit über 500 führenden Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen, von der Ökologie bis zu den Wirtschaftswissenschaften. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass die Folgen einer solchen Umstellung langfristig positiv wären - selbst aus ökonomischer Perspektive. Welche Effekte überwiegen, variiert aber je nach Weltregion. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift „Nature Communications“ erschienen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

08.12.2025 08:52 Uhr

acatech IMPULS: Food Tech Made in Germany kann satt, sicher und souveräner machen

Die Lebensmittelproduktion steht vor einem Dilemma: Erschwingliche Preise lassen sich bei wachsender Weltbevölkerung immer schwerer mit Umweltschutz und Tierwohl vereinbaren. Technologische Innovationen bieten Auswege: Biotechnologisch gewonnene Proteine, effiziente Food Factories, Smart Farming, KI-gestützte Prognosen über Angebot und Nachfrage: Solche Ansätze skizziert der neue acatech IMPULS “Food Tech Made in Germany”. Dem ökologischen und ökonomischen Potenzial stehen massive Hemmnisse in Deutschland und der EU entgegen, konstatiert die Arbeitsgruppe: Food Tech brauche ein ausgewogenes Zusammenspiel von Entwicklungsgeist, Regulierung und gesellschaftlicher Akzeptanz.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)