Biosicherheit

gv-Kartoffel

Abbauresistenz und Wirkungen der transgenen Kartoffeln auf physikochemische Parameter und die mikrobielle Population von Böden

Koordinator: Prof. Dr. Sören Thiele-Bruhn – Universität Trier - Fachbereich VI Geographie/Geowissenschaften - Fach Bodenkunde

Projektbeschreibung

In diesem Projekt wurde untersucht, ob durch den Anbau von gentechnisch veränderten Kartoffeln, die Cyanophycin in ihren Knollen produzieren, die chemischen Eigenschaften des Bodens sowie die Zusammensetzung der Mikroorganismen-Gemeinschaften im Boden verändert werden. Cyanophycin ist ein Biopolymer, das für verschiedene industrielle Anwendungen genutzt wird.
In der Natur wird das Polypeptid Cyanophycin von Blaualgen gebildet, kommt daher in Ackerböden normalerweise nur in geringen Mengen vor. In der gentechnisch veränderten Kartoffel wird es auf Kosten der in der Knolle reichlich vorhandenen Kohlenhydrate gespeichert. Beim Abbau von Cyanophycin im Boden ist zu erwarten, dass andere Mikroorganismen gefördert werden als beim Abbau von Kohlenhydraten.
Außerdem könnte die Verwertung von Cyanophycin-haltigem Kartoffelmaterial durch Regenwürmer verändert sein. Regenwürmer sind die wichtigsten Schlüsselorganismen in mitteleuropäischen Böden.

Folgende Fragestellungen wurden untersucht:

  • Wie verläuft der mikrobielle Abbau Cyanophycin-produzierender Kartoffeln im Boden im Vergleich zu Wildtyp- Kartoffeln?
  • Ändern sich beim Anbau Cyanophycin-produzierender Kartoffeln die chemischen Eigenschaften des Bodens und die Zusammensetzung der Bodenmikroorganismen-Gemeinschaft?
  • Sind Auswirkungen auf Regenwürmer festzustellen?
Vollständige Projektbeschreibung
zur Website

http://www.pflanzenforschung.de/biosicherheit/in...

Eckdaten
B

Biosicherheit

gv-Kartoffel

Projektlaufzeit

01.08.2008 - 31.12.2011

Förderkennzeichen

0315214B

Fördersumme

Öffentlich: 196.992,00 €
Privat: 0,00 €
Gesamt: 196.992,00 €